Darum gehts
- Donald Trump bekräftigt Anspruch auf Grönland
- Ehemalige Beraterin postet Karte mit US-Flagge
- Dänemark und Grönland reagieren empört
Noch ist unklar, wie es in Venezuela nach Nicolas Maduros' (63) Entmachtung weitergeht. Doch Donald Trump (79) nimmt bereits sein nächstes Ziel ins Visier. «Wir brauchen Grönland absolut», sagte der US-Präsident in einem Interview mit der Zeitschrift «The Atlantic». Die Insel sei von russischen und chinesischen Kriegsschiffen umzingelt. «Dänemark wird das nicht schaffen», ergänzte Trump später an Bord der Air Force One.
Ein Beitrag der ehemaligen Regierungsberaterin Katie Miller (34) giesst ebenfalls Öl ins Feuer. Die Frau von Trumps einflussreichem Vize-Stabschef Stephen Miller (40) postete am Sonntag eine Karte Grönlands in den US-Farben und das Wort: «SOON» (BALD).
Trump will Grönland seit Jahren
Die US-amerikanische Kontrolle über Grönland ist eine Obsession von Trump. Und wie im Fall von Maduro und Venezuela geht es dem US-Präsidenten auch bei der grössten Insel der Welt um Rohstoffe und Geopolitik. Bereits in seiner ersten Amtszeit hatte Trump Dänemark zum Verkauf aufgefordert.
Anfang 2025 startete dann die zweite Runde von Trumps Grönland-Übernahmeplänen. Sein Sohn Don Jr. (48) und Vizepräsident J. D. Vance (41) besuchten die Insel – offiziell als Touristen, aber auch um Druck auf Dänemark zu machen. Und im Dezember ernannte der US-Präsident den Gouverneur des Bundesstaats Louisiana, Jeff Landry (54), zum Sondergesandten für die offiziell zu Dänemark gehörende Insel.
Dänemark und Grönland wehren sich
In Dänemark und auf Grönland ist man über die erneute Aufmerksamkeit aus Washington wenig erfreut. «Die USA haben kein Recht, eines der drei Länder des dänischen Königreichs zu annektieren», sagte die dänische Premierministerin Mette Frederiksen (48) laut dem «Guardian».
Der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen (34), der für eine stärkere Eigenständigkeit der Insel eintritt, äusserte ebenfalls Ablehnung zum Getöse aus den USA. «Die Beziehungen zwischen Nationen und Völkern beruhen auf gegenseitigem Respekt und internationalem Recht – nicht auf symbolischen Gesten, die unseren Status und unsere Rechte missachten», schrieb er.
Gold und Seltene Erden
Grönland ist als Tor zur Arktis geopolitisch bedeutsam. Unter dem grönländischen Eis ruhen zudem gewaltige Bodenschätze. Neben Gold, Platin, Kupfer und Eisen hat es auch Seltene Erden. Diese werden etwa für den Bau von Elektromotoren gebraucht und spielen für die Energiewende eine wichtige Rolle.
Aktuell betreiben die USA auf Grönland die Militärbasis Pituffik Space Base (früher: Thule). Diese war vor allem im Kalten Krieg strategisch bedeutsam.