Community zu Wegrecht-Zoff
«Ihm ist das Geld wichtiger als eine friedliche Nachbarschaft»

In Altdorf UR tobt ein Nachbarschaftsstreit. Der Weg in die Tiefgarage zweier Mehrfamilienhäuser führt über Jean-Pierre Steigers Grundstück. Er will deshalb Wegzoll verlangen. Unsere Community diskutiert den Fall und berichtet von eigenen Wohnkonflikten.
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Jean-Pierre Steiger aus Altdorf sorgt für Unruhe im Quartier.
Foto: Raphaël Dupain

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jean-Pierre Steiger fordert Wegzoll für Tiefgaragenzufahrt in Altdorf UR
  • Kein Wegrecht eingetragen, Nachbarn kritisieren Steigers Haltung als «Abzocke»
  • Lesermeinungen gespalten: Viele kritisieren Steiger, einige unterstützen sein Vorgehen
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Alessandro KälinRedaktor Community

Wohnungseigentümer Jean-Pierre Steiger (51) verlangt von seinen Nachbarn Zoll für die gemeinsame Garagenzufahrt. Was absurd klingt, ist auf einen 15 Jahre alten Planungsfehler zurückzuführen. Für die Tiefgarage, die Steiger mit weiteren Anwohnern an der Winkelgasse in Altdorf UR teilt, wurde kein Zufahrtsrecht eingetragen. Der Weg, den die ganze Wohngemeinschaft nutzt, führt über Steigers Grund und Boden. Deswegen sollen ihm die Besitzer der Garagenboxen nun Wegzoll zahlen.

Der 51-Jährige rechtfertigt seine Türsteheraktion damit, dass seine eigene Parzelle durch die Garagenzufahrt an Wert verliert. Die anderen Stockwerkeigentümer der beiden betroffenen Wohnhäuser kritisieren ihn geschlossen. Sie wollen die Situation aussergerichtlich mit einem Dienstbarkeitsvertrag regeln. Steiger beharrt jedoch auf seinem Wegrecht. Für viele in unserer Community sind solche Nachbarschaftskonflikte nichts Neues. 

Auseinandersetzungen mit Nachbarn aus der Leserschaft

Einige Leserinnen und Leser berichten von ähnlichen Streitereien mit Nachbarn. Jacqueline Huber schreibt etwa: «Ich erlebe mit meinen Nachbarn genau dasselbe, fast noch schlimmer. Ich und die anderen Eigentümer bräuchten einen Helikopter, um zur Gemeindestrasse zu gelangen.» Reto Järmann berichtet von sich selbst: «Mein Nachbar wollte auf dem gemeinsamen Dach ohne Absprache eine Solaranlage installieren.»

Auch Emil Nibegger schildert einen Streitfall: «Mein Nachbar hat meiner Enkeltochter eine Unterlassungsklage angedroht, wenn sie noch einmal sein Grundstück betritt. Sie hat lediglich den Ball geholt, der versehentlich auf sein Grundstück gerollt ist.» Er kann nicht verstehen, wieso kein friedliches Zusammenleben möglich ist. Im Fall der Tiefgarage fragen sich viele in den Kommentaren dasselbe.

«Wenn du dir das Leben zur Hölle machen willst, ...»

Die Kritik gegen Steiger ist in unserer Leserschaft gross. Bernd Helmut ist einer von jenen, die mit dem Eigentümer ins Gericht gehen: «Im Recht sein und dieses einfordern schön und gut. Moralisch gesehen ist das aber einfach nur Abzocke!» Barbara Ryser fügt an: «Schade, ist ihm das Geld wichtiger als eine friedliche Nachbarschaft. Unsere Nachbarn müssen immer über unser Land, damit sie zu ihren Häusern können. Kein Wegrecht, aber dafür herrscht Frieden.»

Julio Freaza ist überzeugt: «Herr Steiger scheint kein Interesse an einem friedlichen Zusammenleben zu haben.» Bina Balinka kommentiert: «Früher galt Anstand, Sitte und Moral. Heute wird auf Recht gepocht. Wer sich so starr an Regeln hält, der ist weltfremd unterwegs.» Mathias Kasdorf schreibt nur: «Wenn du dir das Leben zur Hölle machen willst, dann verdirb es dir mit deinen Nachbarn.»

«Lasse Nachbarn nicht gratis über mein Grundstück fahren»

Andere verteidigen Steiger in seinem Handeln. Hans Meyer würde exakt dasselbe tun: «Gut so, Herr Steiger, ja nicht nachgeben. Ich lasse meine Nachbarn auch nicht gratis über mein Grundstück fahren.» So sieht es auch Kurt Meier: «Ich finde, Herr Steiger hat absolut das Recht, einen Betrag für das Benützen seines Bodens einzufordern.»

Auch für Rolf Wysshaar ist die Sache klar: «Durchziehen, Recht ist Recht. Kein eingetragenes Wegrecht bedeutet keine Passage oder eben zahlen. Da gibt es nichts zu diskutieren.» Hausi Gerber hebt zudem hervor: «Steiger muss die Zufahrt vermutlich auch unterhalten. Einen Beitrag von den Benutzern finde ich gerechtfertigt.»

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