Zigaretten-Verbot in Italien
Wer am Strand raucht, blecht bis zu 500 Euro!

Wer in den Sommerferien gerne mit Drink und Zigarette am Strand liegt, muss sich das in Italien zukünftig zweimal überlegen. Immer mehr Strände führen ein striktes Rauchverbot ein. Wer dennoch qualmt, muss mit hohen Bussen rechnen.
Kommentieren
1/4
Die Strände in Pesaro sind beliebt und der Platz begrenzt. Wenn die Schirme so nahe beieinander sind, kann Passivrauchen zu einer echten Belastung werden.
Foto: imago/Westend61

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ab 1. April Rauchverbot an Pesaro-Stränden, inkl. E-Zigaretten
  • Jährlich über 100'000 Zigarettenkippen am Strand, Mikroplastik belastet Umwelt
  • Bussen bis 500 Euro für Rauchen ausserhalb gekennzeichneter Zonen
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Wiebke_Köhne_Praktikantin News Desk_Ringier Blick_1.jpg
Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Ab dem ersten April weht an den italienischen Stränden von Pesaro ein frischerer Wind – einer ohne Tabakqualm. Die Gemeinde setzt zu Beginn des Monats ein striktes Rauchverbot durch.

Bereits seit 2019 durfte man fünf Meter vor dem Ufer und im Wasser nicht mehr rauchen. Neu wird man sich auch unter dem eigenen Sonnenschirm zurückhalten müssen. Wie «La Repubblica» berichtet, gilt das Verbot auch für E-Zigaretten.

Schädliches Mikroplastik wird freigesetzt

Hauptgrund für die strengere Regelung ist der Umweltschutz. Allein an dem besagten Strand landen jährlich über hunderttausend Zigarettenkippen in Sand und Meer. Davon werden nicht nur die Fische krank.

Die Stummel brauchen bis zu 15 Jahre, um sich zu zersetzen. Bei dem Prozess geben sie schädliches Mikroplastik ab. Laut Luca de Gaetano von der gemeinnützigen Organisation Plastic Free Onlus ist die Abfallbekämpfung ein wichtiger Schritt, um die Qualität des Strandes zu verbessern. Auch gelte es, die Belastung durch Passivrauchen zu verringern «insbesondere für Kinder und gefährdete Personen, die sich häufig an der Küste aufhalten». 

Es lohnt sich, die Schilder zu lesen

Ganz verbannt werden die Raucher aber nicht. Am sogenannten Barbereich müssen die Strandbetreiber deutlich gekennzeichnete Plätze mit Aschenbechern einrichten. Wird man beim Rauchen ausserhalb der Zone erwischt, wird es teuer. Es drohen Bussen von umgerechnet bis zu 500 Euro. 

Immer mehr Strände in Italien werden rauchfrei. Damit du in deinen nächsten Ferien keine böse Überraschung erlebst, gibt Blick eine Übersicht, wo man sich besser zweimal auf die Beschilderung achten sollte. 

Bibione

Der beliebte Badeort in der Nähe von Venedig ist ein Vorreiter, wenn es um die Zigarettenbekämpfung geht. Der Strand wurde bereits 2011 rauchfrei, wie die Website der Gemeinde angibt. 

Sardinien

Die Insel nimmt den Schutz seiner Küstenwelt ernst. Rauchverbote gelten unter anderem am berühmten Strand La Pelosa in Stintino. Aber auch in den Buchten der gesamten Costa Smeralda darf laut Beitrag von Radiolina von letzter Woche nicht mehr geraucht werden.

Jesolo

Ein weiteres beliebtes Touristenziel, das sein Rauchverbot dieses Jahr auf den gesamten Strand erstreckt, ist Jesolo. Wie die «GDV» berichtete, wurde die Gemeinde am 14. März offiziell für den nachhaltigen Schritt geehrt. 

Apulien

Im Südosten von Italien gelten bereits seit 2019 in bestimmten Regionen Rauchverbote an den Stränden. In Porto Cesareo bezahlt man bei Verstössen ebenfalls Bussen bis zu 500 Euro. 

Sirolo

Auch schon seit 2017 rauchfrei sind die Strände in Sirolo. Wie die Umweltorganisation Codacons damals berichtete, setzte man das Rauchverbot nicht nur am Strand, sondern auch in allen Parks durch. 

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen