Leser zu teurerem ÖV
«Der Kluge fährt scheinbar doch nicht mit dem Zuge»

Die Schweizer ÖV-Betriebe wollen ab Dezember die Preise erhöhen. Wegen steigender Branchenkosten muss die Kundschaft im Schnitt 3,6 Prozent mehr am Schalter hinblättern. Für viele in der Community wird der öffentliche Verkehr auf einen Schlag deutlich unattraktiver.
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Das Zugbillett wird ab Dezember 2026 teurer.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • ÖV-Preise in der Schweiz steigen ab Dezember 2026 um 3,6 Prozent
  • Grund: Höhere Kosten für Material, Personal und Energie belasten die Branche
  • Leser kritisieren Erhöhung, viele erwägen Rückkehr zum Auto wegen Kosten
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Alessandro KälinRedaktor Community

Pendlerinnen und Pendler werden künftig noch tiefer in die Taschen greifen müssen. Denn: Ab Dezember 2026 erhöht die ÖV-Branche die Preise. Im Durchschnitt steigen die Ticketkosten im öffentlichen Verkehr um 3,6 Prozent, wie die Branchenorganisation Alliance Swisspass mitteilt. 

Grund für die höheren Tarife sind in erster Linie die steigenden Ausgaben, mit denen die Branche sich konfrontiert sieht. Material und Personal werden stetig teurer, auch die Energiekosten bleiben auf einem hohen Niveau. Die ÖV-Unternehmen wollen nun das Defizit mit der Kundschaft ausgleichen. Das gefällt vielen in unserer Community ganz und gar nicht. Sie wollen die Bremse ziehen. 

«Wo bleibt da noch der Kunde?»

In den Kommentaren beschwert sich die grosse Mehrheit über den Preisanstieg. Thomas Moser ist aufgebracht: «Der Zug ist in der Schweiz trotz Subventionen schon viel zu teuer. Und jetzt soll er noch mehr kosten? Nein danke!» Auch für Marco Del Santo eine absolute Katastrophe: «Der Schweizer ÖV wird teurer, ohne besseren Service. Wo bleibt da noch der Kunde?» Daniel Roth beanstandet: «Die ÖV-Preise fressen allmählich die kompletten Löhne der Arbeiter! Der Kluge fährt scheinbar doch nicht mit dem Zug.»

Marianne Näf hebt zudem hervor: «Es heisst doch, man solle mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln reisen. Der Preisanstieg suggeriert das Gegenteil.» Renato Horisberger geht einen Schritt weiter: «Daran erkennt man, dass unserer Regierung rein gar nichts am Umweltschutz liegt. Andernfalls wäre der ÖV gratis oder zumindest sehr billig.» 

Viele wollen wieder aufs Auto umsteigen

Mehrere Leserinnen und Leser wollen sich nun wieder selbst hinters Steuer setzen. Jürg Vollenweider kommentiert: «Da werde ich wohl wieder aufs bequeme und zuverlässige Auto umsteigen! So habe ich wenigstens Sitzplatzgarantie.» Auch Ernst Uebersax macht die Rechnung: «Da fahre ich mit dem Auto deutlich billiger und bin dann direkt vor der Haustür.»

Christian Cotting schreibt: «Aus Sicht der Bahn ist das ökonomisch nachvollziehbar. Aber für den Staat stellt sich die Frage, ob man so diverse Probleme wie Stau und Strassenunterhalt lösen kann.» Hugo Ottiger fordert: «Schraubt die ÖV-Preise runter, dass der normale Bürger nicht mehr mit dem Auto fährt! Nicht umgekehrt!»

«Bahnfahren in der Schweiz ist ein Privileg»

Eine kleine Lesergruppe blickt den teureren Tickets hingegen kulanter entgegen. Christoph Buettiker lobt: «Die Mitarbeiter der SBB machen einen tollen Job. Bahnfahren in der Schweiz ist ein Privileg, auch mit den neuen Preisen.» Hans Gusen fährt dieselbe Linie: «Ich schätze, wir haben weltweit das beste und pünktlichste ÖV-Netz. Etwas mehr Dankbarkeit wäre angebracht.»

Georg Huber wendet sich direkt an die Kritiker: «Alle, die sich jetzt beschweren, sollten mal eine Zeit lang mit der Deutschen Bahn fahren. Dann sehen sie, was schlechter Service zu überteuerten Preisen ist. Auch in anderen Nachbarländern ist es nicht besser.»

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