Darum gehts
- Nicolás Maduro bleibt laut Delcy Rodríguez rechtmässiger Präsident Venezuelas seit Januar
- Rodríguez nennt US-Festnahme Maduros eine Verletzung der venezolanischen Souveränität
- Maduro wurde am 3. Januar 2026 vom US-Militär verhaftet
Der in den USA inhaftierte Nicolás Maduro (63) ist aus Sicht der geschäftsführenden venezolanischen Präsidentin Delcy Rodríguez (56) weiterhin der rechtmässige Präsident des Landes. Maduro sei unschuldig und bleibe mehr als einen Monat nach seiner Gefangennahme durch das US-Militär der «legitime Staatschef» des südamerikanischen Landes, sagte Rodríguez dem US-Sender NBC in Caracas.
Nach dem US-Einsatz am 3. Januar in Caracas wurden Maduro und seine Frau Cilia Flores (69) nach New York gebracht. Dort soll ihnen wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden. Rodríguez, die unter dem autoritär regierenden Maduro Vizepräsidentin war, übernahm als geschäftsführende Präsidentin die Führung des ölreichen Landes.
Rodríguez: US-Operation verletzte Souveränität des Landes
Seit dem Machtwechsel befindet sich Venezuela in einer Phase politischer Umbrüche. Rodríguez gilt nun als zentrale Ansprechpartnerin für die US-Regierung, vor allem bei Verhandlungen über die Verwaltung der riesigen Ölvorkommen des Landes. Derzeit hält sich US-Energieminister Chris Wright zu einem Besuch in Venezuela auf.
Mit diesen Äusserungen bekräftigt Rodriguez weiterhin, dass die US-Operation zur Festnahme Maduros im vergangenen Monat eine Verletzung der venezolanischen Souveränität darstellte. Diese Aussagen überraschen vor dem Hintergrund, als dass Trump behauptet, Rodríguez kooperiere mit ihren Bemühungen, die riesige Ölindustrie Venezuelas zu reformieren.