Hier brechen die Diebe in die Garage ein
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Tesla-Kamera filmt mit:Hier brechen die Diebe in die Garage ein

Romandie stark betroffen
In der Schweiz werden immer mehr Autos geklaut

In der Schweiz wurden letztes Jahr 6 Prozent mehr Autos gestohlen. Die Diebe kommen oft aus Frankreich – und haben es besonders auf Luxuskarossen abgesehen.
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Zwei Russen und ein Franzose stahlen im März einen Porsche aus einem Autocenter in Rickenbach LU.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Autodiebstähle in der Schweiz stiegen 2025 um 6 Prozent auf 1443 Fälle
  • Land Rover viermal häufiger gestohlen als Schweizer Durchschnitt
  • Durchschnittlicher Schaden: 14'000 Franken, früher 10'000 Franken
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Gabriel KnupferRedaktor News

Wer regelmässig Blick liest, der weiss: Spektakuläre Autodiebstähle sind in der Schweiz inzwischen fast an der Tagesordnung. Die Meldungen gleichen sich jeweils: Oft sind es sehr junge Täter, die aus Frankreich über die Grenze kommen, um hierzulande Luxusautos zu stehlen.

Eine Auswertung der Axa bestätigt nun die gefühlte Zunahme. «Die Zahl der gemeldeten Fahrzeugdiebstähle steigt – und der einzelne Schadenfall wird teurer», schreibt der Versicherer. Inzwischen werden der grössten Schweizer Autoversicherung jährlich fast 400 Fälle gemeldet.

Im Schnitt 14'000 Franken Diebstahlschaden

Auch die polizeiliche Kriminalstatistik spricht eine klare Sprache: Die Zahl der gestohlenen Autos stieg 2025 um 6 Prozent auf 1443 Fahrzeuge. Dies bei einer insgesamt sinkenden Gesamtzahl der Straftaten.

Die gestohlenen Autos sind zudem immer teurer: Letztes Jahr beliefen sich die Versicherungskosten bei einem durchschnittlichen Autodiebstahl auf fast 14'000 Franken. Zum Vergleich: Über die zehn Jahre davor gesehen, betrug der Schaden im Schnitt rund 10'000 Franken.

Diebe lieben besonders Land Rover

Das passt zum Beuteschema der Täter: Land Rover wurden über viermal häufiger als der Schweizer Durchschnitt geklaut. Besonders begehrt waren zudem auch die Marken Alfa Romeo und Porsche. Eher selten gestohlen wurden unter anderem asiatische Marken und Teslas.

«Die Auswertung der Marken zeigt, dass es Diebesbanden tendenziell auf teurere Fahrzeuge abgesehen haben», sagt Axa-Experte Michael Villiger. «Diese sind für den Weiterverkauf am attraktivsten.»

Keine Sorgen in der Innerschweiz

Auffällig ist die geografische Verteilung der Diebstähle. Genf, Waadt und Basel-Stadt sind am stärksten betroffen. Kein Wunder: Die drei Kantone grenzen direkt an Frankreich, wo die organisierten Diebesbanden herkommen.

Leicht unter dem nationalen Durchschnitt von 0,05 Prozent liegt hingegen der Kanton Zürich. Kaum Sorgen machen müssen sich Autohalter in der Innerschweiz: In Obwalden und Glarus lag die Quote bei 0,01 Prozent.

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