Darum gehts
- Schweizer werfen jährlich Lebensmittel im Wert von 620 Franken weg
- Geschätzt zwei Drittel des Fleisch-Foodwastes entsteht direkt im Haushalt
- Bis 2030 soll Foodwaste im Vergleich zu 2017 halbiert werden
Lebensmittel im Müll belasten die Umwelt und das Portemonnaie. Laut Bundesamt für Umwelt (Bafu) wirft jede Person hierzulande jährlich einwandfreie Lebensmittel für rund 620 Franken weg – pro Kopf macht das satte 330 Kilogramm Ausschuss über die gesamte Kette.
Besonders bitter ist das bei Fleisch: Zwar macht es prozentual nur einen kleinen Teil des gesamten Foodwastes aus, doch geschätzt fast zwei Drittel der Verluste im Fleischbereich entstehen direkt in den eigenen vier Wänden. Die Hauptgründe, warum Fleisch in der Tonne landet, sind falsche Lagerung, abgelaufene Haltbarkeit oder schlicht zu grosse Einkäufe.
Die goldene Küchenregel lautet darum: Bewusst einkaufen, richtig lagern und Reste verwerten – das ist der effektivste Hebel gegen den Foodwaste im eigenen Haushalt. Für die Branchenorganisation Proviande ist klar: Fleisch ist ein kostbares Produkt und wünscht sich deshalb, dass Lebensmitteln im Schweizer Alltag wieder mehr Wertschätzung entgegengebracht wird.
Das Problem mit der Filet-Fixierung
Schon der Entscheid, was auf den Teller kommt, ist wichtig. Viele greifen fast ausschliesslich zu Edelstücken. Doch die Fixierung auf Entrecôte und Filet treibt den Foodwaste indirekt an – ein Tier hat schliesslich nur je zwei Stücke davon. Bei der Schlachtung fällt noch vieles andere an wie Herz, Leber, Zunge, etc. Auch wenn manche die Nase rümpfen, sind diese Stücke eigentlich gut verwertbar in der heimischen Küche. Würden wir diese vermehrt berücksichtigen, liesse sich der Verlust massiv verringern.
Was viele nicht wissen: Während das Muskelfleisch meist in den Menüplänen der Haushalte landet, werden essbare Innereien heute teilweise nur noch in der Heimtiernahrung verwertet. Nachhaltigkeit beginnt deshalb beim Prinzip «Nose to Tail» – der vollständigen Verwertung des Tieres von der Schnauze bis zum Schwanz.
Beim Kampf gegen den Abfall stehen jedoch nicht nur die Konsumentinnen und Konsumenten in der Pflicht – auch die Schweizer Fleischwirtschaft zieht mit. Und das mit zunehmendem Erfolg.
Vom 12. bis zum 20. September 2026 findet die Nationale Woche gegen Foodwaste statt.
Eine perfekte Gelegenheit, das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen. Wer die einfachen Küchentipps beherrscht, schont das Portemonnaie und schenkt Lebensmitteln genau die Wertschätzung, die sie verdienen.
Vom 12. bis zum 20. September 2026 findet die Nationale Woche gegen Foodwaste statt.
Eine perfekte Gelegenheit, das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen. Wer die einfachen Küchentipps beherrscht, schont das Portemonnaie und schenkt Lebensmitteln genau die Wertschätzung, die sie verdienen.
Die Fleischbranche macht ihre Hausaufgaben
Dass die Schweizer Fleischwirtschaft ihre Prozesse optimiert, zeigt der Blick hinter die Kulissen. Das Ziel des Bundesrates steht: Bis 2030 soll der Foodwaste über die ganze Lebensmittelkette bei der Produktion und bei den Konsumierenden im Vergleich zu 2017 halbiert werden. Weil das nationale Zwischenziel für 2025 knapp verpasst wurde, verschärft die Branche die Gangart: Seit 2024 erfassen vier grosse Unternehmen der Fleischbranche ihre Verluste in der Produktion systematisch, um Prozesse radikal zu optimieren.
Zudem setzt man konsequent auf Kreislaufwirtschaft: Schweine und Hühner werden heute mit Nebenprodukten aus der pflanzlichen Lebensmittelindustrie gefüttert. Dort fallen jährlich 365'000 Tonnen Nebenprodukte an – wie Weizenkleie aus Getreidemühlen, Rapskuchen oder Molke aus Käsereien. So gelangen wertvolle Nährstoffe zurück in den Lebensmittelkreislauf des Menschen. Und was trotz präziser Bedarfsplanung an Endprodukten im Handel übrigbleibt, wird über Partnerschaften an gemeinnützige Organisationen wie «Tischlein deck dich» oder die «Schweizer Tafel» gespendet.
Sieben smarte Hacks für deine Küche
Die Botschaft ist klar: Die Branche plant präzise – und wir können das zu Hause auch. Mit diesen sieben einfachen Tipps von Schweizer Fleisch vermeidest du im Alltag Foodwaste:
1. Erst planen, dann einkaufen: Ohne Einkaufszettel kaufst du zu viel. Plane deine Menüs für die gesamte Woche und lege fixe Restentage fest.
2. «Frigie» statt Selfie: Keine Zeit für einen Einkaufszettel? Fotografiere vor dem Einkauf das Innere deines Kühlschranks. So weisst du im Laden genau, was noch da ist.
3. Verbrauchsdatum beachten: Fleisch ist mikrobiologisch sensibel. Halte dich strikt an das Ablaufdatum («Zu verbrauchen bis»). Danach solltest du kein Risiko eingehen. Profitipp: Zeichnet sich ein Ablauf ab, friere das Fleisch rechtzeitig ein oder koche es direkt zu einer Bolognese vor.
4. Kühlschrank auf 5 °C einstellen: Fleisch gehört immer auf die kühlste Ablage direkt über dem Gemüsefach. Merke: Je kleiner die Fleischstücke (z. B. Geschnetzeltes), desto kürzer die Haltbarkeit.
5. Richtig einfrieren: Fleisch portionieren und einzeln luftdicht verpacken. Der Tiefkühler braucht mindestens -18 °C (das Kühlschrank-Eisfach reicht nicht). Einfrierdatum draufschreiben! Faustregel: Je magerer das Fleisch, desto länger hält es. Weitere Tipps zum Lagern und Einfrieren auf schweizerfleisch.ch
6. Mengen kalkulieren: Plane die Portionen genau, statt nach Gefühl zu kochen. Wer absichtlich mehr kocht, plant das am besten direkt als komplette Folgemahlzeit ein. Das rettet Essen und spart am Folgetag wertvolle Zeit.
7. Kleiner schöpfen: Lade die Teller nicht zu voll. Kleinere Portionen verhindern Reste, die im Kübel landen. Nachschöpfen kannst du immer.
Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.
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