Darum gehts
- Trump will mehr Einfluss in Grönland und entsendet Jeff Landry dorthin
- Die USA fordern laut Medien Vetorechte und planen drei weitere Militärbasen
- Grönlands Regierung betont: «Wir stehen nicht zum Verkauf»
Der Iran-Krieg ist noch nicht abgeschlossen, doch schon sieht sich Donald Trump (79) nach neuen Zielen um. Neben Kuba gerät dabei auch Grönland wieder ins Visier des US-Präsidenten, wie die Tagesschau der ARD berichtet.
Trump schickte seinen Sondergesandten Jeff Landry (55) auf die arktische Insel. Sein Auftrag: Er solle in Grönland so viele Freunde wie möglich finden. Der Zeitpunkt für den Besuch ist strategisch gewählt: In Dänemark finden Koalitionsverhandlungen statt, weshalb der Fokus in Kopenhagen gerade nicht auf Grönland liegt.
«Ich will lernen»
Er sei hier, um Beziehungen aufzubauen, so Landry. «Ich will mir die Dinge ansehen und lernen.» Doch in den freundlichen Worten schwingt eine Drohung mit. Die USA fordern laut US-Medienberichten mehr Einfluss in Grönland. Unter soll Washington ein Vetorecht bei allen grösseren Investitionen auf der Insel verlangen und drei weitere Militärbasen planen.
Auch ob Trump seine Ansprüche auf die Insel als Teil der USA aufgegeben hat, ist unklar. Nach der Eskalation mit offenen Kriegsdrohungen gegen das Nato-Mitglied Dänemark Anfang Jahr, hielt sich der US-Präsident zuletzt bezüglich Grönland auffallend zurück.
Keine Details zu Gesprächen
Anlässlich von Landrys Besuch betonte die grönländische Regierung einmal mehr, dass man nicht zum Verkauf stehe. Zu den aktuellen Gesprächen mit Politikern und Wirtschaftsvertretern wurden keine Details bekannt.
Doch auf der grössten Insel der Welt sorgt der unerwünschte Besuch für Nervosität. Landry ist Gouverneur von Louisiana und ein treuer Trump-Anhänger. Er hatte es im Dezember auf der Plattform X als Ehre bezeichnet, dazu beitragen zu dürfen, «Grönland zu einem Teil der USA zu machen».