«Das ist dramatisch für das ganze Wallis»
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Generalstaatsanwältin Pilloud:«Das ist dramatisch für das ganze Wallis»

Zuhälterei und Entführung
Betreiber Jacques Moretti ist polizeibekannt

Nach dem tödlichen Brand in der Bar «Le Constellation» steht das Betreiberpaar im Fokus. Jacques Moretti soll laut «Le Parisien» bereits wegen Betrugs und Entführung im Gefängnis gesessen haben.
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Jessica und Jaques Moretti aus Korsika betrieben die Bar «Le Constellation».
Foto: zVg

Darum gehts

  • Nach Brand in Bar «Le Constellation» wird Sicherheit massiv kritisiert
  • Betreiber Jacques Moretti soll wegen früherer Straftaten in Frankreich bekannt sein
  • Moretti sass laut einem Bericht in Savoyen wegen Entführung und Betrugs im Gefängnis
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Gabriel KnupferRedaktor News

Nach dem Inferno in der Bar «Le Constellation» äusserten Überlebende Kritik an der Sicherheit in der Bar. Besonders im Fokus steht das Betreiberpaar Jacques (49) und Jessica Moretti (40). Sie wurden am Freitag befragt. Doch laut der Zeitung «Le Parisien», ist Jaques Moretti wegen früherer Fälle von Zuhälterei und Freiheitsberaubung in Frankreich bereits polizeibekannt.

Konkret gehe es um Zuhältereifälle, die rund dreissig Jahre zurückliegen, berichtet die Zeitung. Vor zwanzig Jahren sei Moretti in Savoyen wegen Betrugs, Entführung und Freiheitsberaubung im Gefängnis gesessen. Laut einer Polizeiquelle habe er seitdem jedoch nicht mehr zum «Spektrum der organisierten Kriminalität» gehört.

Bar selber umgebaut

Aktuell ermitteln die Behörden, ob in der Bar die Brandschutzbestimmungen eingehalten wurden. Unter anderem werde untersucht, welche Umbauten in der Bar durchgeführt wurden. Moretti hat nach der Übernahme viele Arbeiten selbst ausgeführt, wie Fotos auf der Facebook-Seite der Bar nahelegen.

Unter anderem zeigen die Bilder, wie Schaumstoffplatten an der Decke des Untergeschosses montiert werden sowie Arbeiten an der Treppe. Die schmale Treppe war laut Überlebenden der einzige Ausgang und machte den Raum für viele Opfer zur Todesfalle. Das Feuer wurde mutmasslich durch Wunderkerzen ausgelöst, die die Deckenverkleidung in Brand setzten.

Laut den Walliser Behörden ist noch offen, ob jemand strafrechtlich verfolgt werde. Möglich sei eine Untersuchung wegen fahrlässiger Tötung. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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