Externes Gutachten zeigt
Rösti beschäftigt «ungenügende» Mitarbeiter

Der Bund leistet sich zu viele Kommunikationsleute. Ein externes Gutachten zwingt Bundesrat Albert Rösti zum Handeln: Manche Mitarbeiter bringen schlechte Leistungen.
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Ein externes Gutachten fällt für manche Mitarbeiter von Uvek-Vorsteher Albert Rösti vernichtend aus.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Bundesrat prüft Sparmassnahmen bei Kommunikationsabteilungen der Verwaltung
  • Uvek-Gutachten: über 60 Kommunikatoren, ineffiziente Strukturen
  • Leistung der Mitarbeiter: zum Teil «ungenügend»
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Raphael RauchBundeshausredaktor

Kann der Bund sparen? Am Mittwoch (27. Mai) muss der Bundesrat zeigen, dass er es mit seinen Versprechen ernst meint. Wie Blick weiss, ist ein heikles Thema traktandiert: Die Kommunikations-Armada der öffentlichen Verwaltung! Besonders das VBS ist aufgebläht. Obwohl alle schwierigen Themen am Ende Kommunikationschef Renato Kalbermatten beantwortet, leistet sich Bundesrat Martin Pfister (62, Mitte) über 100 Leute für die Öffentlichkeitsarbeit. Sparen sieht anders aus!

Recherchen von Blick zeigen: Schon vor dem Parlamentsauftrag, jährlich 6,25 Millionen Franken zu sparen, hat Bundesrat Albert Rösti (58, SVP) seine Öffentlichkeitsarbeit extern begutachten lassen. Das Zeugnis fällt durchwachsen aus: «Es besteht eine Vielzahl an Webseiten. Es besteht eine Vielzahl an Produkten. Es besteht eine Vielzahl an Kanälen», kritisiert ein externes Gutachten, das Blick mithilfe des Öffentlichkeitsgesetzes vorliegt. Demnach verfügt das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) über «viele Kommunikationsstellen und üppige Ressourcen».

«Fähigkeiten und Motivation zum Teil ungenügend»

Brisant: Manche Mitarbeiter sind gemäss Gutachten ein Totalausfall: «Die Fähigkeiten und die Motivation der Mitarbeitenden sind heterogen (zum Teil ungenügend, auch im Generalsekretariat).»

Das Gutachten der Beratungsfirma Res Publica, das knapp 63’000 Franken gekostet hat, zeigt: Rösti kann problemlos einen Sparbeitrag leisten! Über 60 Menschen sind in Kommunikationsfunktionen tätig – viel zu viele! Der Vergleich ist ernüchternd: Der Kommunikationsquotient im Uvek liegt zwischen 1,3 und 3,33 Kommunikationsmitarbeitenden pro 100 Angestellte. Bei SBB Infrastruktur beträgt dieser Wert gerade einmal 0,14 – bis zu 23-mal weniger. 

Das Bafu bloggt ins Leere

Die dezentrale Organisation führt zu Problemen: Doppelspurigkeiten, fehlende strategische Steuerung und unklare Zuständigkeiten prägen den Alltag. Jedes der sieben Bundesämter betreibt seine eigene Kommunikationsabteilung – mit unterschiedlichen Prozessen, einer Vielzahl an Webseiten und Kanälen. Das Dienstleistungsverständnis variiert stark, eine gemeinsame Strategie fehlt komplett.

Kosten und Nutzen werden zu selten hinterfragt. Wie Blick enthüllte: Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) etwa betreibt das Webmagazin «Die Umwelt», das 2025 allein für den Onlineauftritt 340’000 Franken verschlungen hat – obwohl das Magazin nur mässig auf Interesse stösst. 

Feuert Rösti die «ungenügenden» Mitarbeiter?

Die Erkenntnisse des Gutachtens zwingen Rösti zum Handeln. Die Mitarbeiter mit «ungenügenden» Fähigkeiten müssen mit einer Entlassung rechnen. Und was ist mit den anderen Departementen? Die Bundeskanzlei teilt mit: «Der Bundesrat hat die Bundeskanzlei beauftragt, bis Ende Mai 2026 ein Umsetzungskonzept zu erarbeiten.» Details dazu sollen am Mittwoch folgen.

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