Leser zu Reisen des Bundesrats
«Cassis soll seine Flüge zurück ins Tessin selbst bezahlen!»

301 Flugreisen haben unsere Bundesräte im letzten Jahr angetreten. Viele davon Auslandsflüge, aber auch einige innerhalb der Schweiz. Die hohe Anzahl an Flügen lässt unsere Leserschaft aufhorchen.
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Die Bundesräte können für ihre Reisen auf zahlreiche Fluggeräte zählen. So etwa den Jet Citation Excel 560XL von Hersteller Cessna.
Foto: © VBS-DDPS

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Bundesräte flogen 2025 insgesamt 301 Mal, Cassis Spitzenreiter
  • 85 Flüge von Cassis, Keller-Sutter 46, Parmelin 43 im Jahr 2025
  • Kritik an Inlandflügen, trotz Verständnis für notwendige Auslandsreisen
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Alessandro KälinRedaktor Community

Unsere Bundesräte haben im Jahr 2025 ordentlich Zeit über den Wolken verbracht. Zusammengezählt sammelten die Räte insgesamt 301 Flüge an. Mit 85 Flugreisen führt Ignazio Cassis (64, FDP) die Rangliste an. Viele ins Ausland in seiner Funktion als Aussenminister, aber auch einige Inlandflüge, zwischen Arbeitsort Bern und der Tessiner Heimat. 

Auch Finanzministerin Karin Keller-Sutter (62, FDP) und Wirtschaftsminister Guy Parmelin (66, SVP) sammelten mit ihren jeweils 46 und 43 Flügen einige Flugmeilen. Die vielen Flugreisen werden auch in unserer Kommentarspalte zum Diskussionsthema. Es herrscht Uneinigkeit.

«Von mir aus können sie jeden Tag fliegen»

Viele Kommentatorinnen und Kommentatoren zeigen Verständnis für die Flugreisen des Bundesrats. Kurt von Gunten kommentiert etwa: «Lasst sie fliegen, so viel sie wollen. Sie arbeiten schliesslich für unsere Heimat.» Andreas Siegenthaler stimmt zu: «Von mir aus können sie jeden Tag fliegen, solange ich mich in diesem Land gut vertreten fühle.» Auch Erwin Burren sieht kein Problem: «Sie müssen unser Land nach aussen vertreten, in der aktuellen geopolitischen Lage erst recht!»

Pedro Pinheiro führt aus: «Dass die Vertreter je nach Departement viel fliegen müssen, bringt das Amt mit sich. Bei manchen Bundesräten erschliesst sich mir das nicht ganz, aber im Grossen und Ganzen scheinen sie es mit dem Fliegen nicht zu übertreiben.» 

«Ein Hohn für den Steuerzahler!»

Andere Leserinnen und Leser sprechen sich gegen das Flugverhalten der Räte aus, besonders im Inland. Michael Meier beanstandet etwa: «Umweltschutz ist sehr wichtig, heisst es immer vom Bund. Ein Hohn für den Steuerzahler!» Auch Guido Nützi spottet: «Ja klar, am Gotthard hat es ja Stau und man will schnell zu Hause sein. Nur eben alles auf Kosten der Bürger.»

Peter Müller hebt hervor: «Als Aussenminister ist es logisch, dass man am meisten den Bundesratsjet nutzt. Aber nicht, um nach Hause zu fliegen. Cassis' Arbeitsort ist Bern, da soll er seine Flüge zurück ins Tessin selbst bezahlen!» Peter Haldemann stimmt zu: «Inlandflüge müssten verboten werden. Feierabend- oder Wochenendflüge ins Tessin sowieso.»

Manfred Hürlimann fragt entgeistert: «Für was um Himmelswillen bekommen die Bundesräte das GA gratis, wenn sie trotzdem Inlandsflüge machen? Auch Hans Blatter fragt: «Für was haben die ein 1. Klasse GA? Für mich ist das wie Wasser predigen, aber Wein trinken.»

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