«Es gefällt mir nicht, dass sie geschossen haben»
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Trump nach Angriff aus Iran:«Es gefällt mir nicht, dass sie geschossen haben»

Eskalation in der Strasse von Hormus – Trump droht Geduld zu platzen
Weitere Nacht von US-Vergeltungsschlägen gegen Iran

Kaum Entspannung, schon eskaliert es wieder in Hormus. Irans Revolutionsgarden greifen Schiffe an, die USA schlagen zurück. Für die Kontrolle der strategischen Wasserstrasse riskieren die Iraner den Friedensprozess. Trump droht der Geduldsfaden zu platzen.
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Ein F-16-Kampfjet auf Patrouille über dem Nahen Osten.
Foto: X @centcom

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Waffenruhe nur auf dem Papier
  • Iranische Revolutionsgarden greifen Schiffe in der Strasse von Hormus an
  • US-Kampfflugzeuge zerstören iranische Militäranlagen nach wiederholten Angriffen
  • Laut Centcom nehme Iran Angebote zu Friedensbildung nicht an
  • Trump äussert bislang schärfste Warnung
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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

Das Muster hat sich eingespielt, der Iran bleibt dreist: Auf Gespräche und zögerliche diplomatische Schritte folgen Nadelstiche der iranischen Revolutionsgarden (IRGC). US-Präsident Donald Trump droht der Kragen zu platzen. Er warnt Teheran umissverständlich scharf.

Erst vergangene Woche verständigten sich die USA und der Iran auf dem Bürgenstock NW auf einen Zeitplan für technische Verhandlungen. Die genauen Formulierungen bleiben vage, doch trotz der fragilen Waffenruhe standen die Zeichen erstmals seit Monaten auf Deeskalation. Die politisch und militärisch äusserst mächtige Eliteeinheit der iranischen Streitkräfte aber scheint wenig Interesse an einem Friedensprozess zu haben. Erneut sprechen in der Strasse von Hormus wieder schwere Waffen, Bahrain und Kuwait aktivierten die Flugabwehr.

Am Freitag führten die USA Vergeltungsschläge durch, nachdem die Revolutionsgarden tags zuvor einen Frachter in der Strasse von Hormus mit einer Drohne angriffen. Keine 24 Stunden später eskaliert die Lage erneut: Nach Angaben aus US-Regierungskreisen attackierten die Revolutionsgarden am Samstagmorgen einen Tanker in der strategisch wichtigen Wasserstrasse. Die USA reagierten noch am selben Tag mit weiteren Angriffen auf iranische Ziele.

Iran habe Chance erhalten

Das US-Zentralkommando (Centcom) bestätigte die neuen Schläge. Nach Irans jüngstem Angriff auf Handelsschiffe würden auf Befehl von US-Präsident Donald Trump (80), dem Oberbefehlshaber, weitere militärische Massnahmen ergriffen, erklärte das Kommando auf X. Der Iran habe die «Gelegenheit erhalten, das Waffenstillstandsabkommen einzuhalten. Er verzichtete jedoch darauf.»

Laut Centcom griff eine Kamikazedrohne einen unter panamaischer Flagge fahrenden Tanker mit mehr als zwei Millionen Barrel Rohöl an Bord an. Als Reaktion hätten US-Kampfflugzeuge iranische Überwachungsanlagen, Kommunikationssysteme, Luftverteidigungsstellungen, Drohnenlager sowie Einrichtungen zur Verlegung von Seeminen angegriffen.

Trump am Ende seiner Geduld

Trump scheint der Geduldsfaden zu reissen. Irgendwann könnten die Vereinigten Staaten gezwungen sein, ihre Operation gegen den Iran wieder aufzunehmen, und die Islamische Republik werde aufhören zu existieren, drohte der US-Präsident auf Truth Social.

Die Iraner «verstossen schon wieder gegen das Waffenstillstandsabkommen. Es ist sehr gut möglich, dass sie niemals daraus lernen werden! Es könnte ein Punkt kommen, an dem wir nicht mehr in der Lage sind, vernünftig zu bleiben», so Trump. Die USA könnten «gezwungen sein, das Werk, das wir sehr erfolgreich begonnen haben, militärisch zu vollenden. Sollte das geschehen, wird die Islamische Republik Iran nicht mehr existieren!»

Hormus-Kontrolle

Der renommierte US-Thinktank Institute for the Study of War (ISW) sieht hinter den iranischen Angriffen einen langfristigen Plan: Teheran wolle seine faktische Kontrolle über die Strasse von Hormus festigen und internationale Schiffe dazu zwingen, iranische Regeln für die Passage anzuerkennen.

Die Revolutionsgarden dürften mit den Angriffen vor allem ihre Kontrolle über die Strasse von Hormus demonstrieren wollen – und nehmen dabei eine Gefährdung des Friedensprozesses in Kauf.

Der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus werde fortgesetzt, teilte das US-Militär mit. Die US-Streitkräfte blieben «wachsam, schlagkräftig und einsatzbereit».

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