Schlemmen statt flennen
Wo man in Europa am günstigsten isst – und wo nicht

Planst du Ferien und liebst gutes Essen? Dann lohnt ein Blick auf die Restaurantpreise in Europa 2026. Von günstigen Dinner-Hotspots bis zu teuren City-Hochburgen – ein Studie zeigt, wo man für ein Drei-Gänge-Menü zu zweit tief in die Tasche greifen muss – und wo nicht.
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Wenn man günstig essen gehen möchte, lohnt sich eine Reise in die Balkanländer, wie eine Studie zeigt. Wie hier in einem Restaurant in Belgrad.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

  • Restaurantpreise zeigen grosse Unterschiede: Schweiz teuer, Südosteuropa günstig für 2026
  • Kosovo bietet das günstigste Dinner zu zweit, nur 18.40 Franken
  • Lugano und Zug führen mit 148.37 Franken als teuerste Städte Europas
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Daniel MacherRedaktor News

Wer Ferien plant, denkt an Strand, Städte oder Berge – und vergisst dabei oft einen der grössten Budgetfresser: das Essengehen. Denn wie teuer ein Reiseziel wirklich ist, zeigt sich nicht nur im Hotelpreis, sondern spätestens beim Blick auf die Restaurantrechnung. Genau hier setzt eine neue Auswertung von FerryGoGo an.

Für 2026 hat das Reiseunternehmen analysiert, was ein Drei-Gänge-Menü für zwei Personen in einem mittelklassigen Restaurant kostet – ohne Getränke, dafür europaweit. Das Ergebnis ist deutlich: Die Unterschiede sind gewaltig. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Land liegen über 80 Franken, bei den Städten sogar mehr als 130 Franken.

Günstig schlemmen: Südosteuropa räumt ab

Wer beim Auswärtsessen sparen will, sollte den Kompass nach Südost- und Osteuropa richten. Spitzenreiter ist der Kosovo: Ein Dinner zu zweit kostet dort im Schnitt gerade einmal 18.40 Franken. Auch Nordmazedonien (22.42 Fr.) und Moldau (27.89 Fr.) servieren volle Teller zu kleinen Preisen. Bosnien & Herzegowina (28.29 Fr.) und Serbien (35.28 Fr.) bleiben ebenfalls deutlich unter dem europäischen Durchschnitt.

Selbst klassische Ferienziele wie Bulgarien, Tschechien, Rumänien oder Albanien bewegen sich mit rund 38 Franken noch klar im unteren Budgetbereich. Wer gerne und häufig auswärts isst, merkt diesen Unterschied schnell – und spürt ihn positiv im Portemonnaie.

Teuer tafeln: Die Schweiz führt das Feld an

Am anderen Ende der Skala steht – wenig überraschend – die Schweiz. Mit durchschnittlich 98.73 Franken für ein Dinner zu zweit sind wir das teuerste Land Europas. Dänemark, Luxemburg und Norwegen folgen dicht dahinter. Auch die Niederlande, Irland, Finnland und Belgien spielen mit Preisen um die 73 Franken in der oberen Liga.

Zum Vergleich: Deutschland liegt bei 59.80 Franken, Österreich bei 64.40 Franken – solides Mittelfeld. Die Schweiz hingegen tanzt preislich klar aus der Reihe.

Wer Urlaubsgefühl und faire Preise verbinden will, findet den Sweet Spot im Süden Europas. Portugal punktet mit 41.40 Franken, Spanien und Griechenland liegen bei rund 46 Franken, Frankreich bei 55.20 Franken. Nicht die Schnäppchen des Rankings – aber deutlich entspannter als viele Ziele in Nordwesteuropa, vor allem bei längeren Aufenthalten.

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Städte treiben die Rechnung nach oben

Noch drastischer wird es auf Stadtebene. Lugano und Zug führen das Ranking mit satten 148.37 Franken für zwei Personen an. Zürich und Genf folgen, ebenso Metropolen wie Oslo und Kopenhagen. Ein Abendessen wird hier schnell zu einem teuren Vergnügen.

Ganz anders in Südosteuropa: Skopje (26.95 Fr.) oder Sarajevo (30.63 Fr.) bieten echtes Preis-Leistungs-Gold. Selbst in beliebten Städten wie Lissabon, Porto oder Sevilla bleibt man mit rund 46 Franken im Rahmen.

Die FerryGoGo-Daten zeigen klare Muster: Nordwesteuropa bleibt teuer, Südeuropa liefert solide Preis-Leistung – und Zentral- sowie Südosteuropa sind weiterhin die Budget-Champions. Wer in den Ferien gerne essen geht, kann mit der richtigen Destination nicht nur gut, sondern auch erstaunlich günstig geniessen.

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