Darum gehts
- US-Marine stoppt Öltanker Marivex im Golf von Oman am Montag
- Tanker ignorierte US-Blockade iranischer Häfen und wurde ausser Gefecht gesetzt
- Iran-Krieg seit 8. April: Globale Wirtschaft leidet unter Strassenblockade
Es brennt nach wie vor im Nahen Osten: Am Montag haben US-Streitkräfte im Golf von Oman einen leeren Öltanker gestoppt. Der Grund: Das Schiff ignorierte offenbar die geltende US-Blockade iranischer Häfen und wollte einen solchen anlaufen.
«Kampfjet setzte Präzisionsmunition ein»
Die US-Marine erklärte auf X: «Das US-Zentralkommando hat den unter palauischer Flagge fahrenden Tanker Marivex ausser Gefecht gesetzt, als dieser auf dem Weg in Richtung Iran internationale Gewässer im Golf von Oman durchquerte.» Ein F/A-18-Kampfjet habe eine Präzisionsmunition auf den Maschinen- und Steuerraum des Schiffes abgefeuert, nachdem die Besatzung den Anweisungen der US-Streitkräfte nicht Folge geleistet hatte. «Die Marivex ist nicht mehr auf dem Weg in den Iran», hiess es weiter.
Trump: «Ich werde sie zur Hölle jagen»
Die Nerven in der Region liegen blank. Seit dem 8. April gilt im Iran-Krieg eine brüchige Waffenruhe zwischen Teheran und Washington. Die Verhandlungen über eine Beendigung des Kriegs und die Wiederöffnung der Strasse von Hormus brachten bisher keinen Durchbruch. Erst am Sonntag bekräftigte Trump, er werde die Iraner «zur Hölle jagen», wenn sich keinen Deal ergäbe.
Seit Beginn des Krieges blockiert Iran die für den weltweiten Öl- und Flüssiggashandel bedeutende Meerenge. Die daraus resultierenden Einschränkungen belasten die globale Wirtschaft erheblich. Als Reaktion darauf verhängten die USA eine Seeblockade gegen iranische Häfen.