Richtig reagieren bei Robo-Calls
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Gefährlicher Telefonbetrug:Richtig reagieren bei Robo-Calls

Bund warnt vor Betrugswelle
Achtung, wenn du diese Schweizer Vorwahl siehst

Fake-Nachrichten im Namen von Banken, Twint oder Läden locken zurzeit zum Rückruf – oft auf Festnetznummern aus Lausanne, Genf, Freiburg oder der Ostschweiz. Der Bund verzeichnet zurzeit einen sprunghaften Anstieg der Meldungen.
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Das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) warnt vor einer Betrugswelle. Die Meldungen zu Callback-Betrug sind nach oben geschnellt.
Foto: 1st footage

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Betrüger verschicken gefälschte Rechnungen von Migros, UBS und Twint
  • Neu nutzen sie Schweizer Nummern mit den Vorwahlen 021, 022, 026, 071
  • Wer anruft, riskiert zum Beispiel Zugriffe auf Twint oder E-Banking
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Tobias BolzernRedaktor Digital

765 Franken! Angeblich in der Migros ausgegeben. Auf der Quittung ist auch ein Wein für 250 Franken zu sehen. Solche E-Mails landeten in den letzten Tagen massenhaft in Schweizer Postfächern. Dabei sollte der Schwindel – zumindest in diesem Fall – direkt auffallen: Denn die Migros verkauft keinen Alkohol.

Der falsche Kassenbon gehört zu einer Betrugswelle, die das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) in seinem aktuellen Wochenrückblick beschreibt. Callback-Betrug heisst die fiese Masche: In einem E-Mail oder SMS wird behauptet, man habe zum Beispiel einen Vertrag abgeschlossen oder eine verdächtige Transaktion sei festgestellt worden. Dazu wird eine knappe Frist und eine Telefonnummer genannt, unter der sich das alles lösen lässt – angeblich. Die Meldungen zu der Betrugsmasche sind laut Bund zuletzt «regelrecht nach oben geschnellt».

Die fiese Masche mit Callback-Betrug hat laut dem Bundesamt für Cybersicherheit massiv zugenommen.
Foto: BACS

Falle über Vorwahl

Blick berichtete bereits im Dezember 2025 über die Callback-Masche. Damals liefen die Rückrufe in den meisten Fällen noch über Nummern im Ausland. Das hat sich geändert. Zunehmend setzen die Täter auf Schweizer Telefonnummern, besonders mit den Vorwahlen 021 (Waadt), 022 (Genf), 026 (Freiburg) und 071 (Region Ostschweiz). Das schafft Vertrauen und senkt die Hemmschwelle, anzurufen. Neben der Migros treten die IT-Gangster auch im Namen der UBS, Twint oder Media Markt auf. In einer Variante behaupten sie, jemand habe von Portugal aus auf das Konto bei UBS zugegriffen, so das Bacs. Damit wollen sie Angst schüren und einen Rückruf erzwingen.

Wer die angegebene Nummer anruft, erreicht eine «Hotline». Dort nehmen keine Angestellten der Firmen ab, sondern die Betrüger. Sie fragen nach Kreditkartendaten, lassen Bestätigungscodes weiterleiten oder Twint-Forderungen freigeben. Teils drängen sie auch zur Installation von Fernwartungssoftware, um die angebliche Abbuchung rückgängig zu machen. Tatsächlich öffnet das Programm den Tätern den Zugriff auf den PC. Loggt sich das Opfer danach ins E-Banking ein, schauen die Kriminellen zu und greifen im schlimmsten Fall selbst ein.

Warum kann man die gefährlichen Nummern nicht einfach sperren lassen? Das Bacs kann Telefonanbieter bislang nur informell bitten, missbrauchte Anschlüsse zu deaktivieren, so der Bund. Ob sie es tun, liegt in ihrem Ermessen. Die laufende Revision des Fernmeldegesetzes soll das ändern und die Provider zu einer Sperrung verpflichten. Bis die neuen Regeln gelten, dürfte es allerdings dauern, so der Bund.

So schützt du dich

Rufe nie eine Nummer an, die dir per Mail oder SMS mit Druck mitgeteilt wird. Zweifelst du an einer Rechnung, suche die Kontaktdaten auf der offiziellen Website des Absenders. Gib am Telefon weder Kartendaten noch Codes preis und gewähre niemandem Fernzugriff auf deine Geräte. Hast du eine Fernwartungssoftware installiert: sofort löschen, alle Passwörter ändern. Sind Kreditkartendaten weg, hilft die Sperrhotline des Herausgebers. Bei finanziellem Schaden rät der Bund zur Strafanzeige.

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