Marathon des Sables
Tim Hugi rennt über 250 Kilometer durch die Sahara

Obwohl er kein Profiathlet ist, hat der Schweizer Tim Hugi (24) in der marokkanischen Sahara den Marathon des Sables absolviert. Sechs Tage lang führte der Ultramarathon über rund 250 Kilometer durch Sand, Hitze und an die Grenzen der Belastbarkeit.
Kommentieren
1/13
Erschöpft, aber glücklich: Tim Hugi am Marathon des Sables.
Foto: Zvg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Der Schweizer Tim Hugi (24) bewältigt Marathon des Sables in Marokko
  • Sechs Tage, 250 Kilometer, extreme Hitze
  • Hugi trainierte neun Monate, arbeitete weiterhin im 100-Prozent-Pensum
RMS_Portrait_AUTOR_938.JPG
Sarah RiberzaniRedaktorin Community

In der brennenden Hitze der marokkanischen Sahara, wo Sandstürme die Sicht verschlucken und jeder Schritt gegen den eigenen Körper arbeitet, hat der Schweizer Tim Hugi (24) einen der extremsten Ultramarathons der Welt gemeistert: den Marathon des Sables. Sechs Tage lang führt das Rennen durch die Wüste, insgesamt rund 250 Kilometer. Stundenlang gibt es keinen Schatten, nur Sand, Hitze und das eigene Tempo.

«Das war für mich kein Rennen, sondern ein Abenteuer», sagt Hugi im Gespräch mit Blick. Und obwohl er mit seiner Gesamtleistung zu den besten 15 Prozent der Finisher gehört, bleibt er bescheiden. Dass solche Projekte nur etwas für Profiathleten seien, glaubt der 24-Jährige nicht: «Du musst kein Profi sein, um so ein Ziel zu erreichen. Ich bin auch kein Profiathlet.»

Wir sind Blick

In unserer Serie «Wir sind Blick» stellen wir dir jeden Samstag eine spannende Persönlichkeit aus der Blick-Community vor. Wir sind überzeugt, dass jede Leserin und jeder Leser eine interessante Geschichte zu erzählen hat.

Hast auch du eine spezielle Geschichte, ein besonderes Talent, eine einzigartige Sammlung oder sonst etwas Spannendes, das du mit der Community teilen willst? Dann melde dich via Mail an community@blick.ch!

In unserer Serie «Wir sind Blick» stellen wir dir jeden Samstag eine spannende Persönlichkeit aus der Blick-Community vor. Wir sind überzeugt, dass jede Leserin und jeder Leser eine interessante Geschichte zu erzählen hat.

Hast auch du eine spezielle Geschichte, ein besonderes Talent, eine einzigartige Sammlung oder sonst etwas Spannendes, das du mit der Community teilen willst? Dann melde dich via Mail an community@blick.ch!

Eine gute Vorbereitung sei trotzdem entscheidend gewesen. Während rund neun Monaten bereitete sich der Schweizer auf das Wüstenrennen vor. Einen fixen Trainingsplan hatte er aber nie. Stattdessen setzte er auf Spontanität und Körpergefühl. «Es war ein sehr intuitives Training. Das ist mein Rezept», erzählt er. Oft habe er kurzfristig entschieden, noch zwei Stunden trainieren zu gehen, wenn es der Alltag gerade zuliess.

Neben unzähligen Laufeinheiten bereitete er sich gezielt auf die Hitze vor – mit Sauna, warmen Bädern und anderen Hitzereizen. Trotz der intensiven Vorbereitung arbeitete Hugi weiterhin in einem 100-Prozent-Pensum. «Es ist eine Sache der Priorisierung.»

Als Selbstversorgerrennen tragen die Teilnehmenden ihr gesamtes Material selbst mit. Zudem ist das Rennen in mehrere Etappen unterteilt. Die grösste Herausforderung war für Hugi allerdings nicht die 100-Kilometer-Etappe, sondern die letzte über 23 Kilometer. Obwohl sie die kürzeste des gesamten Rennens war, wurde sie zur härtesten. «Innerlich hatte ich das Rennen schon abgeschlossen.» Nach Tagen voller Belastung nochmals den Fokus zu finden, sei schwierig gewesen. Zudem führte die Strecke durch tiefsten Sand, in dem jeder Schritt doppelt so viel Kraft kostet.

Und doch hat genau diese Grenzerfahrung Spass gemacht. «Mir ging es darum, herauszufinden, wie viel ich mit dem Körper erreichen kann», erläutert Hugi. Einmal pro Jahr sucht er sich bewusst ein neues, grösseres Projekt aus. Und wird es ein nächstes Wüstenabenteuer geben? Er lacht: «Hoffentlich hört meine Mutter das jetzt nicht, aber: Ja, irgendwann bestimmt.»

Was sagst du dazu?
Meistgelesen