Darum gehts
- USA setzen Green-Card-Lotterie nach Amoklauf an Brown University aus
- Mutmasslicher Schütze war Portugiese, erhielt 2017 eine Green Card
- Fast 20 Millionen Menschen bewarben sich 2025 für die Visa-Lotterie
US-Heimatschutzministerin Kristi Noem (54) hat auf Anweisung von Präsident Donald Trump (79) die Aussetzung des Green-Card-Lotterieprogramms angeordnet. Der Grund: Der mutmassliche Schütze beim Amoklauf vom vergangenen Samstag an der Brown University im US-Bundesstaat Rhode Island, Claudio Manuel Neves-Valente (†48), hatte 2017 eine Green Card erhalten.
Der Portugiese wurde am Donnerstagabend tot aufgefunden. Er hatte sich selbst gerichtet. Beim Amoklauf an der Brown University soll er zwei Studenten getötet haben. Am Montag erschoss er den US-Behörden zufolge zudem einen Professor für Nuklearwissenschaft am Massachusetts Institute of Technology (MIT). «Dieser abscheuliche Mensch hätte niemals in unser Land gelassen werden dürfen», schreibt Noem auf der Plattform X.
Programm zur Förderung der Diversität
Ein Visa-Programm zur Förderung der Diversität stellt jedes Jahr bis zu 50'000 Green Cards per Lotterie für Menschen aus Ländern zur Verfügung, die in den USA wenig vertreten sind. Trump lehnt diese Visa-Lotterie seit langem ab.
Nachdem im November ein Afghane als Schütze bei einem tödlichen Angriff auf Mitglieder der Nationalgarde identifiziert worden war, verhängte die Trump-Regierung bereits umfassende Regeln gegen die Einwanderung aus Afghanistan und anderen Ländern.
Fast 20 Millionen Menschen bewarben sich 2025 für die Visa-Lotterie. Die Gewinner werden in den Konsulaten befragt und unterliegen denselben Anforderungen und Sicherheitsüberprüfungen wie andere Green-Card-Antragsteller.