Hier greift die USA Venezuela an
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Video zeigt:Hier greift die USA Venezuela an

Angriffe, Explosionen, Maduro-Festnahme
Das musst du zur US-Eskalation in Venezuela jetzt wissen

Seit Samstagmorgen läuft ein US-Angriff in Venezuela. Präsident Nicolas Maduro wurde festgenommen und soll in Gewahrsam der US-Streitkräfte sein, wie Donald Trump schreibt. Blick erklärt dir den aktuellen Konflikt in sieben Punkten.
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US-Präsident Trump bestätigte inzwischen die Angriffe auf Venezuela.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • USA griffen am 3. Januar 2026 Venezuela an, Maduro festgenommen
  • Venezuela beschuldigt USA, UN-Charta verletzt und Ölressourcen begehrt zu haben
  • Land besitzt weltweit grösste Erdölreserven: geschätzte 303 Milliarden Barrel
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Daniel MacherRedaktor News
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Was ist in Venezuela gerade passiert?

Die USA haben in der Nacht auf Samstag Ziele in Venezuela angegriffen. Die Attacken starteten um 2 Uhr Ortszeit (7 Uhr MEZ). Hubschrauber und dichte Rauchwolken wurden über der Hauptstadt Caracas gesichtet. Nach Angaben von CBS News, die sich auf US-Beamte berufen, hat US-Präsident Donald Trump (79) die Angriffe genehmigt. 

Die venezolanische Regierung wirft den USA eine militärische Aggression gegen zivile und militärische Ziele vor. In einer offiziellen Mitteilung erklärt Caracas, die Angriffe stellten eine Verletzung der UN-Charta dar. Es hätte Todesopfer gegeben, sowohl Soldaten als auch Zivilisten seien gestorben.

Wenige Stunden nach Beginn der Angriffe folgte dann ein Statement von Trump persönlich. Amerikas Streitkräfte hätten Venezuelas Präsident Nicolas Maduro (63) und dessen Ehefrau Cilia Flores «festgenommen» und «ausgeflogen». Laut einem Medienbericht hat eine US-Elite-Spezialeinheit die beiden gefangen genommen.

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Wo ist Maduro derzeit?

Laut Trump in Gewahrsam amerikanischer Streitkräfte. Wo genau, ist unklar. Es ist möglich, dass sich Maduro derzeit an Bord eines Flugzeugs als Gefangener befindet – und in die USA gebracht werden könnte. Theoretisch dauert ein Flug von Caracas an die amerikanische Ostküste fünf Stunden. Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez erklärte am Samstagmorgen, die Regierung wisse nicht, wo sich Maduro und First Lady Cilia Flores befinden. Venezuelas Verteidigungsminister Vladimir Padrino will noch nicht aufgeben und ruft die Bevölkerung zum Widerstand auf.

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Was steckt hinter der Eskalation?

Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela hatte sich in den vergangenen Monaten zugespitzt. Die Amerikaner bauten ihre militärische Präsenz in der Region massiv aus, darunter mit dem Mega-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford, weiteren Kriegsschiffen, Kampfflugzeugen und einem Langstreckenbomber. Seit Herbst griffen US-Streitkräfte nach eigenen Angaben mehrfach mutmassliche Drogenboote an. Laut Trump kamen dabei mehr als 100 Menschen ums Leben. 

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Was sind die Ziele der USA?

Laut Trump ist Venezuela hauptverantwortlich für die Drogenkrise in den USA – und müsse dafür bestraft werden. Der US-Präsident sagte auch schon, dass Maduro und dessen Regierung viel Geld am Drogenhandel in Amerika verdienen würden. Gelingt es den Amerikanern nun also, die Maduro-Regierung loszuwerden, könnte eine neue Regierung, die Amerika freundlicher gesinnt ist, installiert werden. Ein Regimewechsel als Ziel nannte Trump bisher allerdings nicht. 

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Was sind die Vorwürfe von Venezuela an die USA?

Maduro wirft Trump und den USA vor, ihnen gehe es hauptsächlich um die venezolanischen Bodenschätze. Tatsächlich besitzt das Land mit geschätzten 303 Milliarden Barrel die weltweit grössten nachgewiesenen Erdölreserven – sogar deutlich mehr als Saudi-Arabien. 

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Wann informiert Trump?

US-Präsident Donald Trump befindet sich derzeit in seinem Wochenendanwesen Mar-A-Lago in Florida. Das Weisse Haus teilte am Samstagmorgen mit, dass dort um 11 Uhr Ortszeit (17 Uhr MEZ) eine Pressekonferenz mit Trump stattfinden würde.

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Wie ist Maduro an die Macht gekommen?

Nach dem Tod von Ex-Präsiodent Hugo Chávez (†58) wurde Maduro am 8. März 2013 als Interimspräsident vereidigt. Er lancierte bereits am Tag darauf Neuwahlen. Einen Monat später war es soweit. Während des kurzen Wahlkampfes wurden Opposition und Medien erheblich eingeschüchtert und behindert. Maduro gewann die Wahlen angeblich – und hält sich seither an der Macht. Seine ärgste Gegenspielerin war zuletzt Maria Corina Machado (58), die für ihren Einsatz für die Demokratie in Venezuela 2025 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

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