Darum gehts
- Am Comersee fand vergangenes Wochenende die Como Car Week mit exklusiven Autos statt
- Brabus Bodo feiert Premiere: 1000 PS, 360 km/h, 1,2 Mio. Franken
- Ferrari Daytona SP3 bei Auktion für 5,73 Mio. Franken verkauft
Es sind surreal schöne Bilder am Ufer des Comersees. In den penibel gepflegten Gärten der Luxusanwesen Villa d’Este und Villa Erba spiegeln sich Chrom und Alu der exklusiven Boliden im norditalienischen Sonnenlicht. Nach regennassen Vortagen hatte das Wetter ein Einsehen – pünktlich zum grossen Markenneustart von BMW Alpina und der spektakulären Premiere des Brabus Bodo.
An der Como Car Week ist die Autowelt noch in Ordnung. Keine Spur von der weltweiten Branchenkrise, keine Sorgen um nicht ausgelastete Fabriken oder den unaufhaltsamen Vormarsch der Billigstromer aus China. Am Comersee regiert die pure, ungefilterte Nostalgie. Es ist ein Kniefall vor dem klassischen Automobil.
Fans aus ganz Europa angereist
Die Fans sitzen dicht gedrängt an Kreisverkehren. Sie sind aus Italien, Deutschland, Frankreich, England und natürlich auch aus der Schweiz nach Como (I) gereist. Manche campen, andere bevölkern Luxushotels und Pensionen rund um den See, um drei Tage lang dem Automobil zu huldigen. Während die Eintrittspreise für die Luxusevents hoch und die Wartelisten lang sind, warten Hunderte von Autofans an den schmalen Strassen oder an Waschanlagen und Tankstellen, um die begehrten Boliden mit dem Handy für einen Schnappschuss zu erwischen.
Fanclubs von Alfa, BMW, Porsche, Mazda oder Ferrari zieht es an den Südzipfel des Comersees. Egal ob Barsitzplatz an der Via Regina, das langsame Abschreiten der 50 ausgestellten Oldtimer beim Concorso d’Eleganza oder eine Stippvisite bei den lässigeren Treffs an Villa Erba oder dem Fuori Concorso – die unzähligen Autofans sind begeistert.
Weltpremieren deutscher Nischenhersteller
Längst ist aus dem Klassiktreff in Norditalien ein unverzichtbarer Branchenevent geworden, der das Goodwood Festival of Speed ebenso in den Schatten stellt wie jede Automesse. Intensiver, breiter und besser ist es nur noch bei der Monterey Car Week, die jedes Jahr in der dritten Augustwoche an der kalifornischen Westküste zelebriert wird. Neben exklusiven Studien machen sich immer wieder auch Weltpremieren in den sattgrünen Gärten rund um Cernobbio (I) breit.
Wie das strahlend schöne Luxuscoupé «Vision BMW Alpina», das den Neustart der Edelmarke Alpina einläuten soll. Die Buchloer schliessen damit die schmale Lücke zwischen den BMW-Top-Modellen aus München und der noblen Schwester Rolls-Royce, die dem Concorso d’Eleganza in diesem Jahr übrigens fernblieb. Vorerst dürfen sich Interessenten mit ausreichend grossem Portemonnaie am Comersee-Festival auf den exklusiven 7er von Alpina freuen, später dürfte auch ein X7 mit Alpina-Signet dazukommen und noch etwas längerfristiger vielleicht auch noch ein Coupé folgen.
Nicht mehr ganz so lange warten müssen Interessenten auf den Brabus Bodo – ein Luxuscoupé, das es so bisher nicht gegeben hat. 1000 PS, 360 km/h schnell und rund 1,2 Millionen Franken teuer, ist es in einer 77er-Auflage der wahr gewordene Traum überraschend früh verstorbenen Brabus-Firmengründers Bodo Buschmann (1955–2018). Sein Sohn Constantin (42) – mittlerweile Firmen-CEO – machte es möglich und kreierte den Traum in Schwarz auf technischer Basis des Aston Martin Vanquish.
Auktion im Rahmen der Car Week
Natürlich gehts am Comersee nicht allein um neue Traumwagen, begehrte Klassiker oder Einzelstücke, die Fans den Atem rauben. Man präsentiert nicht allein seine sehenswerten Boliden, sondern auch sich selbst. Stilecht mit Hut und immer mit Handy in der Hand, um seltene Ikonen wie Pagani Zonda S oder einen Lamborghini Miura SV im Sonnenlicht vor dem schimmernden See abzulichten. Wo lassen sich schon Mercedes CLK GTR, BMW M1, Ferrari Testarossa Roadster oder Cadillac Eldorado Brougham bestaunen, während ein süsslicher Zigarrenduft einen zurück in die Historie katapultiert?
Dazu fand im Rahmen der Car Week auch eine Auktion von exklusiven Oldtimern und modernen Supersportwagen statt. Das Auktionshaus Broad Arrow Auctions versteigerte 75 Fahrzeuge – darunter ein Ferrari 812 Competizione, ein Bugatti Type 37 oder ein Ferrari Daytona SP3, der für umgerechnet rund 5,73 Millionen Franken den Besitzer wechselte!
Mächtig gemacht haben sich in den vergangenen Jahren die Veranstaltungen an der Villa Erba, wo Autoclubs aus ganz Europa ihre Schönheiten präsentieren oder der 2019 ins Leben gerufene Fuori Concorso, der mit wechselnden Themen eine neue Lässigkeit an den See brachte. Für viele Autofans ist ein Porsche 962, der Lotec C1000 oder ein Mercedes 300 SLR interessanter als Vorkriegsmodelle oder Concours-Fahrzeuge. Gut, dass es am Comersee beides zu bestaunen gibt.
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