Darum gehts
- US-Flugzeugträger USS Abraham Lincoln über 250 Tage ohne Landgang im Einsatz
- Crew leidet unter psychischem Druck, schlechten Bedingungen und Suizidgedanken
- Einsatzstart am 21. November 2025, Ablösung durch USS Theodore Roosevelt unklar
Über 250 Tage im Einsatz, mehr als 200 davon ohne Landgang: Die Zustände an Bord des US-Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln sorgen für politischen Druck in den USA.
US-Medien wie die «Navy Times» und «Stars and Stripes» berichten von gravierenden Problemen – von rationierten Mahlzeiten über verschimmelte Duschen bis hin zu Suizidversuchen.
Nun fordern mehrere US-Senatoren Aufklärung: Der Demokrat Richard Blumenthal hat am Mittwoch ein Schreiben an Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) veröffentlicht. Darin verweist er auf den «Rekord für aufeinanderfolgende Tage auf See».
«Ich hoffe, dass ich morgen nicht mehr aufwache»
Die anhaltende Belastung zeige deutliche Auswirkungen auf die Besatzung, so Blumenthal weiter. Auch sein Parteikollege Ruben Gallego äussert sich alarmiert und fordert, dass sich eine Gruppe aus Mitgliedern beider Parteien einen unabhängigen Überblick über die Situation verschaffen solle.
Laut «Stars and Stripes» sind die psychischen Probleme der Crew so gravierend, dass Angehörige bei einer Townhall-Veranstaltung in San Diego verzweifelt ihre Sorgen äusserten. Eine Frau berichtete, ihr Mann habe ihr geschrieben: «Ich hoffe, dass ich morgen nicht mehr aufwache.»
Defekte Toiletten und mangelnde Hygiene
Die Zeitung beschreibt einen enormen psychischen Druck, der durch 12- bis 16-Stunden-Schichten und fehlende freie Tage verstärkt werde. Die USS Abraham Lincoln war am 21. November 2025 aus San Diego ausgelaufen, ursprünglich für einen Einsatz im südchinesischen Meer. Doch nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran ab dem 28. Februar wurde der Flugzeugträger in die Krisenregion entsandt und die Einsatzzeit wurde immer wieder verlängert. Die Moral soll stark unter dieser langen Zeit auf See leiden.
Seitdem häufen sich Berichte über defekte Toiletten, sporadisches warmes Wasser und mangelnde Hygiene an Bord. Die US-Navy hat laut «Stars and Stripes» bereits einen Ersatzflugzeugträger vorbereitet. Wann die USS Theodore Roosevelt die USS Abraham Lincoln ablösen wird, bleibt allerdings unklar. Eine Stellungnahme der US-Armee zu den Vorwürfen steht bislang aus.
Diese Stellen sind rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen und für ihr Umfeld da:
- Beratungstelefon der Dargebotenen Hand: Telefon 143 www.143.ch
- Beratungstelefon von Pro Juventute (für Kinder und Jugendliche): Telefon 147 www.147.ch
- Weitere Adressen und Informationen: www.reden-kann-retten.ch
Adressen für Menschen, die jemanden durch Suizid verloren haben
- Refugium – Verein für Hinterbliebene nach Suizid: www.verein-refugium.ch
- Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils: www.nebelmeer.net
Diese Stellen sind rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen und für ihr Umfeld da:
- Beratungstelefon der Dargebotenen Hand: Telefon 143 www.143.ch
- Beratungstelefon von Pro Juventute (für Kinder und Jugendliche): Telefon 147 www.147.ch
- Weitere Adressen und Informationen: www.reden-kann-retten.ch
Adressen für Menschen, die jemanden durch Suizid verloren haben
- Refugium – Verein für Hinterbliebene nach Suizid: www.verein-refugium.ch
- Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils: www.nebelmeer.net