Leser zu AfD-Vormarsch
«Die Deutschen haben aus der Geschichte nichts gelernt»

Die AfD könnte bald ihr erstes Bundesland regieren. Eine Umfrage zeigt, dass die Partei in Sachsen-Anhalt aktuell deutlich vorne liegt. Der derzeitige Höhenflug der AfD spaltet unsere Leserschaft.
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«Der gefährlichste Mann Deutschlands»: AfD-Anhänger lassen sich die «Spiegel»-Titelseite von Ulrich Siegmund signieren.
Foto: imago/Karina Hessland

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ulrich Siegmund (35) könnte in Sachsen-Anhalt erster AfD-Ministerpräsident werden
  • Entscheidung am 6. September, AfD aktuell mit steigender Zustimmung in Umfragen
  • Siegmund plant radikalen Umbau, inklusive Abschaffung des Verfassungsschutzes und des Euros
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Alessandro KälinRedaktor Community

Deutschland hält gespannt den Atem an. Grund dafür ist Ulrich Siegmund (35), Fraktionsvorsitzender der AfD. Der «gefährlichste Mann Deutschlands» hat gute Chancen, in Sachsen-Anhalt zum ersten AfD-Ministerpräsidenten gewählt zu werden. Ein Sieg würde einen radikalen Umbau für das ostdeutsche Bundesland bedeuten. Unter anderem will Siegmund dem Verfassungsschutz, Schulmodellen und den Rundfunkgebühren an den Kragen.

Die AfD hat die Augen auf ganz Deutschland gerichtet

Auch Parteichefin Alice Weidel (47) fährt einen aggressiven Kurs. «Unser Land wird kaputtgemacht», schimpft sie in einem ZDF-Interview gegen die aktuelle Regierung. Die historische Zustimmung, welche die AfD aktuell beim deutschen Volk erfährt, bestärkt sie nur noch in ihren Ambitionen. Laut Umfragewerten führt die Partei bundesweit mit 27 Prozent. «Die CDU wird keine einzige Bundestagswahl mehr gewinnen», prognostizierte sie kürzlich selbstsicher. Ihr Ziel ist das Amt als Bundeskanzlerin. Mit hehren Zielen, denn die AfD will nicht nur der deutschen Grenzpolitik und dem Klimaschutz auf den Zahn fühlen. Auch eine innigere Beziehung zu Russland und die Abschaffung des Euros gehören zu den Zukunftsvisionen.

Die Entscheidung in Sachsen-Anhalt könnte ein erster Ausblick auf die Zukunft Deutschlands sein. Eine immer greifbarer werdende AfD-Regierung löst in unserer Leserschaft eine grosse politische Debatte aus.

Sorgenvolle bis freudige Kommentare

In der Leserdiskussion spaltet sich unsere Community in zwei klare Lager. Ein Teil der Kommentatoren zeigt sich höchst alarmiert. «Den Verfassungsschutz abschaffen? Dies sagt viel über diese Partei aus. Das passt nicht zu einem demokratischen Staatsgebilde», schreibt etwa Albi Wyss. Auch Reto Stork teilt seine Sorge: «Russlandfreundlichkeit und EU-Austritt. Wenn die Mehrheit da mitgeht, ist Feierabend.»

Für Patrick Meier zeichnen die jüngsten Umfrageergebnisse ein düsteres Bild: «Wer denkt, es gehe mit einer AfD-Regierung aufwärts, der wird hart auf dem Boden der Tatsachen aufkommen. Diese Partei bedeutet eine schwarze Zukunft für Deutschland.» Auch Josef Gassmann zeigt sich pessimistisch: «Wenn Frau Weidel an die Macht kommt, können wir uns in ganz Europa warm anziehen.»

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Da sieht man, welche Menschen man mit Hass und Hetze überzeugen kann.
Stefan Albisser
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Auch Stefan Albisser hat harte Worte für die Partei übrig: «Da sieht man, welche Menschen man mit Hass und Hetze überzeugen kann. Sachliche Politik betreibt die AfD meiner Meinung nach nicht.» Benno Lutz wirft einen unruhigen Blick zurück: «Die Deutschen haben aus der Geschichte wohl absolut nichts gelernt.»

Fans sehen AfD als Beispiel für die Schweiz

Die Opposition spricht wiederum in hohen Tönen von der AfD. Süleyman Kovanci ist einer von ihnen: «Hätte ich Stimmrecht in Deutschland, würde ich ohne mit der Wimper zu zucken die AfD wählen. Die machen zuerst Politik für Deutschland und Deutsche!» Auch Nick Heizmann will der AfD eine Chance geben: «Wenn sie alles so durchsetzen, wie in ihrem Wahlprogramm beschrieben, wäre das top für Deutschland. Da bin ich sicher.»

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Ein zufriedenes Volk wählt nicht so deutlich rechts!
Rudolf Forster
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Rudolf Forster hebt hervor: «Es ist einfach, die AfD zu verurteilen, statt sich dem wirklichen Problem zu stellen. Was hat die deutsche Regierung falsch gemacht, dass eine solche Partei so einen Zuwachs hat?» Für ihn ist klar: «Ein zufriedenes Volk wählt nicht so deutlich rechts!»

Sepp Meyer kommentiert gar: «Es braucht eine Partei wie die AfD in Deutschland. Anders ist dieses Land nicht mehr zu retten. Gleiches gilt auch für die Schweiz. Alice Weidel hat mehr Mut als alle unsere Bundesräte zusammen!» Auch Manuel Martin ist überzeugt: «Der Schweiz würde es sehr guttun, ebenfalls eine Alice Weidel zu haben.»

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