Leser zum 24-Stunden-Migros
«Der Konsumwahnsinn geht in die nächste Runde»

Wer Spätnachts noch einen schnellen Einkauf machen will, hat in Herisau Glück. Die Migros eröffnet im Ausserrhoder Hauptort eine neue 24-Stunden-Filiale, die auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet sein wird. Das Selbstbedienungskonzept spaltet unsere Community.
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Ab Juli kann man in der Migros an der Alpsteinstrasse in Herisau AR rund um die Uhr einkaufen.
Foto: PD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Migros eröffnet ab 2. Juli 24/7-Filiale in Herisau AR
  • Fast 5000 Teilnehmer bei Umfrage, 30 Prozent befürworten Flexibilität
  • 50 Prozent der Leser können jedoch auf 24-Stunden-Läden verzichten
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Alessandro KälinRedaktor Community

Die Migros hat in Herisau AR bald rund um die Uhr geöffnet. Bis zum regulären Ladenschluss um 19 Uhr sollte der Kundschaft in der neuen Filiale an der Alpsteinstrasse kein Unterschied zum regulären Betrieb auffallen. Doch nach Feierabend bleiben die Lichter an. Zutritt erfolgt via Debit- oder Kreditkarte, bezahlt wird an Self-Checkout-Kassen. Am Morgen übernimmt das Verkaufspersonal nahtlos.

Auch an Sonn- und Feiertagen werden Kundinnen und Kunden in der 24-Stunden-Filiale einkaufen können. Gewählt wurde der Standort in Herisau, um das Pilotprojekt ohne die Parameter einer Grossstadt zu testen, erklärt die Migros. Die Eröffnung ist am 2. Juli. Unsere Leserschaft hat gemischte Gefühle gegenüber der Idee des Detailhändlers. 

Flexibilität überzeugt nicht alle

Eine Leserumfrage mit fast 5000 Teilnehmern zeigt, dass ganze 50 Prozent auf 24-Stunden-Filialen verzichten können. Ihnen genügen normale Öffnungszeiten. Weitere 15 Prozent haben ein solches Angebot noch nie genutzt, zeigen sich aber offen. 

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6 Prozent nutzen 24-Stunden-Shops bereits von Zeit zu Zeit, allerdings nur in Notfällen. Die verbliebenen 30 Prozent sind begeistert von der Flexibilität, die solche Läden bieten. Die Kommentarspalte ist ebenso gespalten. 

«Konsumwahnsinn geht in die nächste Runde»

Gegenüber der neuen Migros-Filiale äussern viele Leserinnen und Leser ihre Bedenken. Margrit Herzog geht auf die Risiken ein: «Das haben schon andere versucht. Das Resultat von solchen 24/7-Läden sind Randalierer, Diebe und Kampierende.» Irène Rüedi fügt an: «Und am Morgen dürfen die Angestellten zuerst das Chaos aufräumen.» 

Johann Schwartz kritisiert: «Der Konsumwahnsinn geht in die nächste Runde. Überrascht mich nicht, die Leute hyperventilieren ja schon, wenn die Läden an Ostern oder Weihnachten zu sind.» 

Tom Steiner ist hin- und hergerissen: «Wenn das erfolgreich ist, wird man solche Modelle vielleicht irgendwann auch tagsüber ausbauen. Dann geht es um den Abbau von Arbeitsplätzen.» Hanspeter Brechbühl ist gar überzeugt: «Dieser Versuch wird innerhalb eines Jahres scheitern.»

«Endlich keine Bünzli-Öffnungszeiten mehr»

Andere Kommentierende zeigen sich sehr interessiert. Albert Meier berichtet: «Es gibt auch kleinere Unternehmen, die solche Services schon bieten. Alle profitieren, die Mitarbeiter, die Ladenbesitzer und ganz besonders die Kunden.» 

So teilt auch Andy Honegger: «In Frankreich habe ich schon vor Jahrzehnten in grösseren Städten solche 24/7-Läden gesehen. Damals zwar mit weniger Technik, dafür mit Studenten an der Kasse. Eine modernisierte Variante kann bei uns also sicher auch funktionieren.»

Walter Grätzer findet ähnliche Worte: «Grundsätzlich finde ich die Idee gut. Klingt wie eine tolle Bereicherung für die Bevölkerung.» Und Peter Saladin witzelt: «Endlich keine Bünzli-Öffnungszeiten mehr wie aus den Sechzigern!»

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