Darum gehts
- FBI-Direktor Kash Patel attackiert Senator Van Hollen bei Anhörung heftig
- FBI-Mitarbeiter berichten über Patels Alkoholkonsum und Entlassungsängste
- Van Hollen mit umstrittenem Foto aus El Salvador, Bukele postete es
Dass Kash Patel (46) gerne mal tief in Glas schaut, ist in Washington ein offenes Geheimnis. Doch als er bei einer Anhörung vor einem Senatsausschuss darauf angesprochen wurde, attackierte der FBI-Chef den Fragesteller frontal.
Als Senator Chris Van Hollen (67) fragte, was es mit Medienberichten über Patels «exzessivem Alkoholkonsum» auf sich habe, eskalierte die Situation. «Die einzige Person, die in El Salvador mit einem verurteilten Vergewaltiger und Bandenmitglied Margaritas gebechert hat, waren Sie», gab der FBI-Chef zurück.
«Die einzige Person, die in Washington eine Barrechnung von 7000 Dollar angehäuft hat, waren Sie. Die einzige Person in diesem Raum, die tagsüber auf Kosten der Steuerzahler getrunken hat, sind Sie», so Patel. «Das lässt mich vermuten, dass die Vorwürfe gegen Sie wahr sind», antwortete Van Hollen.
Irreführende Verteidigung
Der Hintergrund: Van Hollen hatte in El Salvador Kilmar Abrego García (31) getroffen, den die US-Regierung wegen angeblichen Menschenhandels abschieben liess. Nur: Abrego García wurde nie wegen Vergewaltigung verurteilt, wie Patel behauptete. Der Salvadorianer durfte nach einem Urteil des Obersten Gerichts zurück in die USA.
Laut Van Hollen war das Foto mit den Drinks zudem inszeniert, er habe die Getränke nicht angerührt. Laut dem Sender CNN wurde das Bild vom salvadorianischen Präsidenten Nayib Bukele (44) gepostet. Dieser ist eng mit US-Präsident Donald Trump (79) verbündet.
Panische Angst vor Entlassung
Patel steht nach einem Artikel in «The Atlantic» mit dem Rücken zur Wand. Zahlreiche ehemalige und aktuelle FBI-Mitarbeiter berichteten gegenüber der Zeitschrift, dass der Direktor wiederholt betrunken bei der Arbeit erschienen sei und panische Angst vor einer Entlassung habe.
Dass ihm nun seine Antwort in der Anhörung bei Trump weiter schaden wird, ist aber nicht zu erwarten. Der US-Präsident kontert kritische Fragen von Reportern ebenfalls gerne mit Beleidigungen und persönlichen Attacken.