Leser zum «Sprit-Rebellen»
«Der Robin Hood der Tankstellen soll hoch leben»

Der «Benzin-Rebell» Michael Knobel prangert auf Social Media hohe Spritpreise an. Coop Pronto will ihn mundtot machen, doch Knobel wehrt sich dagegen. Die Community steht mehrheitlich auf seiner Seite.
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Treibstoff und Kritik an der Konkurrenz – der Schweizer Tank-Rebel Michael Knobel teilt gerne aus. Doch der Gegenwind flatterte diese Tage in seinen Briefkasten.
Foto: Philippe Rossier

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Michael Knobel kritisiert teure Benzinpreise öffentlich, Coop Pronto droht rechtlich
  • Knobel nennt Drohung «Frechheit» und bleibt bei seiner Kritik
  • Tiktok-Videos erreichen Tausende, viele feiern ihn als «Robin Hood»
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Eva KunzSenior Community Editorin

Wo gibt es den günstigsten Sprit? Diese Frage treibt Autofahrer seit Kriegsausbruch im Nahen Osten mehr denn je um. Für Sprit-Discounter und Etzelpark-Betreiber Michael Knobel scheint dies ein gefundenes Fressen zu sein.

Auf Social Media thematisiert er immer wieder die teils starken Preisunterschiede zwischen Anbietern und Regionen, ohne diese konkret zu benennen. Dabei äussert er sich unverblümt und spricht in seinen Videos etwa von «Skandal in dieser Industrie» oder «gierigen Preisen».

Er lässt sich keinen Maulkorb verpassen

Coop Pronto will nicht länger zusehen und droht ihm schriftlich mit rechtlichen Schritten, wenn der Sprit-Rebell auf Tiktok, Facebook und Instagram weiterhin solche reisserischen Aussagen tätigt. Die Kritik: Coop Pronto bezeichnet Knobels Aussagen als unbegründet und widersprüchlich zu tatsächlichen Gegebenheiten. 

Knobel wehrt sich. «Diese Einschüchterung ist eine Frechheit», sagt er gegenüber Blick und steht zu seinen Aussagen. Seinen Tankstellen-Content in den sozialen Medien sieht er als Hilfestellung für die Allgemeinheit, die in seinen Augen «zu viel Geld für Diesel und Benzin» zahlen würde – und will nichts an seiner Praxis ändern.

In der Blick-Community wird der Benzin-Rebell von den meisten als Held gefeiert. «Der Robin Hood der Tankstellen soll hoch leben, ein Hoch auf Knobel», kommentiert etwa Rick Mendi. Er teilt wie viele andere Knobels Ansicht, dass die Spritpreise vielerorts zu hoch sind, und hält es für wichtig und hilfreich, dies offen anzusprechen. «Es sollte mehr Knobels geben!», findet Leser Adrian Meyer, «die Autofahrer werden von den ‹Grossen› eh nur abgezockt …»

Michael Gut zieht am selben Strick. «Genau so läuft es in diesem Land. Die Konsumenten werden geschröpft, und wer nicht mitspielt, wird abgestraft.» 

«Das kommt als Bumerang zurück»

Andere gehen speziell auf das Schreiben ein, das Knobel von seiner Konkurrenz erhalten hat. Der Schuss gehe wohl nach hinten los, vermutet Peter Mueller. Damit ist er nicht allein.

Auch andere Leser stimmen dem zu und sind der Meinung, dass diese Aktion der Reputation von Coop Pronto mehr schaden als nützen könnte. «Das kommt als Bumerang zurück», ist sich Eric Higgjens sicher. Auch Fritz Nagel schreibt von einem «Eigentor» und führt aus: «Statt sich an die eigene Nase zu fassen, versucht man, den Kritiker mundtot zu machen.»

«Schlussendlich kann jeder tanken, wo er mag»

Leser Hans-Peter Schär pfichtet dem bei. «Lasst den doch machen. Konkurrenz belebt das Geschäft», kommentiert er. Gerade Coop müsse halt faire Preise anbieten.

Fabio Bertolini versteht indes beide Seiten: «Ich gönne Herr Knobel seinen Erfolg.» Er habe einige seiner Insta-Stories gesehen, und könne er sich gut vorstellen, dass der eine oder andere Mitbewerber nicht sehr begeistert davon sei. «Schlussendlich kann jeder tanken, wo er mag. Ich persönlich gehe lieber bei einer Tankstelle vorbei, bei der ich auch ein Gipfeli oder auch mal ein Brot kaufen kann.»

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