Fiese Betrugsmasche
Mit falscher Tanzabstimmung gelangen Betrüger an Whatsapp-Konten

Eine Whatsapp-Nachricht fordert dazu auf, bei einer vermeintlichen Tanzabstimmung für jemanden abzustimmen. Wer dem enthaltenen Link folgt und die geforderten Schritte ausführt, ermöglicht Betrügern den Zugriff aufs Whatsapp-Konto.
Kommentieren
1/6
Die Whatsapp-Masche kann Betrügern Zugriff auf dein Konto erlauben.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Cyberkriminelle nutzen Whatsapp für Betrug mit gefälschter Abstimmungsseite
  • Opfer verknüpfen unbemerkt ihr Konto mit Geräten der Betrüger
  • Verdächtige Domains an feedback@cybercrimepolice.ch melden
RMS_Portrait_AUTOR_332.JPG
Janine EnderliRedaktorin News

Ein harmlos wirkender Hilferuf über Whatsapp entpuppt sich als fiese Betrugsmasche: Unbekannte fordern dazu auf, für eine junge Tänzerin abzustimmen, damit diese einen Preis gewinnen kann.

Die Nachricht scheint von Bekannten oder Freunden zu stammen, doch dahinter steckt ein gefährlicher Trick. 

Gefährlicher QR-Code

Cybercrimepolice warnt in einer neuen Medienmitteilung vor der Masche. Der mitgesendete Link führt zu einer täuschend echten Fake-Website, auf der Fotos und angebliche Abstimmungszahlen mehrerer Kandidatinnen zu sehen sind. Nach einem Klick auf «Abstimmen» wird der Nutzer bzw. die Nutzerin gebeten, sich für die vermeintliche Umfrage zu registrieren.

Doch der nächste Schritt ist der eigentliche Haken: Für eine angebliche Verifizierung sollen die Opfer einen QR-Code mit Whatsapp scannen. Wer darauf hereinfällt, verknüpft sein eigenes Whatsapp-Konto unbemerkt mit einem Gerät der Betrüger. Diese erhalten so vollen Zugriff auf das Konto. Die Folge? Die Kriminellen können über das gekaperte Konto weitere betrügerische Nachrichten an die Kontakte des Opfers senden – und so die Masche weiterverbreiten.

Der Trick kann auch über andere Kommunikationskanäle verbreitet werden und dabei individuell auf die jeweilige Person zugeschnitten wirken.

So schützt du dich

  • Überprüfe ungewöhnliche Nachrichten von Bekannten immer über einen anderen Kommunikationsweg.
  • Klicke niemals auf Links in Nachrichten, E-Mails oder SMS, die du nicht selbst angefordert hast.
  • Kontrolliere bei jeder Webseite, insbesondere bei Bezahlvorgängen, die vollständige URL.
  • Melde verdächtige Domains umgehend an feedback@cybercrimepolice.ch.
  • Solltest du dennoch auf die Masche hereingefallen sein, handle schnell: Öffne in Whatsapp die Einstellungen, wähle «Verknüpfte Geräte» und entferne unbekannte Geräte.
  • Falls du keinen Zugang mehr zu deinem Konto hast, melde dich erneut mit deiner Telefonnummer an und folge den Wiederherstellungsanweisungen.
  • Setze dich anschliessend mit deiner lokalen Polizeidienststelle in Verbindung und erstatte Anzeige. Bleib wachsam und schütze deine Daten – die Betrüger entwickeln ihre Methoden ständig weiter!
Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen