Zu Besuch bei Schweinezüchter Peter Anderhub
«Ich lebe mit den Säuli – und ich lebe von ihnen»

Wenn Peter Anderhub seine Ställe öffnet, herrscht neugieriges Treiben. Der Aargauer Landwirt erzählt, wie viel er für seine Säuli bereits investiert hat – und räumt mit Vorurteilen über Schweinefleisch auf.
Man sieht es auf den ersten Blick: Schweinezüchter Peter Anderhub mag seine Tiere.
Foto: Christian Grund
Dies ist ein bezahlter Beitrag, präsentiert von Schweizer Fleisch

Die Aufregung ist gross, als Bauer Peter Anderhub mit seinen Gästen den Schweinestall in Muri AG betritt und die Wärmeboxen per Knopfdruck öffnet: Dutzende von vier bis fünf Wochen alten Ferkelchen blicken erstaunt auf, quietschen laut, flitzen wild in ihren Buchten herum und versammeln sich im hinteren Teil. «Sie reagieren immer so, auch wenn ich allein in den Stall komme», sagt der Schweinezüchter und lacht. «Sie beruhigen sich aber schnell wieder.»

Viel ruhiger ist es im Stall, wo sich die Mutterschweine mit ihren frisch geborenen Ferkeln aufhalten. Dort herrscht eine friedliche Atmosphäre. Die meisten Mütter liegen auf der Seite, damit die jungen Tiere jederzeit Milch trinken können. Sie schauen nur kurz zu den Besuchern auf, auch die Ferkelchen lassen sich kaum stören. Und im Nebenstall liegen die trächtigen Muttertiere gemütlich im Stroh oder streifen draussen unter der wärmenden Frühlingssonne umher. Ab und zu ist ein zufriedenes Grunzen zu hören.

Man sieht und spürt es: Die Tiere haben es gut bei Peter Anderhub. «Ich habe ihnen viel zu verdanken», sagt der 50-Jährige. «Ich lebe mit den Säuli. Und ich lebe von den Säuli.» Seit der Hofübernahme von seinem Vater vor 15 Jahren hat Anderhub viel für seine Tiere investiert – zu deren Wohl, aber auch für die Ökologie des gesamten Hofs. Den Schweinen steht mehr Platz zur Verfügung als sein IP-Label verlangt. Zudem produzieren Photovoltaikanlagen auf den Dächern den Strom für Lüftung, Heizung und Batteriespeicherung. Selbst das Elektroauto des Landwirts bezieht den eigens produzierten Strom.

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Bei den Ferkelchen herrscht emsiges Treiben im Stall.
Foto: Christian Grund

Auszeichnung für das Tierwohl

Seine Initiativen sind nicht unbeachtet geblieben. Peter Anderhub wurde von diversen Zeitungen und Magazinen interviewt und porträtiert. Er ist zudem in Fernsehsendungen wie «Einstein» oder «Rundschau» beim Schweizer Fernsehen aufgetreten. 

Eine grosse Ehrung erfährt er 2024: Das deutsche Fachmagazin «Agrarheute» kürte ihn mit dem Ceres Award zum Schweinezüchter des Jahres. Das Magazin zeichnet jährlich die besten Landwirte aus dem europäischen Raum für ausserordentliche Leistungen aus. «Peter Anderhub bietet seinen Schweinen ein höchstes Mass an Tierwohl und kann dies auch wirtschaftlich gestalten», begründete die Jury die Wahl. Die Tiere hätten sehr viel Platz, eine mit Stroh eingestreute Liegefläche und ab 25 Kilogramm Gewicht permanenten Auslauf. An der Preisverleihung in Berlin sei er sich vorgekommen wie bei den Oscars, erinnert sich Anderhub.

Doch zurück auf den Hof. Anderhub hält zwei Eber und insgesamt etwa 140 Mutterschweine, rund 400 Ferkel und über 500 Jager. Letztere sind Ferkel, die etwa vier bis zehn Wochen alt und nicht mehr bei der Mutter sind.

Neben der Zucht betreibt Anderhub eine Mast mit rund 200 Schweinen. Den Grossteil der Jungtiere, die er aufzieht, verkauft er aber mit einem Gewicht von rund 25 Kilogramm an vier andere Mastbetriebe in der Region.

Warum ist einheimische Produktion vor allem beim Fleisch wichtig?

Beim Fleisch kann der Einkauf – egal ob privat oder als Wirt eines Restaurants – einen sehr grossen Unterschied machen: Regional einzukaufen kommt nicht nur dem heimischen Gewerbe zugute, es bedeutet auch, dass man sich bewusst für Schweizer Tierschutzstandards entscheidet. Denn die Schweiz hat eines der strengsten Tierschutzgesetze der Welt. 

Beim Fleisch kann der Einkauf – egal ob privat oder als Wirt eines Restaurants – einen sehr grossen Unterschied machen: Regional einzukaufen kommt nicht nur dem heimischen Gewerbe zugute, es bedeutet auch, dass man sich bewusst für Schweizer Tierschutzstandards entscheidet. Denn die Schweiz hat eines der strengsten Tierschutzgesetze der Welt. 

Schweinefleisch: besser als sein Ruf

«Schwinigs», wie man im Dialekt sagt, ist das meistkonsumierte Fleisch in der Schweiz: Jeder Schweizer, jede Schweizerin hat 2025 gemäss Zahlen der Branchenorganisation Proviande 19,4 Kilogramm Schweinefleisch, 16,5 Kilogramm Geflügel und 11,6 Kilogramm Rindfleisch verspiesen. 

Obwohl Schweinefleisch beliebt ist, haftet ihm oft das Vorurteil an, ungesünder zu sein. «Das ist schade – vor allem, weil es nicht stimmt», sagt Anderhub. Der Grund für die Skepsis ist meist das Fett. Doch der Fettanteil im Schweinefleisch ist in den letzten Jahrzehnten dank Zuchterfolgen und optimierter Fütterung massiv gesunken. Und Schweinefleisch enthält mehr Vitamin B1 als Rind- und Pouletfleisch – dieses unterstützt das Herz und die Nerven. Ein aktueller Vergleich (Quelle: Schweizer Nährwertdatenbank) verdeutlicht das (siehe Tabelle unten).

Ein weiterer Vorteil: Wer Schweinefleisch kauft, kann sich auf dessen Herkunft verlassen, denn der Inlandanteil dieser Fleischsorte liegt bei 92 Prozent (2025). Davon profitieren Bauern wie Peter Anderhub, für die das Tierwohl eine zentrale Rolle spielt.

Fettanteil in der Übersicht

  • 100 Gramm Pouletbrust ohne Haut enthält 1 Gramm Fett
  • 100 Gramm Schweinsfilet enthält 3,6 Gramm Fett
  • 100 Gramm Rindsfilet enthält 4 Gramm Fett

  • 100 Gramm Pouletschenkel mit Haut enthält 6,2 Gramm Fett
  • 100 Gramm Poulet ganz mit Haut enthält 10,3 Gramm Fett
  • 100 Gramm Schweinskotelett enthält 10,4 Gramm Fett
  • 100 Gramm Rindshackplätzli enthält 12 Gramm Fett
  • 100 Gramm Schweinsbrustspitz enthält 18,6 Gramm Fett
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Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.

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