VW-Designchef Andreas Mindt an der Auto Zürich
«Wenn Autos Spitznamen kriegen, haben wirs geschafft»

Hoher Besuch aus Wolfsburg: Für die Sondershow am Donnerstagabend in der Blick Lounge lässt die Amag keinen Geringeren als den Volkswagen-Chefdesigner Andreas Mindt einfliegen. Und dieser fasziniert das Publikum mit einem Einblick in sein Schaffen.
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Moderator Nik Hartmann (l.) begrüsst in der Blick Lounge Andreas Mindt, Leiter des Konzern-Designs der Volkswagen Group.
Foto: Franco Greco

Darum gehts

  • VW-Chefdesigner Andreas Mindt sprach in der Blick Lounge über Design als Erfolgsfaktor
  • Der 57-Jährige arbeitete für VW, Audi und Bentley und leitet seit März 2026 das VW-Konzern-Design
  • Mindt setzt auf freundliche Fronten, Modellnamen wie ID. Polo und wieder Knöpfe im Cockpit
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Raoul SchwinnenRedaktor Auto & Mobilität

Dynamisch betritt Andreas Mindt (57) die Bühne in der vollbesetzten Blick Lounge, begrüsst Moderator Nik Hartmann (54) – und lässt sich dabei auch nicht vom Motorengeheul auf dem Nachbarstand irritieren.

Doch schnell ist Ruhe – und der Leiter des Konzern-Designs der Volkswagen Group startet seine Ausführungen zum Thema «Erfolgsfaktor Design». Der Mann sprüht dabei vor Euphorie und Begeisterung für sein Handwerk. «Mein Vater war schon Autodesigner, und auch ich habe als Junge überall Autos hingemalt – in Schulbücher oder auf Servietten.»

Auto Zürich 2026 – das musst du wissen

Datum/Öffnungszeiten: 5. bis 8. November 2026, 10 bis 21 Uhr (Sa/So 10 bis 19 Uhr)

Ort: Messe Zürich

Eintrittspreise: Erwachsene 23 Franken (online) / 26 Franken (Tageskasse); AHV/IV-Bezüger 14 / 16 Franken; Schüler/Studierende/Lernende 12 / 14 Franken; Abendtickets (Do/Fr ab 18 Uhr) 14 / 16 Franken; Familientickets (2 Erwachsene, 1–4 Kids bis 16 Jahre) 45 Franken; Dauerkarte 40 Franken

Infos: www.auto-zuerich.ch

Datum/Öffnungszeiten: 5. bis 8. November 2026, 10 bis 21 Uhr (Sa/So 10 bis 19 Uhr)

Ort: Messe Zürich

Eintrittspreise: Erwachsene 23 Franken (online) / 26 Franken (Tageskasse); AHV/IV-Bezüger 14 / 16 Franken; Schüler/Studierende/Lernende 12 / 14 Franken; Abendtickets (Do/Fr ab 18 Uhr) 14 / 16 Franken; Familientickets (2 Erwachsene, 1–4 Kids bis 16 Jahre) 45 Franken; Dauerkarte 40 Franken

Infos: www.auto-zuerich.ch

In Wolfsburg aufgewachsen, lag es auf der Hand, dass Mindt nach abgeschlossenem Studium beim VW-Konzern als Designer anheuerte – und blieb. Er zeichnete für VW und Audi, einige Jahre für Nobeltochter Bentley in England, kam 2023 zurück, übernahm zunächst das Design der Kernmarke VW und ist seit 1. März 2026 verantwortlich für die Designs aller Marken der Volkswagen Group.

«Herbie» hat mich sehr geprägt

Was seine früheste Autoerinnerung sei, will Moderator Hartmann von Andreas Mindt wissen. Dieser antwortet grinsend: «Als fünfjähriger Junge mein erster Kinofilm. «‹Herbie: Fully Loaded – Ein toller Käfer startet durch› – und ich glaube, das hat mich sehr geprägt.»

Zum Thema Käfer ergänzt er: «Wenn Autos einen Spitznamen kriegen, haben wir’s geschafft.» Der Käfer hiess offiziell Volkswagen Typ 1. «Unsere Aufgabe ist es, die Menschen zu verstehen. Und wir müssen das Auto ‹vermenschlichen›. Ich zeichne deshalb nur freundlich dreinschauende Autos, also keine Schlitze als Scheinwerfer.» Das Gleiche gilt auch für Modellnamen. Mindt: «Wir müssen weg von diesen kalten Nummern.» Also heissen die neuen VW-Modelle statt ID.2 oder ID.4 jetzt ID. Polo oder ID. Tiguan.

Später erklärt Mindt anhand der auf der Bühne stehenden VW ID. Polo GTI und ID. Cross sein Schaffen und begründet, warum seine Autos wieder Knöpfe im Cockpit, handfeste Türgriffe oder ‘Keller’ im Kofferraum haben. Und abschliessend zeigt er sein jüngstes und kleinstes Baby, die Studie VW Entry 1. «Ein E-Kleinwagen mit monolithischer Optik, aber ohne Schnickschnack für 20’000 Euro», verspricht Mindt. Wie er heissen wird, verrät er nicht. Wir wissen aber, dass der kleine Stromer nächsten Sommer als VW ID. Up starten wird.

Nach seinem einstündigen Auftritt wird klar: Wenn es einer schafft, die Modelle des VW-Konzerns und der Marke VW wieder populär zu machen, ist es dieser leidenschaftliche, kreative, aber dennoch bodenständige Andreas Mindt.

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