Öko-Kritik verpufft
Schweizer lieben SUVs mehr denn je

SUV-Boom in der Schweiz: 2025 waren 58 Prozent aller Neuzulassungen SUVs, zeigt ein Report von Comparis. Bei Skoda verdrängen Kodiaq und Co. den einst ultra-beliebten Octavia.
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Eine Karosserieform setzt sich durch: 2025 waren 58 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge in der Schweiz SUVs.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • SUVs dominierten 2025 mit 58 Prozent aller Neuzulassungen in der Schweiz.
  • Skoda führend im SUV-Markt vor BMW und VW.
  • Skoda Octavia fällt hinter SUVs Kodiaq, Karoq und Elroq zurück.
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Gabriel KnupferRedaktor News

Für Umweltschützer sind SUVs ein rotes Tuch. Zu gross, zu unsicher, zu dreckig lautet die Kritik. Doch bei den Kunden ist der Boom ungebrochen: 2025 waren 58 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge in der Schweiz SUVs. Das zeigt ein Report des Vergleichsdienstes Comparis. 2015 hatte der Anteil noch bei 28 Prozent gelegen.

«Die Karosserieform ist zum Standard geworden», sagt Comparis-Experte Jean-Claude Frick. «Sie hat die klassische Limousine und den Kombi als bevorzugte Familienfahrzeuge verdrängt.»

Entgegen der landläufigen Meinung müssen SUVs nicht riesig sein: Auch der Toyota Aygo X zählt dazu. Allen gemeinsam sind aber die erhöhte Sitzposition und die Form.

Niedergang des Octavia als Sinnbild

Paradebeispiel für den Wandel ist Skoda: Mit 14’758 neu zugelassenen Fahrzeugen ist Skoda die Marke mit dem höchsten Anteil am SUV-Gesamtmarkt 2025 und dem stärksten Wachstum zwischen 2024 und 2025.

Modelle wie Kodiaq, Karoq und Elroq haben bei der tschechischen VW-Tochter den Octavia hinter sich gelassen. Dieser stand 2015 noch auf Rang zwei der meistzugelassenen Autos hierzulande.

Zehn Jahre später stürzte der Kombi auf Platz elf ab. Für Frick ist klar: «Der Octavia war jahrelang das Rückgrat von Skoda. Heute machen die SUVs drei Viertel aller Verkäufe aus.»

Auf Rang 2 der beliebtesten SUV-Marken liegt BMW mit 12’476 Fahrzeugen (vor allem X1 und X3). Auf dem dritten Platz folgt VW mit 10’466 verkauften SUVs. Der Erfolg beruht vor allem auf dem neuen Tiguan.

Ein Viertel E-Autos

Auch beim Antrieb ist die Vielfalt gross. Gut ein Viertel aller neu zugelassenen SUVs in der Schweiz waren 2025 Stromer. Das ist etwas mehr als der Durchschnitt aller Neuwagen (23 Prozent).

«Starke Neuerscheinungen bei den Verbrennern und Hybriden bremsen den Elektro-Vormarsch», gibt Frick zu bedenken. Doch der Benzinpreis-Schock wegen des Iran-Kriegs bremst die Verbrenner aus. Frick betont: «Wird der Sprit teurer, greifen die Schweizer eben doch wieder schneller zum Elektro-SUV.»

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