Maduro wird in Handschellen der Öffentlichkeit vorgezeigt
0:11
Venezuelas Präsident in Haft:Maduro wird in Handschellen der Öffentlichkeit vorgezeigt

Die gefährlichen, letzten Minuten der Maduro-Mission
Um 2.01 Uhr gerieten US-Soldaten ins finale Feuergefecht

Ein gefährliches Feuergefecht, kämpfende Soldaten und schliesslich die Entführung: Neue Recherchen zeigen, wie gefährlich die Festnahme von Ex-Venezuela-Machthaber Nicolás Maduro wirklich war.
Kommentieren
1/7
Solche Bilder gingen Anfang Januar um die Welt: Die USA greifen venezolanische Militäranlagen an.
Foto: Screenshot X

Darum gehts

  • US-Spezialeinheiten nahmen Maduro Anfang Januar in Caracas fest
  • Helikopter geriet unter Beschuss nahe Fort Tiuna um 2.01 Uhr
  • Feuergefecht dauerte zwei Minuten, riskant wegen niedriger Helikopterhöhe
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
RMS_Portrait_AUTOR_332.JPG
Janine EnderliRedaktorin News

Die Sonne war noch nicht aufgegangen, als hoch über Caracas plötzlich amerikanische Flugzeuge auftauchten. An Bord: Spezialeinheiten, die den venezolanischen Ex-Machthaber Nicolás Maduro (63) festnehmen wollten. Dieses Vorhaben Anfang Januar gelang, doch der Einsatz war mit erheblichen Risiken verbunden, wie jetzt bekannt wird.

CNN hat die gesamte Mission «Absolute Resolve» (zu Deutsch: absolute Entschlossenheit) analysiert und die gefährlichsten Minuten des gesamten Einsatzes rekonstruiert.

Intensives Feuergefecht vor Maduros Schlafzimmer

Auf Aufnahmen ist zu sehen, dass es um 2.01 Uhr rund um den Militärkomplex Fort Tiuna, wo sich Maduro befand, zu einem intensiven Kreuzfeuer zwischen amerikanischen Kampfflugzeugen und der venezolanischen Luftabwehr kam.

Mitten in der Schusslinie: zwei amerikanische Helikopter. Sie sollten die Soldaten auf Maduros Anwesen absetzen und sie wieder abholen.

Das Feuergefecht hielt zwei Minuten lang an. Während die Helikopter landeten und schliesslich wieder abflogen, wurden sie permanent beschossen.

So lief der riskanteste Teil der Mission ab

Verschärft wurde die Situation dadurch, dass die US-Streitkräfte den riskantesten Landeplatz gewählt hatten – direkt auf Maduros Anwesen.

Anschliessend durchsuchten US-Truppen das Gelände und nahmen den venezolanischen Anführer gefangen. Die Bergungstruppe geriet dann in schwere Kämpfe mit venezolanischen Bodentruppen – das Überraschungsmoment war dahin.

«Jeder Helikopter ist eine Minute vor der Landung und eine Minute nach dem Start am verwundbarsten», erklärt Wes Bryant, ein pensionierter Stabsfeldwebel der US-Luftwaffe, gegenüber CNN. Der Grund ist klar: Am Boden ist ein Fluggerät leichtere Beute, da die nötige Höhe und Wendigkeit fehlen.

Der amerikanischen Helikopter war offenbar mit 30-Millimeter-Maschinenkanonen ausgerüstet.

Wochenlange Übungen

Die Festnahme von Maduro war keine spontane Aktion, sondern das Ergebnis monatelanger Vorbereitung durch die US‑Regierung und militärische Geheimdienste. US‑Streitkräfte hatten bereits Wochen vor dem Einsatz detaillierte Pläne ausgearbeitet und mit echten Fluggeräten geübt, um die Mission präzise durchzuführen.

Im Blick auf die entscheidende Phase der Mission, sagt Experte Bryant: «Eine unserer wichtigsten Taktiken – es ist ein Mantra der US-Spezialkräfte – ist Schnelligkeit, Überraschung und Brutalität des Vorgehens.»

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen