Thomas Z. inspiziert mit Blick den umstrittenen Weg
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«Könnte Hangrutsche geben»:Thomas Z. inspiziert mit Blick den umstrittenen Weg

Leser zu Fehde um Kiesweg
«Das ist kein Wegrecht, sondern einfach respektlos»

In Walkringen BE tobt eine Fehde um einen Kiesweg. Thomas Zimmermann führt einen Rechtsstreit gegen seinen Nachbar und Gemeinderat Andreas Künzler, der den Weg unerlaubt ausgebaut hat. Unsere Leserinnen und Leser sind in ihrer Meinung ebenso gespalten wie die Anwohner.
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Thomas Zimmermann (40) ist stinksauer. Seit rund drei Jahren streitet er mit seinem Nachbarn.
Foto: Karin Frautschi

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Bauer Thomas Zimmermann aus Walkringen streitet mit Nachbar Künzler über Wegausbau
  • Künzler verbreiterte den Feldweg eigenmächtig, beruft sich auf Wegrecht
  • Gemeinde, Polizei und Anwälte involviert, Mehrheit der Leser unterstützt Zimmermann
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Alessandro KälinRedaktor Community

Ein Kiesweg führt zu Krieg zwischen Nachbarn. Bauer Thomas Zimmermann (40) klagt gegen seinen Nachbarn und Gemeinderat Andreas Künzler (68). Dieser hat den durch Zimmermanns Grundstück führenden Weg ohne Rücksprache verbreitert und bekiest.

Zimmermann habe mehrfach das Gespräch gesucht. Vergeblich, denn Künzler beharrt auf seinem geltendes Fuss- und Fahrwegrecht. Nun sind die Gemeinde Walkringen BE und Anwälte in die Auseinandersetzung involviert. Auch die Polizei musste schon wegen mutmasslichen Morddrohungen aktiv werden.

«Richtig so, sein Eigentum soll geschützt werden!»

Auch unsere Leserinnen und Leser diskutieren darüber, wer im Recht ist. Für die Mehrheit der Leserschaft ist Zimmermann ganz klar im Recht. Robert Hartmann schreibt: «Richtig so, sein Eigentum soll geschützt werden!» Auch für User Daniel Schnyder ist klar: «Wenn jemand einen Weg ausbaut, auch wenn ein Durchgangs- und Fahrrecht besteht, hat derjenige zuerst den Grundeigentümer zu fragen.» Beat Krättli stimmt zu: «Den Weg nach eigenen Vorstellungen, gestalten zu können, ist kein Wegrecht. Das ist einfach respektlos.»

Leser Sven Gary meint: «Unterhalt ja, aber bauliche Veränderung gehört sicher nicht zum Wegrecht. Zimmermann kann definitiv verlangen, dass der Nachbar die Verbreiterungen zurückbaut.» Er könne den Bauern gut verstehen. Garry fügt an: «Hier geht es nicht nur ums Gesetz, sondern um das Minimum an Respekt und Anstand zwischen Nachbarn.»

Für weitere Leserinnen und Leser steht anstelle des geltenden Rechts die gute Sitte im Vordergrund. «Schade, muss man so miteinander umgehen!», beanstandet Martin Schmid. Er führt aus: «Gerade wegen seiner Position hätte der Nachbar zuerst fragen sollen. Oder denkt der Gemeinderat, er hätte das nicht nötig?»

«Der Bauer soll doch froh sein»

Die Gegenseite versteht die Aufregung nicht. Für sie wirkt der Kiesweg wie ein Segen. «Was soll dieses Gestürm und das sture Beharren?», fragt Idé Modi. Sie fügt an: «Der Bauer soll doch froh sein, wenn ihm ein neuer, befahrbarer Weg gemacht wird. Fritz Voney schliesst sich an: «Der neue Weg sieht doch viel stabiler und besser aus. Und obendrein hat der andere alles gemacht und bezahlt. Sehe kein Problem.»

«Das ist ja eine Zumutung, durch den Dreck zum Haus fahren zu müssen. Das Problem liegt bei Zimmermann!», kommentiert Rudolf Zaugg gar. Auch für Leo Furrer ist die Angelegenheit klar: «Der Weg vorher war ja bestenfalls ein Trampelpfad. Damit man mit dem Auto durchkommt, braucht es halt einen anständigen Weg.»

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