Darum gehts
- Nicolás Maduro kämpft in den USA wegen Anwaltskosten
- US-Regierung blockiert Venezuelas Finanzierung, was Prozess gefährden könnte
- Trump kündigt «weitere Verfahren» gegen Maduro an
Nicolás Maduro (63) zeigte sich am zweiten Prozesstag gut gelaunt und begrüsste die Anwesenden mit einem freundlichen «Good morning!». Bei der Verhandlung ging es dann nicht um die Drogen- und Waffen-Vorwürfe, sondern ums Geld. Denn die Frage nach den Anwaltskosten hat das Potenzial, den ganzen Prozess scheitern zu lassen, wie der Sender CNN berichtet.
Dazu muss man wissen: Der entführte Ex-Präsident und seine Frau Cilia Flores (69) hatten angegeben, dass sie die Anwaltskosten nicht aus eigener Tasche bezahlen könnten. Gleichzeitig verhindert die US-Regierung, dass der Staat Venezuela für die Verteidigung des gestürzten Machthabers bezahlt.
Anwalt fordert Freilassung
Maduros Anwalt forderte deshalb, das Verfahren einzustellen und Maduro freizulassen, was Richter Alvin Hellerstein (92) zumindest im Moment ablehnte. «Ich werde den Fall nicht abweisen», sagte der Richter. Ein Pflichtanwalt komme für ein derart komplexes Verfahren aber ebenfalls nicht in Frage.
Die Folge: Hellerstein liess durchblicken, dass er diese Entscheidung überdenken könnte, falls die US-Regierung willkürlich beschloss, Venezuela an der Zahlung der Anwaltskosten zu hindern. In diesem Fall könnten die Anwälte von Maduro und seiner Frau erneut die Einstellung des Verfahrens beantragen.
Kopfgeld von 50 Millionen Dollar
Maduro und Flores wird vorgeworfen, an der Spitze eines Drogenkartells gestanden zu haben. Vor der Verhaftung hatten die USA ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar auf den venezolanischen Präsidenten ausgesetzt.
Eine Freilassung aus Verfahrensgründen ist angesichts der schweren Vorwürfe höchst unwahrscheinlich. US-Präsident Donald Trump (79) hat zudem bereits angekündigt, dass bald «weitere Verfahren» gegen Maduro eingeleitet würden.