Leser zu Rausschmiss aus überfülltem Zug
«Von Qualität und Service kann bei den SBB schon lange nicht mehr die Rede sein!»

Mehrere Passagiere mussten am Donnerstag in Yverdon VD widerwillig aus ihrem Zug aussteigen. Die Waggons waren zu überfüllt für die Weiterfahrt. Ein Leserreporter echauffiert sich über die Massnahme der SBB. In unserer Community herrscht Uneinigkeit.
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Ein Zug von Solothurn nach Lausanne war am Donnerstagabend überfüllt.
Foto: Leserreporter

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • SBB-Zug von Solothurn nach Lausanne war am Donnerstag überfüllt, Abfahrt verzögert
  • Sicherheitsvorschriften zwangen Zugpersonal, Passagiere in Yverdon VD aussteigen zu lassen
  • Verspätung: 13 Minuten, viele verpassten Anschlüsse, Kritik an SBB häuft sich
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Alessandro KälinRedaktor Community

Am Donnerstag machte sich die SBB auf der Strecke von Solothurn Richtung Lausanne keine Freunde. Aufgrund der verkürzten Zugskomposition war ein Zug so überfüllt, dass die Abfahrt aus Yverdon VD nicht möglich war. Die stehenden Passagiere wurden daraufhin vom Zugpersonal dazu aufgefordert, auszusteigen. Ein Leserreporter erlebte die ganze Situation mit und berichtet, dass sich die Weiterfahrt um 13 Minuten verzögerte. 

Laut ihm hätten wegen der Verzögerung viele Passagiere ihre Anschlüsse verpasst. Er kann die Massnahme nicht nachvollziehen. SBB-Mediensprecherin Carmen Hefti erklärt den Vorfall mit den Sicherheitsvorschriften in Zügen. Letztlich würden Zugführer und Personal entscheiden, ob zu viele Personen in den Wagen sind. In Fällen wie einer Evakuierung ist die Maximalkapazität des Zuges ein entscheidender Faktor, führt sie aus. Viele unserer Leserinnen und Leser geben sich mit dieser Erklärung nicht zufrieden. 

«Und die SBB will, dass wir mehr mit dem ÖV fahren?»

Die SBB muss sich für den Vorfall einiges an Kritik aus unserer Community gefallen lassen. Peter Niederer ist stinkwütend: «Horrende Preise für die Billette und dann so was. Unglaublich! Von Qualität und Service kann bei den SBB schon lange nicht mehr die Rede sein!» Peter Moser stimmt zu: «Wenn die SBB schon anfängt, Leute aus dem Zug zu schmeissen, dann sehe ich schwarz für den ÖV.»

Beatrix Jud schreibt: «Das passiert auf manchen Strecken leider andauernd. Das ist mit ein Grund, weswegen viele trotz Stau immer wieder aufs Auto umgesteigen.» Jörg Siegenthaler kommentiert ebenso: «Die SBB ist entschieden zu teuer für den schlechten Service. Mit dem Auto gehts besser.» Rolando Lombardi merkt an: «Und die SBB will, dass wir mehr mit dem ÖV fahren? Die sind ja nicht mal in der Lage, zu Stosszeiten ihre Passagiere zu transportieren!»

Stephan Codiroli fragt: «Wieso setzt die SBB auf dieser Strecke verkürzte Kompositionen ein? Da braucht man gar nichts schönzureden. Klar geht die Sicherheit der Passagiere vor, aber das Problem ist hausgemacht.» Michael Möri beanstandet ebenso: «Der verkürzte Zug sagt schon alles. Ich würde mich weigern, auszusteigen.»

«Die Zugbegleiter haben absolut richtig gehandelt»

Die Gegenseite verteidigt das Handeln des Zugpersonals wiederum. Markus Steger ist einer von ihnen: «Die Zugbegleiter haben absolut richtig gehandelt. Überfüllte Züge sind sehr unangenehm und stellen ein erhöhtes Risiko dar, wenn evakuiert werden muss.» Martin Lüssi kommentiert: «Auch wenn die verkürzte Zugskomposition ärgerlich ist, die Massnahme ist aus Sicherheitsgründen absolut nachvollziehbar.»

Thierry Eutone wendet sich direkt an die Kritiker: «Wenn der Zug zu voll ist, ist er zu voll. Würdet ihr etwa die Verantwortung dafür übernehmen wollen, falls es zu einem Unglück kommt? Ich denke nicht.» Auch Reto Menzi rügt: «Es kann ja wohl nicht sein, dass schon die kleinste Preiserhöhung kritisiert wird, aber dann noch mehr Verbindungen gefordert werden.»

Ruedy Baarer fragt: «Wo ist das Problem? Ich glaube bei unserem Verkehrsnetz kaum, dass die Betroffenen lange auf den nächsten Zug warten mussten. Völlig unnötig, sich hier aufzuregen.» Martin Lutz bläst ins selbe Horn: «Die Schweiz hat so einen dichten Fahrplan, dass es also wirklich zumutbar ist, auf den nächsten Zug zu warten.»

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