Darum gehts
- 40 Tote und 119 Verletzte bei Brand in Crans-Montana in der Neujahrsnacht
- Eliot Thelen (18) aus Luxemburg überlebt mit leichten Verbrennungen an der Hand
- 71 verletzte Schweizer, 14 Franzosen, 11 Italiener – 14 Nationalitäten noch unbekannt
Wo vor ein paar Tagen noch Silvesterfreude herrschte und Korken knallten, macht sich seit über 48 Stunden die pure Verzweiflung breit. 40 Tote. 40 vorwiegend junge Menschen, die in der beliebten Bar Le Constellation in Crans-Montana VS zum Feiern kamen und den Tod fanden. «Hier läuft die formelle Identifikation auf Hochtouren», sagt Frédéric Gisler, der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, am Freitagnachmittag an einer Pressekonferenz.
Hinzu kommen mindestens 119 Verletzte. Viele davon befinden sich noch immer in kritischem Zustand. Und noch immer ist unklar: Wer ist verletzt? Wer hat es nicht überlebt?
71 der Verletzten sind Schweizer, das steht seit Freitagnachmittag fest. Hinzu kommen 14 Franzosen, 11 Italiener, 4 Serben, ein Bosnier, ein Belgier, ein Luxemburger, ein Pole und ein Portugiese. Bei 14 Personen konnte die Nationalität bis jetzt noch nicht ermittelt werden.
18-jähriger Fussballer aus Luxemburg hat überlebt
Der eine Luxemburger dürfte Eliot Thelen (18) sein. Der Sohn des Luxemburger Handelskammer-Direktors Carlo Thelen (54) hat das verheerende Feuer in Crans-Montana überlebt. Das 18-jährige Fussballtalent, das beim Verein Delfino Pescara 1936 in der italienischen Serie B unter Vertrag steht, soll mit leichten Verletzungen davongekommen sein.
Gegenüber «L’Express» erklärte sein Vater, Eliot habe «sehr viel Glück gehabt». Das luxemburgische Aussenministerium bestätigte, dass der junge Fussballer, der auch Captain der luxemburgischen U-19-Nationalmannschaft ist, leichte Verbrennungen an der Hand davongetragen habe.
Instagram-Seite veröffentlicht Vermisste
Bereits seit Donnerstag sucht Laetitia Brodard-Sitre aus der Westschweiz nach ihrem Sohn. Seit der Neujahrsnacht fehlt von ihm jede Spur. Sie hat in den sozialen Netzwerken eine emotionale Botschaft veröffentlicht: «Ich habe die Hoffnung, dass das Bild meines Sohnes um die Welt geht», sagte die verzweifelte Mutter am späten Donnerstagabend zu «Le Temps».
Und sie ist nicht die Einzige. Viele Angehörige suchen immer noch händeringend und mit zunehmender Verzweiflung nach ihren Liebsten, die von der Brandkatastrophe in Crans-Montana betroffen sein könnten. Besonders in den sozialen Medien suchen Eltern nach ihren Kindern, Freunde suchen nach ihren Gspänli – und bitten um Hinweise.
Zu diesem Zweck wurde ein vorübergehender Instagram-Account mit Bildern und Namen erstellt, der wieder entfernt wird, sobald alle Betroffenen gefunden sind. Sie alle hoffen inständig, dass die vielen Verletzten allesamt den Spital lebend verlassen können.
Jung-Golfer aus Italien stirbt – Onkel dementiert
Offenbar nicht überlebt haben soll das Feuer der italienische Jung-Golfer Emanuele Galeppini (†16). Dies vermeldet zumindest der italienische Golfverband auf seiner Webseite und in den sozialen Medien: «Der italienische Golfverband trauert um Emanuele Galeppini, einen jungen Sportler, der Leidenschaft und authentische Werte mitbrachte», heisst es in der Mitteilung.
«In dieser Zeit grosser Trauer sind unsere Gedanken bei seiner Familie und allen, die ihn geliebt haben. Emanuele, du wirst für immer in unseren Herzen bleiben.» Der junge Italiener, wohnhaft in Dubai, stand auf der Liste der Vermissten, die vom italienischen Aussenministerium veröffentlicht worden war. Galeppini ist das erste identifizierte Opfer der Tragödie.
Doch sein Onkel Sebastiano Galeppini dementiert diese Information gemäss «La Repubblica». Er sagt: «Derzeit gilt Emanuele weiterhin als vermisst, und wir warten auf die Ergebnisse der DNA-Tests.»
Mädchen aus Frankreich vermisst
Wie der britische «Guardian» berichtet, soll auch eine Französin unter den Opfern sein, die im Vereinigten Königreich zur Schule ging. Ob Charlotte N.* noch lebt und in einem Spital liegt, ist unklar. Sie sei vor einiger Zeit von England zurück nach Frankreich gezogen und soll viel Zeit in Crans-Montana verbracht haben. Charlotte N. sei auf der Suche nach einem Job als Babysitterin gewesen.
Die Schule in Hertfordshire veröffentlichte am Freitagnachmittag ein emotionales Statement, in dem sie den Familien ihre Unterstützung zusicherte: «Wir beten für ein Wunder für Charlotte.» Ihre Familie soll seit dem Inferno in der Bar in Crans-Montana nichts mehr von der 15-Jährigen gehört haben.
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