Darum gehts
- Das Finale zum «Car of the Year 2026» fand in Barcelona statt
- Skoda Elroq RS beeindruckt mit linearem Bremsverhalten und stabiler Karosserie
- Mercedes CLA Stromer lädt mit bis zu 320 kW an 800-Volt-Stationen
Die sieben verbleibenden Kandidaten traten Mitte Dezember zum grossen Finale auf der Rennstrecke Parcmotor de Castellolí bei Barcelona (E) an. Denn es geht um den Titel des europäischen «Car of the Year 2026». Im Zentrum stand natürlich nicht die schnellste Rundenzeit – das wäre bei der grossen Varianz an Modellen ein unfairer Vergleich. Vielmehr bietet die Rennstrecke ein sicheres Umfeld, um das Fahrverhalten der Fahrzeuge in kritischen Situationen zu testen.
Citroën C5 Aircross, Dacia Bigster, Fiat Grande Panda, Kia EV4, Mercedes-Benz CLA, Renault 4, Skoda Elroq – sie alle müssen sich denselben Fragen der 60-köpfigen Jury stellen: Wie schnell erreicht ein Auto seinen Grenzbereich? Wie gut lässt es sich noch kontrollieren, auch von ungeübten Fahrern? Und: Wie arbeiten die Sicherheitssysteme?
Unterschiede beim Bremsen
Das Fazit der Jury zu den einzelnen Modellen wird zwar erst bei der offiziellen Preisverleihung am 9. Januar 2026 publiziert, deutliche Unterschiede zeigen sich aber bereits nach den beiden Testtagen – nicht nur zwischen den Marken, sondern auch innerhalb der Modelle. Besonders auffällig beim Skoda. In der Basisvariante Elroq 60 mit Heckantrieb vermitteln die Bremsen – trotz gutem Bremsweg – wenig Sicherheitsgefühl. Anfangs ist das Pedal weich, die Bremsen verzögern kaum, erst bei starkem Druck greifen sie unvermittelt zu. Ganz anders beim Topmodell Elroq RS. Hier sorgt ein lineares Bremsverhalten für ein sicheres Anbremsen und Einlenken, das adaptive DCC-Fahrwerk stabilisiert die Karosseriebewegungen stärker als beim Elroq 60.
Deutlich besser macht das der Kia EV4. Egal ob als kompakter SUV oder in der deutlich grösseren Karosserievariante als Fastback lässt er sich auch bei leichtem Schieben über die Vorderachse mühelos wieder einfangen und durch die Kurven dirigieren. Die bereits angekündigte GT-Version dürfte dies nochmals verbessern. Technische Angaben dazu macht Kia zwar noch nicht, aber mit Blick auf den grossen Bruder EV6 GT darf davon ausgegangen werden, dass dieser mit 4x4 kommt.
Schnellladen bedeutet nicht immer schnell laden
Im zweiten Teil der Tests steht das Aktenstudium im Zentrum. Dies soll Auffälligkeiten in den technischen Daten, den Preislisten oder den Ausstattungen der einzelnen Modelle offenbaren. Heraus sticht beispielsweise der Mercedes CLA. Dank der neuen MMA-Plattform mit 800 Volt Batteriespannung kann der Stromer zwar mit bis zu 320 kW nachladen. Mercedes verzichtet aber auf den Einbau eines DC/DC-Wandlers, der nötig wäre, um das Auto auch an langsameren 400-Volt-Ladesäulen laden zu können, wie sie noch weit verbreitet sind. Die Ladeplanung des Fahrzeugs steuert zwar diese Ladestationen nicht an, wer aber nach Google Maps oder Apps von Drittanbietern fährt, kann so durchaus böse Überraschungen erleben, wenn er an einer Ladesäule steht und seinen CLA nicht laden kann.
Die europäische Jury «Car of the Year» wählt seit 1964 jedes Jahr ihren Favoriten aus den Autoneuheiten des aktuellen Modelljahrgangs. Erster Gewinner war der Rover 2000. Im vergangenen Jahr holte der Renault 5 den Titel.
Die aktuell stimmberechtigten 60 Jurorinnen und Juroren kommen aus 24 europäischen Ländern – entsprechend der Marktgrösse. Die Schweiz stellt drei Mitglieder. Finanziell getragen und organisiert wird die Wahl von neun europäischen Automagazinen. Für die Schweiz ist die Automobil Revue mit dabei.
Zur Wahl stehen jeweils jene neu entwickelten Modelle, die
• komplett oder in wesentlichen Teilen neu konstruiert wurden,
• im Vorjahr für Testfahrten verfügbar waren und
• bis 31. Dezember 2025 in mindestens fünf europäischen Ländern im Verkauf standen.
Aus dieser Longlist wählt die Jury sieben Finalisten, die im Februar in Mortefontaine nochmals intensiv getestet werden. Für die Schlusswahl verfügt jedes Mitglied über 25 Punkte, die auf mindestens fünf Modelle verteilt werden müssen – mit maximal 10 Punkten für den Favoriten.
Die vergebenen Punkte und die individuellen Begründungen werden nach der Preisverleihung veröffentlicht.
Die europäische Jury «Car of the Year» wählt seit 1964 jedes Jahr ihren Favoriten aus den Autoneuheiten des aktuellen Modelljahrgangs. Erster Gewinner war der Rover 2000. Im vergangenen Jahr holte der Renault 5 den Titel.
Die aktuell stimmberechtigten 60 Jurorinnen und Juroren kommen aus 24 europäischen Ländern – entsprechend der Marktgrösse. Die Schweiz stellt drei Mitglieder. Finanziell getragen und organisiert wird die Wahl von neun europäischen Automagazinen. Für die Schweiz ist die Automobil Revue mit dabei.
Zur Wahl stehen jeweils jene neu entwickelten Modelle, die
• komplett oder in wesentlichen Teilen neu konstruiert wurden,
• im Vorjahr für Testfahrten verfügbar waren und
• bis 31. Dezember 2025 in mindestens fünf europäischen Ländern im Verkauf standen.
Aus dieser Longlist wählt die Jury sieben Finalisten, die im Februar in Mortefontaine nochmals intensiv getestet werden. Für die Schlusswahl verfügt jedes Mitglied über 25 Punkte, die auf mindestens fünf Modelle verteilt werden müssen – mit maximal 10 Punkten für den Favoriten.
Die vergebenen Punkte und die individuellen Begründungen werden nach der Preisverleihung veröffentlicht.
Ausserdem fallen die CLA-Verbrennervarianten deutlich ab gegenüber den Stromern. Während es der elektrische CLA 350 EQ auf 354 PS (260 kW) bringt, leistet der Vierzylinder-Mildhybrid maximal 211 PS (155 kW) – stärkere Varianten sind aktuell nicht vorgesehen. Besser macht dies Citroën mit dem C5 Aircross: Mit dem 195 PS (143 kW) starken Plug-in-Hybrid steht dem 210 PS (157 kW) starken Stromer zumindest eine ebenbürtige Variante als Verbrenner gegenüber.
Für die Elektromodelle steht jetzt noch ein letzter grosser Praxistest bezüglich Reichweite und Ladezeit bei winterlichen Temperaturen an, ehe dann am 9. Januar 2026 im Rahmen der Brussels Motor Show der Sieger verkündet wird.
Blick und FinanceScout24 haben einen neuen, transparenten Autoversicherungsvergleich lanciert. Dieser Vergleich zeigt basierend auf einem Matchingscore die passenden Versicherungen an und sortiert die Ergebnisse nach Preis. Dank des direkten Leistungs- und Preisvergleichs können Sie sofort Angebote einholen und auch direkt abschliessen. Hier geht es zum Rechner inkl. Exklusiv-Angebot.
Blick und FinanceScout24 haben einen neuen, transparenten Autoversicherungsvergleich lanciert. Dieser Vergleich zeigt basierend auf einem Matchingscore die passenden Versicherungen an und sortiert die Ergebnisse nach Preis. Dank des direkten Leistungs- und Preisvergleichs können Sie sofort Angebote einholen und auch direkt abschliessen. Hier geht es zum Rechner inkl. Exklusiv-Angebot.