Darum gehts
- Seit Januar 2026 verursacht ein neues IT-System beim Seco massive Probleme
- Tausende Arbeitslose warten auf Zahlungen, teils schon seit neun Monaten
- Leserschaft fordert Konsequenzen und harte Strafen
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat seit Januar 2026 gewaltige IT-Sorgen. Tausende Arbeitslose in der Schweiz leiden unter der holprigen Einführung eines neuen Informatiksystems. Cortis S.* (51) wartet seit ganzen neun Monaten auf Überweisungen der Arbeitslosenkasse. Das obwohl er seit über 20 Jahren in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt.
Als das neue IT-System zu Beginn des Jahres eingeführt wurde, kam es zu direkt zu einem Absturz, der sich bis in den April zog. Deswegen stauen sich bei der Seco nun Tausende Dossiers an, die abgearbeitet werden müssen. Cortis S.* ist einer von vielen, der wegen des schleichenden Arbeitsprozesses um seine Existenz bangen muss. Auch in der Blick-Community sorgt der Fall für Frust und Unverständnis.
Unmut in der Kommentarspalte
Die Mehrheit der Leserinnen und Leser zeigt sich empört über die aktuelle Situation beim Seco. So schreibt Olivier Bärtschi: «Da muss der Staat sofort aktiv werden. Es ist ja sonst für alles Geld vorhanden. Hier geht es um Existenzen.» Pascal Baumann stimmt zu. «Furchtbar. Vor allem, wenn vorher 20 Jahre lang einbezahlt wurde.»
Auch Beni Amstad kritisiert die Situation: «Beim Geldeinkassieren gibt es hingegen nie IT-Probleme, wie mir scheint.» Auch Ingo Berg spricht von Doppelmoral: «Wenn es um Rückzahlungen geht, wird das meiner Erfahrung nach in Minuten erledigt. So geht da einfach nicht.»
«Jetzt braucht es harte Strafen für die Verantwortlichen»
Viele fordern umgehend Konsequenzen für die Verantwortlichen. Darunter auch Kyra Bäumler: «Dieses Geld steht Arbeitslosen rechtlich zu! Die Leute neun Monate warten zu lassen, ist mehr als nur eine Panne! Das sollte Konsequenzen nach sich ziehen.»
Andere bringen konkrete Lösungsvorschläge ein. Stephan Kummer schlägt vor: «Der Bund sollte eine Stelle schaffen, welche bei solchen Problemen Geld vorschiesst!» Auch für Giacomo Molay ist klar: «Solange Angestellte und Politiker von Bund, Kantonen und Gemeinden keine Konsequenzen für ihr Handeln tragen müssen, wird sich nichts an diesem inakzeptablen Zustand ändern.»
* Name geändert