Darum gehts
- Opel präsentiert überarbeiteten Astra für 2026 mit modernisierter Optik und Technik
- Plug-in-Hybrid ist die stärkste Variante mit 196 PS und 60 km Reichweite
- Preise starten bei 34’710 Franken, Kombi-Variante kostet jeweils 1040 Franken Aufpreis
Seit 90 Jahren gehört die Kompaktklasse fest zur Opel-DNA. 1936 erschien der erste Kadett, nach einer Pause von über 20 Jahren wurde der Name 1962 mit dem Kadett A wiederbelebt. Es folgte 1979 die Umstellung von Hinterrad- auf Frontantrieb und 1991 schliesslich die Namensänderung zu Astra. Die Generationen aber zählte man bei Opel weiter, sodass der aktuelle Astra L bereits die 11. Generation des Erfolgsmodells darstellt.
Auch künftig aus Rüsselsheim
Nach der Vorstellung 2021 rollte dieser ein Jahr später zu den Händlern (hier gehts zum Test des Kombis Sports Tourer). Entwickelt und gebaut wird der Astra weiterhin am Opel-Stammsitz im deutschen Rüsselsheim, wo er parallel zum Crossover N°4 von Citroën-Edeltochter DS vom Band läuft. Wie Opel stolz mitteilt, habe Rüsselsheim vom Mutterkonzern Stellantis den Zuschlag erhalten, auch die nächste Generation des Astra wieder im deutschen Stammwerk produzieren zu können.
Zurück zum aktuellen Modell: Fürs Modelljahr 2026 hat Opel den Astra dezent überarbeitet. Am deutlichsten zeigt sich dies an der Front, wo der schwarze «Vizor» schmaler ausfällt, der Opel-Blitz jetzt beleuchtet und von einer Lichtsignatur eingefasst ist. «Kompass» nennt Opel das. Mehr als eine optische Spielerei ist das neue Intelli-Lux-Licht mit über 50’000 einzeln ansteuerbaren Elementen, das auch störende Reflexionen von Verkehrsschildern reduzieren soll.
Der Astra wird weiterhin als 4,37 Meter langer Fünftürer oder als 27 Zentimeter längere Kombivariante Sports Tourer erhältlich sein. Das Ladevolumen im Kofferraum variiert je nach Antrieb und Version zwischen 310 und 516 Litern, mit umgeklappten Rücksitzen zwischen 1236 und 1553 Litern.
Plug-in-Hybrid als stärkste Variante
Im Cockpit gibts frische Anzeigen und den bekannten technisch-eleganten Look des Vorgängers. Gute Nachricht für Traditionalisten: Opel hält an echten Tasten für die wichtigsten Funktionen fest, womit etwa die Klimatisierung nicht umständlich im Touchscreen-Menü gesteuert werden muss. Dass sich Smartphones via Apple CarPlay und Android Auto kabellos verbinden lassen und die neueste Generation an Assistenzsystemen zum Einsatz kommt, ist im neuen Astra selbstverständlich.
Die Plattform ermöglicht vom 48-Volt-Benzinhybrid über Diesel bis hin zu Stecker-Hybrid und Elektro die gesamte Bandbreite. Wermutstropfen: Ein Allrad fehlt weiterhin. So gross die Auswahl bleibt, so wenig hat sich unter der Haube mit dem Facelift geändert: Verschwunden ist der 225 PS (165 kW) starke GSe, so dass der 196 PS (144 kW) starke Plug-in-Hybrid jetzt die Spitzenvariante im Astra-Programm darstellt.
Die Batterie des Astra Electric ist von 54 auf 58 kWh gewachsen, womit rund 35 Kilometer mehr Reichweite drinliegen sollen. Zum Langstreckenkönig wird der Elektro-Astra damit aber nicht: Maximal 454 Kilometer schafft er nach WLTP-Zyklus – im Alltag dürften es deutlich unter 400 sein. Als Plug-in-Hybrid kommt der Astra bis zu 60 Kilometer rein elektrisch und lädt mit maximal 7,4 kW. Auch das ist im Konkurrenzumfeld nur Mittelmass. Opel gibt einen Verbrauch von 2,2 l/100 km plus Strom an – bei entladener Batterie sollen es 5,4 l/100 km sein.
Kompaktlimousine und Kombi
Fahrtechnisch ändert sich mit dem Facelift wenig: Der Astra bewegt sich gewohnt angenehm, auch wenn die einfache Verbundlenker-Hinterachse bei Schlägen etwas Rückmeldung gibt. Die neuen Intelli-Sitze bieten spürbar mehr Seitenhalt und entlasten den Rücken. Selbst mit der schwächsten Motorisierung, dem 130-PS-Diesel mit 8-Stufen-Automatik, fährt sich der Astra entspannt und bietet genügend Power. Allerdings gibts den Selbstzünder nur beim Kombi Sports Tourer – alle anderen Antriebe sind ebenfalls für den kompakten Fünftürer erhältlich.
Die Preise des überarbeiteten Opel Astra beginnen bei 34’710 Franken für die Version mit 145 PS (107 kW) starkem Hybridantrieb und bei 35’900 Franken für den reinen Stromer. Die Plug-in-Spitzenversion schlägt mit mindestens 40'930 Franken zu Buche. Die Preise für den Kombi Sports Tourer sind jeweils 1040 Franken höher.
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