Crans-Montana trauert um Todesopfer
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Kerzenmeer:Crans-Montana trauert um Todesopfer

Schatten über Weltcuprennen in Crans-Montana
«Man kann keine Party machen, während Leute um ihr Leben kämpfen»

Das tragische Unglück in Crans-Montana VS wirft einen dunklen Schatten auf die dort geplanten Skirennen Ende Januar und Anfang Februar. Nun geben die Verantwortlichen Auskunft.
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Ende Januar und Anfang Februar sind in Crans-Montana Skirennen geplant.
Foto: Getty Images

Darum gehts

  • Silvester-Brand in Crans-Montana erschüttert Schweiz, Ski-Rennen Vorbereitung läuft planmässig
  • Ehrenpräsident fordert Verzicht auf Feierlichkeiten, Rennen sollen trotzdem stattfinden
  • Ski-Star Camille Rast, 26, gibt Bestes, denkt an Heimat und Opfer
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Der tragische Brand an Silvester in Crans-Montana VS erschüttert die Schweiz. Im Hinblick auf die dort geplanten Skirennen Ende Januar und Anfang Februar sagt Daniel Bollinger, Vize-CEO der Rennen: «Die gesamte Gemeinschaft von Crans-Montana ist von diesem tragischen Ereignis zutiefst betroffen. Wir möchten einen Moment innehalten und in Gedanken bei den Familien sowie bei allen involvierten Mitarbeitenden sein.»

Bollinger fügt hinzu: «Zum jetzigen Zeitpunkt möchten wir keine Kommentare zu möglichen Auswirkungen auf unsere Veranstaltungen abgeben. Die Vorbereitungen für die kommenden Rennen werden planmässig fortgesetzt.» Auch Didier Défago, CEO der Ski-WM 2027 in Crans-Montana, wollte an Neujahr gegenüber der Agentur Keystone-SDA nicht kommentieren, welchen Einfluss die Tragödie auf die Weltcuprennen haben werde.

«Das gehört sich nicht»

Hugo Steinegger, langjähriger OK-Vizepräsident der Weltcup-Rennen in Crans-Montana und heutiger WM-Ehrenpräsident, äussert sich hingegen gegenüber Blick konkreter: «Die Gespräche, welche Anpassungen wir für die Weltcuprennen machen, werden bald folgen. Meiner Meinung nach ist klar, dass wir die Rennen durchführen sollten.»

Weiter sagt er: «Gleichzeitig würde ich auf jegliche Party-Festivitäten verzichten – auch auf die Startnummer-Auslosung und Siegeszeremonie auf dem Eisfeld im Zentrum. Das gehört sich nicht. Man kann keine Party machen, während wohl noch Leute im Spital um ihr Leben und um ihre Gesundheit kämpfen.»

Walliser Ski-Star zeigt sich betroffen

Ski-Star Camille Rast (26), in Vétroz VS unweit von Crans-Montana geboren, sagt gegenüber SRF: «Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es zu Hause gerade ist.» Am Wochenende bestreitet die Weltmeisterin im slowenischen Kranjska Gora einen Riesenslalom und einen Slalom. «Ich werde in den Rennen am Wochenende mein Bestes geben, aber in Gedanken bin ich bei den Leuten zu Hause.»

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