Leser zu importieren E-Bussen
«Immer nur auf die Kohle schauen und Chinaschrott kaufen!»

Die Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) kaufen für 230 Millionen Franken neue Elektro-Gelenkbusse. Allerdings geht ein grosser Teil des Geldes an den chinesischen Hersteller Yutong. Frühere Partner gehen leer aus. Das China-Shopping spaltet unsere Community.
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Die Zürcher Verkehrsbetriebe investieren 230 Millionen Franken in neue Elektro-Gelenkbusse.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die VBZ investieren 230 Millionen Franken in neue Elektrobusse, teils aus China
  • 60 chinesische Busse kosten 107 Millionen Franken, der Rest geht an Daimler
  • Kritik in der Community, aber es gibt auch Befürworter, die Qualität und Preis loben
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Alessandro KälinRedaktor Community

Die Zürcher Verkehrsbetriebe gehen im Ausland einkaufen. Der ÖV-Betreiber VBZ will insgesamt 230 Millionen Franken in neue Elektro-Gelenkbusse investieren. Allerdings wird der Auftrag zu grossen Teilen an das chinesische Unternehmen Yutong vergeben. Die 60 Busse aus China sollen über 107 Millionen kosten. Die übrigen 120,8 Millionen landen bei der Daimler Buses Schweiz AG in Winterthur. Ihre bisherigen Partner lassen die VBZ im Regen stehen.

Der Grund für die Neuorientierung ist ein Zerwürfnis mit dem Schweizer Hersteller Hess aus Bellach SO sowie dem deutschen Hersteller MAN. Aufgrund von immer wieder auftretenden Störungen und Problemen zweifeln die VBZ an der Zuverlässigkeit ihrer MAN- und Hess-Busflotte. Zudem habe Yutong das beste Preis-Leistungs-Verhältnis geboten. Trotz dieser Begründungen protestieren viele in unserer Community gegen den China-Auftrag.

«Unsere Wirtschaft wird immer mehr ins Ausland verscherbelt»

Viele Leserinnen und Leser erheben harte Vorwürfe gegen die VBZ. Dani Hofer ist ausser sich: «Immer nur auf die Kohle schauen und Chinaschrott kaufen! Wirklich gut gemacht, Zürich.» Benno Zimmerli kann nur zustimmen: «Unsere Wirtschaft wird immer mehr ins Ausland verscherbelt. Es ist ein Ausverkauf der Schweiz.» Eva Betschart fügt an: «Ja, so kann man Schweizer Firmen auch die Luft zum Atmen nehmen.»

Auch Thomas Leu steht für die Schweizer Industrie ein: «Damit bekämpft die Stadt Zürich den Fachkräftemangel in der Schweiz definitiv nicht. Das Know-how geht ebenfalls direkt nach China und bleibt wohl dort.» Ähnliches befürchtet Hermann Jodler: «Jedes Mal, wenn der Bund oder andere öffentliche Ämter etwas im Ausland einkaufen, kostet das Arbeitsplätze. Das kommt uns am Schluss um ein Vielfaches teurer!»

Reto Ballimann kritisiert zudem: «Den Bürgern ein schlechtes Gewissen einreden, wenn sie bei Temu bestellen, aber selbst in China einkaufen. Blanke Doppelmoral.» Andrea Strataco bläst ins selbe Horn: «Aber Herr und Frau Schweizer machen mit Auslandskäufen die Wirtschaft kaputt. Ist klar.» Claudia Neumann ist überzeugt: «Das ist wohl auch eine Ausrede, um die Kosten senken zu können. Glaube kaum, dass es nur an den vorherigen Busbauern lag. Gibt ja auch noch andere europäische Hersteller.»

«Die Chinesen sind uns um Längen voraus»

Andere aus der Leserschaft verteidigen die Entscheidung der Zürcher Verkehrsbetriebe. Armin Wernli kann die Aufregung nicht nachvollziehen: «Viel heisse Luft um nichts. Wie viele Importeure kaufen billig in China und verkaufen mit grossem Gewinn in der Schweiz?» Roland Hohler stimmt zu und ergänzt: «Wenn wir alles zurückgeben müssten, das aus dem Ausland kommt, wären unsere Häuser und Wohnungen praktisch leer. Warum sollte für den öffentlichen Verkehr ein anderer Standard gelten?»

Für Roland Greter ist der Fall klar: «Die VBZ will gute Qualität, die bisherigen Anbieter können diese nicht liefern. Dann orientiert man sich eben neu.» Andy Meier schliesst sich an: «Hätte die Qualität und Verlässlichkeit gestimmt, wäre Hess zum Zuge gekommen. Und auch bei MAN passt es offensichtlich nicht. Ich würde das Gleiche machen, wenn ich es bezahlen müsste.»

Yvonne Abt lobt: «Eine sehr gute Entscheidung, auf chinesische Hersteller zu setzen. Die Schweizer Industrie hat den Anschluss an China schon längst verpasst.» Auch Stephan Wipfli kommentiert: «Die Chinesen sind uns auch in diesem Fall um Längen voraus. Wir sollten uns ein Beispiel nehmen, statt zu jammern.»

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