Darum gehts
- Nach Brand in Crans-Montana vermisst FC Lutry mehrere B-Junioren zwischen 16-18
- Eine Mutter sucht verzweifelt ihren Sohn, teilt Appell auf Facebook
- Rund 40 Opfer, Identifizierung dauert laut Bundespräsident Parmelin noch an
Dieser Mannschaftsausflug hätte eigentlich nur ein gemütlicher Neujahrsabend unter Freunden in Crans-Montana werden sollen. Nun fehlt von mehreren Mitgliedern der B-Junioren des FC Lutry, einem Verein aus dem Kanton Waadt, nach dem Brand in der Bar «Le Constellation» jede Spur.
Sie sollen einen Tisch für zwölf Personen reserviert haben. Viele der Jungs sind erst zwischen 16 und 18 Jahren alt. «Soweit ich weiss, wird einer von ihnen in einem Krankenhaus behandelt. Aber drei oder vier haben noch kein Lebenszeichen von sich gegeben», sagte der Präsident des FC Lutry, Stéphane Bise, am Nachmittag.
Die Nachricht verbreitete sich schnell in der waadtländischen Gemeinde. In den sozialen Netzwerken teilen Angehörige Fotos von den Teenagern, die als vermisst gelten.
«Wir wissen nicht, ob er noch lebt»
In seinem Verein seien mehrere Mannschaften betroffen, erklärte Bise. «Unser Verein und unser Dorf sind sehr hart von dieser Tragödie betroffen. Wir werden versuchen, so sensibel wie möglich damit umzugehen.»
In einer Nachricht auf Facebook macht sich eine Mutter Sorgen um ihren Sohn, der zu den Opfern des Brandes gehört. «Wir wissen nicht, ob er lebt und wo er ist, wenn jemand Informationen hat, in welchem Krankenhaus er ist, kontaktiert mich bitte», schrieb sie und rief dazu auf, ihre Nachricht zu teilen.
Bundespräsident Guy Parmelin erklärte während der Pressekonferenz am Donnerstag bereits, dass vor allem junge Menschen von der Tragödie betroffen sind. Die Identifizierung der rund 40 Opfer werde jedoch aufgrund der Brandverletzungen noch einige Zeit in Anspruch nehmen.