FBI-Chef feiert wilde Bier-Party mit US-Eishockeyteam
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Nach Final-Sieg an Olympia:FBI-Chef feiert wilde Bier-Party mit US-Eishockeyteam

VIP-Tauchausflug, Luxusreisen, Alkoholexzesse
Das ist die Skandal-Akte von FBI-Chef Kash Patel

FBI-Chef Kash Patel sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Alkoholexzesse, Luxustrips mit FBI-Ressourcen, ein chaotischer Führungsstil und nun auch noch Unstimmigkeiten bei einem Schnorchelausflug. Die Skandal-Liste des FBI-Direktors und engen Trump-Vertrauten ist lang.
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FBI-Direktor Kash Patel gerät wegen verschiedener Skandale immer wieder in die Schlagzeilen.
Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FBI-Chef Kash Patel (46) gerät wegen verschiedener Skandale immer wieder in Kritik
  • VIP-Schnorcheln in Pearl Harbor trotz Verbot und Kritik an Geheimhaltung
  • 35'000 bis 50'000 Dollar teure Luxussuite bei Konzert-Trip mit FBI-Jet genutzt
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Schnorcheln bei Pearl Harbor, Luxustrip zum Country-Konzert oder eine ausgelassene Kabinenparty mit der US-Eishockey-Olympiamannschaft – was wie eine Instagram-Story eines Influencers daherkommt, ist tatsächlich die Reiseliste von FBI-Chef Kash Patel (46).

Im Februar 2025 war der umstrittene Jurist und enge Trump-Vertraute Kash Patel zum neuen FBI-Direktor gewählt worden. Während seiner Amtszeit geriet der 46-Jährige immer wieder in die Schlagzeilen. Blick hat für dich die Skandalakte des FBI-Direktors zusammengestellt. 

VIP-Schnorcheln am Kriegsgrab

Zuletzt hatte eine geheime «VIP-Schnorcheltour» Patels für viel Kritik gesorgt. Vergangenen Sommer war der FBI-Direktor nach Hawaii gereist. Das FBI betonte, dass es sich um eine offizielle Reise handelte, und gab Patels Diensttermine an: Besuch im FBI-Büro in Honolulu, Treffen mit Sicherheitsbehörden. Ausgelassen wurde jedoch ein exklusiver Schnorchelgang am gesunkenen US-Kriegsschiff USS Arizona in Pearl Harbor. Darüber berichtete kürzlich die Nachrichtenagentur AP in Bezugnahme auf Regierungsmails. 

Die Mails zeigen: Wenige Tage nach seinen offiziellen Dienstterminen nahm Patel an der vom Militär organisierten und als «VIP-Schnorcheltour» bezeichneten Veranstaltung teil. Auf dem militärischen Friedhof liegen über 900 Seeleute und Marinesoldaten seit dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor im Jahr 1941 begraben. Patels Schnorchelgang stiess auf viel Kritik. Einerseits, weil die Tour nicht offiziell angegeben worden war und als Freizeitaktivität erschien, und andererseits, weil das Schnorcheln und Tauchen um die wichtige Gedenkstätte bis auf wenige Ausnahmen verboten ist. 

Konzerttrip im FBI-Jet

Es war nicht das erste Mal, dass Patel auf seinen Reisen berufliche Pflichten mit Freizeitaktivitäten vermischte. Wie die «New York Times» kürzlich berichtete, besuchte Patel gemeinsam mit seiner Partnerin Alexis Wilkins im Mai 2025 ein Konzert der Country-Sänger George Strait und Chris Stapleton. Das Paar flog dazu im FBI-Jet Gulfstream V von Washington nach Philadelphia und später wieder zurück. Während des Trips gastierten sie nach Angaben der «New York Times» in einer Luxussuite, die für 35'000 bis 50'000 Dollar angeboten wird. 

Ein FBI-Sprecher erklärte der Zeitung, dass Patels Partnerin ein «eingeladener Gast» der Künstler gewesen sei, gab jedoch keine Auskunft, wer den Ausflug finanziert hatte.

Kabinenparty mit US-Eishockey-Olympiateam

Während der Olympischen Winterspiele in Italien im Februar sorgte ein besonderer Auftritt des FBI-Chefs für Schlagzeilen. Auf Social Media stiess ein Video, das Kash Patel bei einer Kabinenparty mit dem US-Eishockey-Team nach dessen Goldmedaillensieg zeigt, auf viel Kritik. Patel feiert ausgelassen mit der Mannschaft, kippt eine Flasche Bier auf ex, verspritzt den Rest in der Kabine und springt grölend herum. Offiziell befand sich Patel während dieser Party auf Staatsbesuch in Italien, um italienische Sicherheitsbehörden und US-Kräfte zu treffen, die an der Absicherung der Winterspiele beteiligt waren. 

«Das ist eine reine Farce»
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Patel bei Senatsanhörung:«Das ist eine reine Farce»

Vorwürfe zu Trinkexzessen

Im April tauchte ein Investigativbericht des «The Atlantic» auf. Darin schrieb Journalistin Sarah Fitzpatrick in Bezugnahme auf mehrere FBI-Beamte von einem gravierenden Alkoholproblem des FBI-Chefs. Demnach soll dieser angeblich regelmässig in teuren Nachtclubs exzessive Trinkgelage abhalten. Während der Arbeit hätten ihn Mitarbeiter daher im betrunkenen Zustand immer wieder aufwecken müssen. Zudem war von unbegründeten Abwesenheiten die Rede, von Ausrastern und einem einschüchternden Führungsstil.

Patel reichte gegen «The Atlantic» und Fitzpatrick daraufhin eine Verleumdungsklage in Höhe von 250 Millionen Dollar Schadenersatz ein. 

Rechte Verschwörungstheorien

Schon vor seiner Ernennung als FBI-Direktor sorgte Patel immer wieder für Kontroversen. Wiederholt griff Patel die sogenannte «Deep State»-Verschwörungstheorie auf, die behauptet, dass ein Netzwerk aus Beamten, Geheimdiensten, Medien und Bürokraten gegen Donald Trump arbeite. Zudem behauptete Patel, die US-Präsidentschaftswahl 2020 sei manipuliert oder «gestohlen» worden. Während der Corona-Pandemie griff er zudem die Theorie auf, das Virus sei in einem Labor entstanden.

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