Darum gehts
- Am 30. Mai blockiert eine Demo die Brennerautobahn für acht Stunden
- 300'000 Autofahrer betroffen, mögliche Staus in Schweiz über Gotthard und Co
- 58 Prozent von 1'200 Umfrageteilnehmenden fordern ein Verbot solcher Proteste
Am 30. Mai gibt es kein Durchkommen auf der österreichischen Brennerautobahn im Tirol. Eine Demo blockiert die Strecke für ganze acht Stunden. Somit wird eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen von Deutschland nach Italien gesperrt sein.
Die 300'000 betroffenen Autofahrerinnen und Autofahrer werden sich voraussichtlich auf die Ausweichstrecken über den Gotthard, San Bernardino oder die Tauernautobahn verteilen. Somit könnte auch die Schweiz von massiven Staus betroffen sein. Die Meinungen zu solchen Aktionen spalten unsere Community.
Gehören Proteste auf wichtigen Verkehrsachsen untersagt?
Eine nicht repräsentative Umfrage mit über 1'200 Teilnehmern zeigt, dass ganze 58 Prozent für ein Verbot solcher Demonstrationen sind. Der Betrieb wichtiger Verkehrsachsen hat für sie klare Priorität.
Die Gegenseite von 26 Prozent ist der Meinung, solche Proteste sollten immer erlaubt sein. Sie seien ein wichtiges Instrument der Meinungsfreiheit. Die verbliebene 16 Prozent treffen sich in der Mitte. Demos ja, aber nur mit klaren Auflagen.
«Warum bewilligt man eine Demo auf der Autobahn?»
Eine hohe Zahl an Leserinnen und Lesern kann nicht glauben, dass der Staat nicht eingreift. So auch Pascal Weber: «Warum bewilligt man eine Demo auf der Autobahn? Hab gedacht, die Österreicher seien schlauer.» Michael Lussi beanstandet: «Dass man als Staat eine Sperrung der Autobahn für eine Demo überhaupt bewilligt, ist ein absoluter Witz.»
Thomas von der Haag ist ebenfalls aufgebraucht. Er rügt: «Dass Demonstranten erlaubt wird, kritische Infrastrukturen lahmzulegen, ist ein totales Staatsversagen. Das hat auch nichts mit Demonstrationsfreiheit zu tun.» Dafür gäbe es öffentliche Plätze oder andere Versammlungsorte.
Thomas Leu schlägt vor: «Macht einfach den Gotthard auch zu. Vielleicht verstehen dann einige, dass die Alpen nicht für jede halbdurchdachte Aktion mehr Verkehr schlucken können.»
«All die Panikmache wegen ein paar Autos mehr»
Andere Kommentierende schlagen sich auf die Seite der demonstrierenden Anwohnerinnen und Anwohner. Alexander Ingold belächelt die Kritiker: «Man kann doch acht Stunden auf das Autofahren verzichten. Selber schuld, wer dort unterwegs ist.» Markus Becker schliesst sich an: «All die Panikmache wegen ein paar Autos mehr.»
Thomas Leu schreibt: «Alle, die hier motzen, haben eine schöne Ausrede, um nichts für die Umwelt und unsere Nachkommen tun zu müssen.» Thomas Melone unterstreicht: «Wenn wir nichts für das Klima unternehmen, sind die Auswirkungen noch weitaus grösser als ein bedeutungsloser Stau.»