Darum gehts
- US-Minister Hegseth informiert über Iran-Krieg und Operation «Epic Fury»
- Gezielte Angriffe zerstörten Raketenlager, Drohnenfabriken und iranische Marineschiffe
- Gehen dem Iran die Raketen aus?
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) und Generalstabschef Dan Caine informierten am Dienstag im Pentagon über den Stand des Iran-Kriegs und die Ziele der US-Militäroperation «Epic Fury». Hegseth betonte an der Medienkonferenz, der Einsatz treffe «ins Schwarze»: Raketenlager, Abschussrampen und Schiffe der iranischen Marine würden gezielt zerstört und die Angriffe mit hoher Intensität fortgesetzt, während der Iran zugleich so wenige Raketen wie nie in den letzten 24 Stunden abgefeuert habe.
Top-General Caine berichtete mehrere Fabriken für Kamikaze-Drohnen seien angegriffen und zerstört worden. Zudem lobte er die Einsatzbereitschaft der Besatzungen der Flugzeugträger USS General R. Ford und USS Abraham Lincoln, von denen aus zahlreiche Kampfjets Einsätze in den iranischen Luftraum starten.
Iran hat «grossen Fehler» gemacht
Hegseth erklärte, angesprochen auf einen Angriff auf eine Mädchenschule in der iranischen Stadt Minab, bei der mehr als 100 Menschen gestorben sein sollen, die USA nähmen Vorwürfe zu zivilen Opfern sehr ernst und untersuchten diese. Gleichzeitig behauptete Trumps Kriegsminister aber auch, dass der Iran Raketenabschussrampen in der Nähe von Schulen und Spitälern platziere.
Die Iraner hätten einen «grossen Fehler» gemacht, indem sie ihre Nachbarn angegriffen hätten. Dies sei ein Zeichen der Verzweiflung. Hegseth ergänzte, der Krieg werde aktuell «ziemlich zurückhaltend» geführt, aber eine Blockade der für den Welthandel wichtigen Strasse von Hormus durch Teheran würde zu deutlich härteren US-Aktionen führen.
Welche Rolle spielt Russland im Iran-Krieg?
Zur Dauer des Kriegs sagte Hegseth, der Krieg werde nicht «endlos» geführt werden. Das Ende bestimme Trump, das Ministerium arbeite ihm zu. Hauptziel bleibe die Einschränkung der iranischen Nuklearkapazitäten.
Angesprochen auf eine mögliche Hilfe Russlands für die am Krieg beteiligten Länder verwies Hegseth auf Trump und dessen Aussage, er habe am Montag ein «gutes Telefonat» mit Kremlchef Wladimir Putin (73) geführt. Zu Berichten über eine mögliche Verletzung des neuen Obermullahs Modschtaba Chamenei (56) wollte sich Hegseth indes nicht äussern.
Den Liveticker zur Pressekonferenz kannst du hier nachlesen:
Pressekonferenz beendet
Nach rund einer halben Stunde hat Verteidigungsminister Hegseth das Pentagon-Briefing beendet. In unserem Liveticker zum Iran-Krieg halten wir dich über alle aktuellen Entwicklungen weiterhin auf dem Laufenden. Hier findet du ausserdem eine Zusammenfassung der heutigen Hegseth-PK.
Sind Mullahs Schuld an toten Zivilisten?
Hegseth verteidigt sich gegen Vorwürfe, wonach die USA Zivilisten gezielt getötet hätten. «Wir nehmen diese Dinge sehr ernst und untersuchen sie sehr ernsthaft», sagt er. Die Iraner hätten Raketenabschussrampen in der Nähe von Schulen und Spitälern platziert. «So funktionieren sie.»
Zum Kriegsverlauf sagt er weiter: «Der Feind passt sich an, wir passen uns auch an.» Nächste Frage: Trump habe ein früheres Ende des Iran-Kriegs angedeutet. Was ist der Plan der Trump-Regierung für die Zeit danach. Hegseth unterstreicht, dass die USA vor allem die Einschränkung der iranischen Nuklearkapazitäten im Blick hätten. «Das ist das Hauptziel dieser Operation.» Anschliessend verlassen Hegseth und Generalstabschef Dan Caine das Podium.
Iraner machen «grossen Fehler»
«Es war ein grosser Fehler der Iraner ihre Nachbarn anzugreifen», bemerkt Hegseth jetzt. «Es ist eine Demonstration von Verzweiflung», findet der Kriegsminister. Der Krieg werde von den USA «ziemlich zurückhaltend» geführt, betont Hegseth weiter.
Er droht: Sollten die Iraner die Strasse von Hormus blockieren, werde der Krieg «viel härter» geführt. Die USA hätten nicht die Absicht, den Krieg aus dem Ruder laufen zu lassen.
USA werden Krieg nicht «endlos» führen
Der Krieg sei nicht «endlos», betont Hegseth auf die Frage, wie lange der Krieg im Iran noch dauern werde. US-Präsident Donald Trump werde das Ende des Krieges bestimmen. Das Kriegsministerium arbeite ihm zu.
Was hat Hegseth den Amerikanern zu sagen, die gegen den Krieg sind? Und nutzt Israel die US-Streitkräfte aus? «Israel ist ein starker Partner», antwortet Hegseth. «Wir werden nicht in eine Richtung gezogen. Wir führen. Der Präsident bestimmt, was das Ergebnis ist.» Sein Job sei es nun, die Mission im Rahmen zu halten, sagt der Kriegsminister.
Modschtaba Chamenei verletzt?
«Kein anderes Land ist in der Lage, dass zu tun, was wir tun», gibt Hegseth noch zu Protokoll. Im Anschluss beginnt die Fragerunde.
Wie sieht es mit den Nuklearkapazitäten der Mullahs aus? «Die Trendlinien gehen nach unten, sind fast flach», sagt Hegseth dazu. Die Schlachtauswertung dauere an. «Aber die Zahlen bleiben niedrig.»
Wird Russland den USA in dem Konflikt helfen? «Der Präsident hat gesagt, es sei ein gutes Telefonat gewesen.» Wirklich konkret wird Hegseth zu dem Thema nicht, er verweist an Trump. Zum Zustand des neuen Obermullah Modschtaba Chamenei will sich Hegseth indes nicht äussern.
«Iranisches Drohnenträgerschiff getroffen»
«Wir haben ein iranisches Drohnenträgerschiff getroffen», fährt Caine fort. Der Iran-Krieg sei eine «zähe und unermüdliche Arbeit». Anschliessend bedankt er sich bei mehreren Einheiten innerhalb der US-Armee, unter anderem die Besatzung der Flugzeugträger USS General Ford und USS Abraham Lincoln. Von diesen Kriegsschiffen starten viele Kampfjets zu ihren Missionen im iranischen Luftraum.
«Das Deck ist rutschig und du dirigierst ein Multimillionen Dollar schweren Kampfjet. Es ist Weltklassearbeit, mitten in der Nacht, oft bei strömendem Regen», erläutert Caine die harte Arbeit an Bord der Flugzeugträger. Die Operation Epic Fury sei schwierig und werde schwierig bleiben, erklärt der Generalstabschef weiter.
Fabriken für Kamikazedrohnen attackiert
Dan Caine nennt die Namen der gefallenen US-Soldaten. Er berichtet von einem Treffen mit der Familie eines Gefallenen. «Sie zeigten mir ein Bild, dass er im Kindergarten gemalt hat. Schon damals war klar, dass er nur eine Sache werden wollte», sagt Caine. Die US-Armee sei «für immer dankbar» für den Einsatz der Getöteten.
Anschliessend geht er über zum Fortschritt des Iran-Krieges über. Man greife weiterhin iranische balistische Raketen und Stellungen zum Abschuss dieser Waffen an, auch die Marine werde anvisiert und man werde auch auf Produktionsstätten zielen. «Wir haben mehrere Kamikazedrohnenfabriken attackiert», berichtet Caine.
«Gott segne unsere Truppen»
Hegseth unterstreicht, dass es keinen langjährigen Krieg wie unter den Präsidenten Bush und Obama geben werde. «Diese Tage sind tot.» Er berichtet von der Trauerzeremonie für die im Iran-Krieg getöteten US-Soldaten, anschliessend zitiert er eine Passage aus der Bibel. «Gott segne unsere Truppen», sagt er noch, bevor er an Generalstabschef Dan Caine weitergibt.
«Dieser Kampf trifft ins Schwarze»
Hegseth und sein Generalstabschef treten vor die Presse. Der Kriegsminister ergreift das Wort. Er wünscht einen guten Morgen und beginnt.
«Dieser Kampf – Operation Epic Fury – trifft ins Schwarze», sagt er. Das iranische Regime und deren Milizen hätten in den vergangenen Jahrzehnten Tausende seiner «amerikanischen Brüder» in der Armee getötet. «Jetzt gewinnen wir», schiebt Hegseth nach.
Er zählt auf: Die Raketenlager, Raketenabschussrampen und die iranische Marine sollen zerstört werden. «Wir zerstören den Feind – ohne zu zögern. Wir tun es in unserer Zeitleiste», betont Hegseth.
Der Dienstag werde der intensivste Tag der Luftangriffe sein, kündigt er an. «Die meisten Kampfflugzeuge, die meisten Bomber, die meisten Angriffe», zählt er auf. Gleichzeitig habe der Iran in den vergangenen 24 Stunden die geringste Anzahl an Raketen abgefeuert.
Hegseth brieft Presse zum Iran-Krieg
Während US-Präsident Donald Trump (79) am Montag bereits ein Ende des Iran-Kriegs andeutete, hat man von seinem Kriegsminister Pete Hegseth (45) solche Aussagen noch nicht gehört. Erst am Sonntag sagte er in einem Interview mit CBS News: «Das ist erst der Anfang.»
Am Dienstagmittag Schweizer Zeit äussert sich Hegseth nun im Rahmen einer Medienkonferenz. Auch US-Generalstabschef Dan Caine (57) wird ein Statement abgeben. Blick tickert das Briefing im Pentagon live.