Leser zu Aufreger am Brünig-Schwinget
«Ihm den Handschlag zu verweigern, ist unterste Schublade»

Der Handschlag blieb aus, die Diskussion nicht. Nach dem umstrittenen Entscheid am Brünig-Schwinget 2026 gehen die Meinungen in der Community auseinander: Die einen kritisieren den Kampfrichter-Entscheid, die anderen Schlegels Verhalten.
Kommentieren
1/5
Werner Schlegel verweigerte nach seiner Niederlage gegen Jonas Amrhyn (l.) den Handschlag.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Werner Schlegel verweigert nach umstrittener Niederlage auf dem Brünig den Handschlag
  • Publikum reagiert mit Pfiffen, Community gespalten über Schlegels Verhalten
  • Video zeigt umstrittenen Entscheid: Schulter war nicht vollständig platt laut Kommentaren
Eva_Kunz_Senior Community Editorin_Ringier_3-Bearbeitet.jpg
Eva KunzSenior Community Editorin

Der verweigerte Handschlag von Werner Schlegel sorgt weit über die Sägemehlringe hinaus für Gesprächsstoff. Nach der umstrittenen Kampfrichter-Entscheidung im Duell mit Jonas Amrhyn marschierte der Toggenburger wutentbrannt zum Kampfrichtertisch und liess seinen Gegner zunächst stehen. Auf den Rängen blieb die Szene nicht unbeachtet: Aus dem Publikum waren Pfiffe und Buhrufe zu hören.

Obwohl Schlegel später erklärte, er habe den Handschlag nicht bewusst verweigern wollen und sich mit Amrhyn ausgesprochen, blieb die Szene haften. Auch bei unserer Leserschaft. Ein Blick in die Kommentarspalten zum Handschlag-Aufreger zeigt: Die Community ist gespalten.

«Kampfrichter sind auch beim Schwingen keine Götter»

Insbesondere der umstrittene Entscheid sorgt in den Kommentarspalten für Diskussionen. «Also das war nie im Leben ein Resultat. Die zweite Schulter war nicht mal für eine Sekunde platt, man siehts im Video ganz genau ... unverständlich, absolut!», schreibt etwa Rob Hug. Auch Manolo Rodriguez hält fest: «Nein, der Entscheid ist nicht vertretbar. Schlegel war nicht auf dem Rücken.»

Roland Fehr findet: «Die Kampfrichter sind auch beim Schwingen keine Götter. Und der Entscheid war mehr als offensichtlich falsch.» Auch Michael Gerber gehört zu denjenigen, die ihren Unmut äussern. «So macht Schwingen anschauen keinen Spass mehr», schreibt er. «Schlegel wird so der Schlussgang gestohlen!»

Roman Feusi bezeichnet den Entscheid der Tischkampfrichter als «höchst fragwürdig» und «nicht vertretbar». «Einen solchen wichtigen Entscheid aus seiner Entfernung zu sehen, ist fast nicht möglich», schreibt er. «Was jetzt noch helfen kann, wäre entweder eine Entschuldigung als Einsicht für den Fehler, ansonsten eine Degradierung des verantwortlichen Platzrichters.»

«Ist ein Tatsachenentscheid des Kampfgerichts – und fertig»

Andere Leserinnen und Leser verteidigen den Entscheid, etwa Andy Schenk. «Es ist ein Tatsachenentscheid des Kampfgerichts und fertig.» Die Diskussionen gebe es aus seiner Sicht nur wegen der Fernsehbilder: «Dann können sie ja gleich den VAR einführen.» Otto Brummer sieht es ebenso: «Schlegel lag mit beiden Schultern im Sägemehl, wie es auf den Fernsehbildern zu sehen ist. Demzufolge Niederlage.»

Viele Kommentierende kritisieren zudem Schlegels Reaktion nach dem Entscheid. Thomas Blaser kommentiert: «Auch wenn es kein klarer Sieg war, sollte Schlegel seinem Gegner die Hand schütteln.» Der Gegner könne nichts für den Entscheid der Kampfrichter, betont er. «Ich mag Schlegel, aber sein Verhalten in diesem Moment fand ich nicht angebracht.»

«Schlegel zeigte hier seine Arroganz»

Ähnlich sieht es Ernst Zimmermann: «Werner Schlegel, in der Niederlage zeigt man Grösse.» Manuel Bangerter schreibt: «Klar, das Resultat war umstritten. Aber Schlegel zeigte hier seine Arroganz. Der Gegner kann nichts dafür. Ihm den Handschlag zu verweigern, ist unterste Schublade.»

Es finden sich aber auch unterstützende Stimmen. «Ich verstehe Schlegel schon. Wenn man nicht verloren hat, muss man auch nicht die Hand geben», schreibt Leonhard Gabathuler. Durch den Fehlentscheid sei «das ganze Fest kaputt gemacht» worden. Emil Manser wiederum lobt Schlegels «Emotionen und seinen Ehrgeiz» und ist überzeugt: «Er wird seinen Weg machen, wenn er so weitermacht.»


Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen