Darum gehts
- Trump-Iran-Verhandlungen blockiert: Teheran fordert Freigabe von 24 Mrd. Dollar
- Freigabe würde Trumps Glaubwürdigkeit wegen früherer Kritik an Obama beschädigen
- Iran droht mit Kriegsausweitung, falls USA erneut angreifen
Seit Wochen verspricht US-Präsident Donald Trump (79) immer wieder einen raschen Deal mit dem Iran. Doch passiert ist nichts. Die Verhandlungen stecken fest, laut Teheran gibt es keinerlei Fortschritte in den Gesprächen.
Nun erklärte ein ranghohes Mitglied der iranischen Führung dem US-Sender CNN, woran es harzt. Ein mögliches Friedensabkommen hänge davon ab, dass die Trump-Regierung 24 Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Vermögenswerten freigebe, sagte Mohsen Rezai (71). Der ehemalige Führer der Revolutionsgarde gilt als Vertrauter des Obersten Führers Modschtaba Chamenei (56).
Freigabe wäre peinlich für Trump
«Die Verhandlungen befinden sich in einer Sackgasse, und Trump muss diese Sackgasse durchbrechen», so Rezai. Doch eine Freigabe der eingefrorenen Gelder wäre ein Gesichtsverlust für den US-Präsidenten. Trump hatte Ex-Präsident Barack Obama (64) immer wieder beschuldigt, «Paletten voller Bargeld» ans Mullah-Regime geliefert zu haben.
«Wenn er eine Einigung mit dem Iran erzielen will, sind diese 24 Milliarden Dollar ein Vertrauensbeweis, den der Iran von Trump erwartet», machte Rezai nun klar. Iran werde den Krieg über den Persischen Golf hinaus «ausweiten», falls die USA erneut angreifen würden.
Dem von Trump ins Spiel gebrachten Treffen mit dem Obersten Führer erteilte Rezai eine Absage. «Das wird nicht passieren.» Die USA und Israel hatten am ersten Kriegstag Modschtabas Vater Ali Chamenei (†86) und mehrere Familienmitglieder des neuen Machthabers getötet. Auch Modschtaba soll beim Angriff schwer verwundet worden sein.