Leser zu Spreitenbach-Kampf
«Solche Prügeleien sind ein klares Versagen der Erziehung!»

Eine brutale Prügelei zwischen Jugendlichen ereignete sich vor einer Schule in Spreitenbach. Eine aufgebrachte Mutter fordert nun Massnahmen durch den Lehrkörper, doch der Schulleiter weist die Verantwortung zurück. Das hat unsere Community dazu zu sagen.
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Am Montag nach dem Mittag kam es zu einer Schlägerei beim Schulhaus Glattler in Spreitenbach AG.
Foto: Leserreporter

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jugendliche prügeln sich vor Schulhaus in Spreitenbach, organisiert via Snapchat
  • Umfrage mit über 2'800 Teilnehmern, 12 Prozent setzen auf Prävention und Gespräche
  • 79 Prozent der Befragten verlangen sofortige Massnahmen gegen Beteiligte
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Alessandro KälinRedaktor Community

Vor anfeuerndem Publikum prügeln zwei Jugendliche rücksichtslos aufeinander ein. Brutale Schläge werden ausgetauscht, gezielt wird direkt ins Gesicht. Genau diese schockierende Szene spielte sich zu Beginn der Woche vor dem Schulhaus Glattler in Spreitenbach AG ab. Obendrein wird alles auf Video festgehalten. Eine besorgte Mutter meldet sich nun zu Wort

Sie spricht von einem «Fight Club», welcher sich über Snapchat organisiert. «Wer nicht kämpft, wird gemobbt», schildert sie weiter. Nun fordert sie ein Eingreifen durch die Lehrer und Schulsozialarbeiter. Schulleiter Stefan Wagner betont, dass die Schule informiert ist, bei solchen Fällen aber in erster Linie die Eltern verantwortlich sind. Wir haben unsere Leserinnen und Leser gefragt, wie sie bei Gewalttaten unter Jugendlichen vorgehen würden. 

Diese Massnahmen fordert die Leserschaft

In einer nicht repräsentativen Umfrage fordert eine überwältigende Mehrheit von 79 Prozent sofortige Sanktionen gegen alle Beteiligten. Weitere 12 Prozent der über 2800 Teilnehmer hält Präventionsarbeit und Gespräche mit Schülern, Lehrern und Eltern für die richtige Massnahme gegen Gewalt. 

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Die verbliebenen 9 Prozent sind der Ansicht, solche Konflikte gehören zur Pubertät dazu. Jugendliche würden so was untereinander klären, es bestehe kein Handlungsbedarf. In den Kommentaren wird wiederum scharf darüber diskutiert, wer nun in der Verantwortung steht. 

«Warum soll die Schule dafür zuständig sein, was Kinder in der Freizeit treiben?»

Ein Grossteil der Leserschaft will die Eltern der Jugendlichen zur Rechenschaft ziehen. Thomas Kopp kommentiert etwa: «Dieses Beispiel zeigt, dass viele ihre Kinder nicht mehr im Griff haben, obwohl sie das sollten. Die Schulen sind in den meisten Fällen machtlos.» Ben Steiner stimmt zu: «Der Staat ist für die Erziehung leider nicht verantwortlich. Es käme aber wahrscheinlich bei vielen Familien besser, wenn er das auch noch übernimmt.»

René Gruber kritisiert die Forderung der Mutter: «Warum soll die Schule dafür zuständig sein, was die Kinder in ihrer Freizeit treiben? Die Eltern sind für die Erziehung zuständig.» Benjamin Schmidt ergänzt: «Die Kontrolle vom Social-Media-Verhalten der Kinder ist Aufgabe der Eltern. Und dafür zu sorgen, dass sie nach der Schule nicht prügeln.» Thomas Kopp positioniert sich klar: «Dass es zu solchen Prügeleien kommt, ist ein klares Versagen der Erziehung!»

«Jetzt muss endlich fertig sein mit der Kuscheljustiz!»

Trotzdem gibt es auch Stimmen, die nicht allein die Eltern in der Schuld sehen. Heinz Bucher geht mit den Lehrpersonen ins Gericht: «Komisch, es schimpfen sich doch alle Pädagogen als Erzieher. Aber wenn es dann darauf ankommt, wer die Verantwortung trägt, schleichen sich alle davon.» Sacha Huber bläst ins selbe Horn: «Man kann ein Kind noch so gut erziehen, wenn der Nachbar die Aufgabe nicht so ernst nimmt. Deshalb nehme ich die Schule doch wieder in die Pflicht.»

Dora Häusermann ruft zu rechtlichen Massnahmen auf: «Wie lange wird das von der Polizei noch geduldet? Solange diese Täter mit Samthandschuhen angefasst werden, wird sich nichts ändern.» Hans Meister fordert gar: «Auch Jugendliche gehören in das Erwachsenenstrafgesetz. Jetzt muss endlich fertig sein mit der Kuscheljustiz!» Elisabeth Hager schlägt vor: «Die Jungs zwei Stunden in Handschellen stecken könnte schon etwas bringen.»

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