Hier prügeln sich die Teenager
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Gezielte Schläge ins Gesicht:Videos zeigen wüste Schüler-Prügelei in Spreitenbach AG

«Fight Club» neben Schule in Spreitenbach AG eskaliert – Mutter empört
«Wer nicht kämpft, wird gemobbt»

Schockierende Szenen in Spreitenbach AG: Zwei Jugendliche liefern sich einen brutalen Kampf vor dem Schulhaus, organisiert über Snapchat. Eine besorgte Mutter kritisiert die Untätigkeit der Schule und weist auf Online-Mobbing hin.
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Am Montag nach dem Mittag kam es zu einer Schlägerei beim Schulhaus Glattler in Spreitenbach AG.
Foto: Leserreporter

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In Spreitenbach AG prügeln sich Jugendliche vor dem Schulhaus Glattler
  • Die Schlägereien werden auf Snapchat organisiert, es werden Wetten abgeschlossen und Teilnehmer unter Druck gesetzt
  • Schule und Polizei untersuchen die Sache, Gewaltvorfälle auf dem Schulgelände seien laut Schulleiter selten

Eine Faust ins Gesicht, ein Tritt in den Bauch. Spreitenbach AG, Montagnachmittag. Zwei Jugendliche schlagen aufeinander ein. Ihre Kollegen schreien, filmen und verherrlichen die Gewalt. Wie es auch einer tat, dessen Video Blick zugespielt wurde.

Mit breit gespreizten Beinen stehen sich die beiden Teenies gegenüber, die Fäuste geballt. Sie zielen direkt aufs Gesicht des anderen und schlagen mehrmals stark zu. Laut Informationen, die Blick vorliegen, fand die Schlägerei am Montag nach dem Mittag beim Schulhaus Glattler statt.

Aus Angst vor Rache gegenüber ihrem Kind will eine Mutter nur anonym sprechen. Sie sagt: «Die Lehrer und Schulsozialarbeiter unternehmen nichts gegen diese Kämpfereien und reagieren nur, wenn es Probleme gibt.» Sie sorgt sich, dass auch andere Kinder in den Gewaltsog gezogen werden.

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Dieser «Fight Club», wie die Mutter ihn nennt, organisiere sich online auf Snapchat. «Ort und Zeit werden im Chat definiert», sagt sie. Anschliessend würden Wetten in der Gruppe abgeschlossen und die Kontrahenten unter Druck gesetzt, sagt sie. «Wer nicht kämpft, wird gemobbt», sagt die Mutter aus Spreitenbach. Dem Blick-Reporter zeigt sie ein Profil auf Tiktok. Darauf wird ein Jugendlicher öffentlich diffamiert. Um wen es sich handelt, liess sich nicht verifizieren.

Schule verurteilt Gewalt

Schulleiter Stefan Wagner bestätigt auf Anfrage den Vorfall. «Wir wissen, dass es im Rahmen der Freizeit zu solchen Auseinandersetzungen kommt, und sind im engen Austausch mit der Polizei», sagt er. Weitere Informationen zur gestrigen Schlägerei habe die Schule noch nicht.

«Diese Auseinandersetzung fand im ausserschulischen Bereich statt. Wir werden die Diskussion mit den Jugendlichen und deren Eltern suchen», sagt er und betont, dass grundsätzlich die Eltern in der Verantwortung seien. Der Schulleiter ergänzt: «Im schulischen Rahmen sind Begegnungen meistens friedlich und altersentsprechend, und sie werden seitens der Lehrpersonen und der Schulleitung gut beobachtet; fehlbare Jugendliche werden entsprechend betreut.»

Ob sich die Kontrahenten beim Schlagabtausch verletzt haben, ist unklar. Die Eltern der Jugendlichen waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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