Zwei Schiffe angegriffen während Trauerfeiern in Teheran
Iran provoziert mit neuen Attacken in Strasse von Hormus

Während Teheran beim «grössten Staatsbegräbnis aller Zeiten» die Massen mobilisiert und die USA vor einer Eskalation warnt, feuern Irans Revolutionsgarden erneut Raketen auf Schiffe in der Strasse von Hormus. Trump droht ultimativ.
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Ein F-16-Kampfflugzeug der US-Luftwaffe patrouilliert am Himmel über dem Nahen Osten.
Foto: x @centcom

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Teheran hält grösstes Staatsbegräbnis ab, warnt USA vor Eskalation
  • Iranische Raketenangriffe auf Handelsschiffe nahe Hormus, erhebliche Schäden
  • Mindestens zwei Raketen, ein Tanker in Brand, Angriff bei Oman
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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

Teheran hält derzeit sein «grösstes Staatsbegräbnis aller Zeiten» ab, mobilisiert die Massen und warnte die USA noch ausdrücklich davor, während dieser Trauerzeit die angespannte Lage in der Strasse von Hormus zu eskalieren.

Während das iranische Regime die Trauermassen marschieren lässt, verübten iranische Streitkräfte neue Angriffe auf Schiffe nahe der Strasse von Hormus.

Die Revolutionsgarden (IRGC) hätten in der Nacht auf Mittwoch «mindestens zwei Raketen auf Handelsschiffe abgefeuert hat, die durch die Strasse von Hormus unterwegs waren», meldet der Nahostkorrespondent des Newsportals Axios unter Berufung auf US-Regierungkreise. Auf einem Tanker sei Feuer ausgebrochen, bestätigten die Britischen Seehandelsoperationen (UKMTO) in der Region. Es gebe erhebliche Schäden. Der Angriff ereignete sich acht Seemeilen östlich von Lima, Oman.

Trump: «Entweder Deal oder Job beenden»

Die US-Streitkräfte reagierten zunächst nicht auf die Angriffe. US‑Präsident Donald Trump (80) hatte noch am Montag erklärt, die USA würden entweder ein Abkommen mit dem Iran erreichen oder «den Job zu Ende bringen». Damit erneuerte er seine Drohung militärischer Massnahmen, während Teheran während der Beerdigung des verstorbenen ehemaligen Obersten Führers Ali Chamenei (†86) demonstrativ Stärke und Geschlossenheit zu zeigen versucht.

Die indirekten Gespräche zwischen den USA und dem Iran endeten vergangene Woche ohne sichtbaren Fortschritt. Die 60-tägige Waffenruhe nach den US- und israelischen Angriffen hatte eigentlich Raum für Diplomatie schaffen sollen.

Trump betonte jetzt: «Wir werden entweder einen Deal machen oder den Job beenden.» Vor Reportern ijm Oval Office fügte er hinzu: «Es wäre nicht schwer, den Job zu beenden.» Er bevorzuge eine Einigung, um «91 Millionen Menschen nicht zu beeinträchtigen».

«Unsere Raketen und Drohnen sind bereit»

Aus Teheran kam scharfe Kritik. Ein Regierungssprecher bezeichnete Trumps Drohungen als «wahnhaft» und warnte: «Die Iraner sind die Sprache der Drohungen nicht gewohnt. Sonst werden wir in einer anderen Sprache antworten.»

Schon am Wochenende warnten die Revolutionsgarden Schiffe per Seefunk: «Unsere Raketen und Drohnen sind bereit, auf euch zu schiessen», hiess es in einem mit dem «Wall Street Journal» geteilten, aufgezeichneten Funkspruch.

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