Nach Uvek-Gutachten
«Der ganze Laden in Bundesbern gehört ausgemistet»

Zu viele Angestellte, zu wenig Effizienz: Ein Gutachten des Uvek kritisiert die Kommunikationsabteilung von Albert Rösti. Die Community fordert nun harte Konsequenzen und drastische Einsparungen.
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Ein externes Gutachten fällt für manche Mitarbeiter von Uvek-Vorsteher Albert Rösti vernichtend aus.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein Gutachten zeigt ineffiziente Mitarbeitende im Uvek unter Albert Rösti
  • Kritik: Staatliche Angestellte kosten viel, liefern aber oft wenig Leistung
  • Community fordert Einsparungen: Millionen könnten durch Stellenabbau gespart werden
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Eva KunzSenior Community Editorin

Der Bund beschäftigt zu viele Mitarbeitende im Kommunikationsbereich, und offenbar arbeiten nicht alle effizient genug. Eine externe Analyse im Departement von Bundesrat Albert Rösti (58), dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek), zeigt ineffiziente Strukturen, Doppelspurigkeiten und Sparpotenzial auf. Das Gutachten kostete knapp 63'000 Franken.

Während der Bund jährlich Millionen sparen will, zählt allein die Kommunikationsabteilung des Uvek rund 60 Mitarbeitende. Das ist eindeutig zu viel. Der Vergleich fällt deutlich aus: Im Uvek kommen auf 100 Mitarbeitende 1,3 bis 3,33 Kommunikationsangestellte. Bei der SBB-Infrastruktur sind es lediglich 0,14 – also bis zu 23-mal weniger.

Die Ergebnisse des Gutachtens setzen Rösti unter Druck. Mitarbeitende mit «ungenügenden» Leistungen müssen mit Konsequenzen bis hin zur Entlassung rechnen. Auch andere Departemente könnten überprüft werden. Gemäss Bundeskanzlei habe «der Bundesrat hat die Bundeskanzlei beauftragt, bis Ende Mai 2026 ein Umsetzungskonzept zu erarbeiten».

«Was für ein Missverhältnis!»

Prompt hagelt es Kritik aus der Community. In der Kommentarspalte drücken viele ihr Unverständnis über das aufgeblähte Departement aus. Gleichzeitig scheint dies kaum jemanden zu überraschen. «Der Staat ist ein sehr angenehmer Arbeitgeber, kein Stress, nie Druck Umsatz erwirtschaften zu müssen und sehr gute Sozialleistungen. Kein Wunder zieht dieses Modell viele Leute an ...», schreibt Leser Roland Reinhard. Auch dass sich wohl kaum etwas daran ändern wird, ist für ihn klar: «Die Verwaltung wird seit Jahren aufgeblasen und niemand getraut sich, da einmal richtig auszumisten.»

«Was für ein Missverhältnis!», echauffiert sich Hans-Ulrich Feuz. «Da muss man sich schon fragen: Was nisten sich da für Leute ein? Wohl kaum Brauchbare aus der Privatwirtschaft.» Wen dies verwundere, fragt Jennifer Baldin in die Runde, «der Bund ist ein Fass ohne Boden.» Und Georg Blaser kommentiert empört: «Die hauen Steuergeld raus, als gäbs kein Morgen.»

«Der Fisch beginnt immer am Kopf zu stinken»

Für Benno Weiss und viele andere aus der Community ist deshalb klar: «Der ganze Laden in Bundesbern gehört ausgemistet.»

Dass sich das aber gar nicht so einfach gestalten dürfte, thematisiert Renato Fellini in seinem Kommentar: «Das grösste Problem ist, dass beim Bund niemand entlassen wird, sie können noch so schlecht sein. Der Bund füttert sie bis zur Frühpension, wohlverstanden mit Steuergeldern.»

Manche aus der Community sind zudem überzeugt: Ein ungenügendes Zeugnis von Mitarbeitenden lässt auf eine ungenügende Performance der Chefetage schliessen. So sieht es etwa Jürg Koch: «Der Fisch beginnt immer am Kopf zu stinken.»

Geradezu ironisch verarbeitet Heinz Köhli seine Gedanken zum Thema: «Jeder Bundesrat muss sich vorsehen, wenn er seinen Leuten einen Effizienzgedanken abringt (wie es jeder Steuerfranken eigentlich verdienen würde). Er würde den Dornröschenschlaf in der überwucherten Verwaltung stören und dann nicht mehr wiedergewählt werden.»

«Wie viele Millionen man da sparen könnte»

Dass man in Röstis Departement massiv einsparen kann und muss – das legen zahlreiche Kommentare nahe. «Es sollte mal eine externe Firma das Dossier anschauen und die überflüssigen und ungenügenden Angestellten in allen Departementen entlassen», fordert Rolf Gentsch. «Wir würden uns noch wundern, wie viele Leute das wären. Wie viele Millionen man da sparen könnte.» 

Pedro Pinheiro verfolgt dieselbe Linie: «Ich erwarte von den gewählten Politikern, dass sie im Interesse des Landes und der Bevölkerung handeln und Massnahmen treffen, um zu sparen.» Viele fordern zudem, dass auch in allen anderen Departementen der Rotstift angesetzt wird.

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