Irak will seinen Luftraum nicht für Angriffe gegen den Iran bereitstellen
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
US-Aussenminister Marco Rubio hat mit dem irakischen Premierminister Mohammed Shia al-Sudani telefoniert, wie das Aussenministerium am Montag mitteilte. Rubio verurteilte im Gespräch die Terroranschläge im Irak durch den Iran und vom Iran unterstützte Milizen.
Der irakische Premierminister forderte die USA wiederum auf, irakischen Luftraum nicht als Ausgangspunkt für Angriffe im Nahostkrieg zu nutzen. Er betonte dabei «die Bedeutung der Gewährleistung, dass der irakische Luftraum, das irakische Hoheitsgebiet und die irakischen Gewässer nicht für militärische Aktionen gegen Nachbarländer oder die Region genutzt werden», teilte das Medienbüro des Premierministers am Dienstag mit.
Am Montag hatte Sudani dem neu ernannten iranischen Führer Mojtaba Khamenei in einem Beitrag in den sozialen Medien gratuliert. Der irakische Premierminister erklärte, der Irak stehe in Solidarität mit dem Iran.
Türkei stationiert US-Patriot-System im Südosten
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Die Türkei setzt nun auf verstärkten Schutz angesichts des Iran-Kriegs. In der Provinz Malatya, im Südosten der Türkei, wurde nun ein US-Patriot-System stationiert. Das gab das türkische Verteidigungsministerium in einem Beitrag auf X bekannt. «Angesichts der jüngsten Entwicklungen in unserer Region werden notwendige Massnahmen zur Sicherung unserer Grenzen und unseres Luftraums ergriffen, und wir stehen in Konsultationen mit der Nato und unseren Verbündeten», hiess es weiter in der Mitteilung.
Zuvor hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den Iran vor weiteren «provokativen Schritten» gewarnt, nachdem eine ballistische Rakete in den türkischen Luftraum eingedrungen war. Der Iran bestritt später, eine Rakete in Richtung Türkei abgefeuert zu haben. Der Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Esmaeil Baghaei, sprach von einer «False-Flag-Operation».
«Bringen Sie sich unverzüglich in Sicherheit»
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Israel hatte am Montag bekannt gegeben, weitere Luftangriffe im Südlibanon auf Einrichtungen der Hisbollah-Miliz zu fliegen. Am Dienstagmorgen ordnete Israel daher wieder eine dringende Evakuierung des Südlibanon an.
Der Sprecher der israelischen Streitkräfte (IDF), Avichay Adraee, schrieb auf der Plattform X, dass Israel aufgrund der Aktivitäten der Hisbollah in der Region südlich des Litani-Flusses «mit aller Härte» gegen die Gruppe vorgehe. «Wir wiederholen unseren dringenden Appell an Sie, Ihre Häuser sofort zu verlassen und sich unverzüglich nördlich des Litani-Flusses in Sicherheit zu bringen», hiess es weiter in der Mitteilung.
Am Montag gab das libanesische Gesundheitsministerium an, dass seit Beginn der israelischen Offensive 486 Menschen getötet worden seien.
«Ich sehe keinen Spielraum mehr für Diplomatie»
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Während US-Präsident Donald Trump (79) bereits von einem nahenden Ende des Iran-Kriegs spricht, sieht die Einschätzung auf iranischer Seite gänzlich anders aus. In einem Interview mit dem Sender CNN hat der aussenpolitische Berater des Büros des Obersten Führers, Kamal Charazzi (81), nun von einem «langen Krieg mit den USA» gesprochen.
Laut Charazzi sei der Iran bereit, die Golfstaaten weiterhin anzugreifen, damit diese Donald Trump dazu bewegen würden, sich aus dem Konflikt zurückzuziehen. Charazzi präzisierte: «Ich sehe keinen Spielraum mehr für Diplomatie. Denn Donald Trump hat andere getäuscht und seine Versprechen nicht eingehalten, und wir haben dies in zwei Verhandlungsrunden erlebt – während wir in Verhandlungen standen, haben sie uns angegriffen.»
Der iranische Beamte scheint eine Verhärtung des Konflikts im Blick zu haben. Im Gespräch mit CNN erklärte er, der Krieg werde nur durch wirtschaftliche Einbussen beendet werden können. Die arabischen Golfstaaten und anderen Länder müssten nun Druck auf die USA ausüben, um den Krieg zu beenden, damit der wirtschaftliche Druck in Form von Inflation und Energieknappheit nicht weiter zunehme.
Iran intensiviert Angriffe
Von Laszlo Schneider, Nachtdienst
Der Iran hat in der Nacht auf Dienstag seine Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien und Kuwait intensiviert. Saudi-Arabiens Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von Drohnen über der wichtigen Ölregion im Osten. Kuwait zerstörte laut Nationalgarde mehrere Drohnen im Norden und Süden des Landes.
Auch in Bahrain sei es erneut zu Explosionen gekommen, meldet Al Jazeera. Dort rät das Innenministerium seiner Bevölkerung dringenst, sich in Sicherheit zu begeben. Bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag hatte Iran den kleinen Inselstaat angegriffen. Es gab laut Innenministerium 32 Verletzte, offenbar auch Kinder.
Auch die Streitkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate haben laut offizieller Angaben in der Nacht erneut Drohnen und Raketen abgefangen. Auch sie raten der Bevölkerung, sich in Sicherheit zu geben. Vor allem die Emirats-Metropole Dubai steht momentan in den Schlagzeilen – wegen der vielen Influencer, die die Flucht aus der Stadt suchen.
Die asiatischen Börsen atmen auf
Von Laszlo Schneider, Nachtdienst
Die Aussage von US-Präsident Donald Trump, wonach der Krieg im Iran bald beendet sein könnte, hat die Börsen in Asien beflügelt.
Der japanische Nikkei-225-Index legte zum Handelsstart um etwa Prozent zu. Japans Wirtschaft, stark abhängig von Öl- und Gasimporten, profitiert zusätzlich von sinkenden Rohölpreisen. Der Preis für ein Fass Brent-Öl ist auf 89,20 US-Dollar gefallen – 30 Dollar weniger als noch in der Nacht auf den 9. März, als die Marke erstmals seit Jahren wieder über 100 Dollar geklettert war.
Auch in Südkorea erholen sich die Märkte offenbar. Der Leitindex Kospi stieg um 5,5 Prozent, nachdem er zuvor noch ein Minus von 6 Prozent verzeichnet hatte. Besonders Technologieaktien wie Samsung Electronics und SK Hynix legten zu – teils um über 9 Prozent. In China bewegten sich der Hang-Seng-Index in Hongkong mit einem Plus von 1,3 Prozent und der CSI 300 auf dem Festland mit 0,8 Prozent ebenfalls nach oben.
Wieso der Iran-Krieg einen so grossen Einfluss auf die chinesische Wirtschaft hat, kannst du hier nachlesen.
IRGC reagiert auf Trump-Aussagen
Von Laszlo Schneider, Nachtdienst
Nach den Aussagen von US-Präsident Donald Trump, wonach der Krieg im Iran nicht mehr lange dauern werde, folgt die Antwort der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) postwendend. Wie Al Jazeera berichtet, bezeichnet Brigade-General Ali Mohammad Naeini Trumps Äusserungen als «Lügen».
Naeini erklärt weiter, dass «wir diejenigen sind, die bestimmen, wann dieser Krieg zu Ende ist. Wir wissen, dass euch bald die Munition ausgeht und dass ihr nach einem ehrenhaften Weg aus dem Krieg sucht.»
Auch auf die Hormus-Thematik geht der Brigade-General laut Al Jazeera ein. Er bekräftigt, dass «nicht ein Liter Öl aus der Region zu den Aggressoren fliessen wird.».
«Werden zwanzigmal härter zurückschlagen!»
Von Laszlo Schneider, Nachtdienst
Im Anschluss an seine Pressekonferenz ist US-Präsident Donald Trump erneut auf die Blockade der Strasse von Hormus eingegangen. Auf Truth Social schreibt Trump: «Wenn der Iran irgendetwas unternimmt, das den Ölfluss in der Strasse von Hormus unterbricht, werden die Vereinigten Staaten von Amerika zwanzigmal härter zurückschlagen werden als bisher.»
Und weiter: «Darüber hinaus werden wir leicht zerstörbare Ziele ausschalten, die es dem Iran praktisch unmöglich machen werden, jemals wieder als Nation aufgebaut zu werden – Tod, Feuer und Zorn werden über sie hereinbrechen.» Er hoffe und bete aber, dass es nicht dazu komme». Seine Äusserungen seien ein Geschenk der USA «an China und all jene Nationen, die die Strasse von Hormus intensiv nutzten: «Es ist hoffentlich eine Geste, die geschätzt wird.»
Trump: «Ich bin enttäuscht»
Von Laszlo Schneider, Nachtdienst
In seiner Pressekonferenz am frühen Montagabend (Ortszeit) geht US-Präsident Trump noch einemal intensiver auf den Krieg im Iran ein. Vom neuen Machthaber, Modschtaba Chamenei (56), dem Sohn des ermordeteten Ayatollahs, hält er nicht viel: «Ich bin enttäuscht, dass der Sohn von Chamenei der neue Leader ist», so Trump. Man müsse auch ihn ausschalten. Ob das eine gezielte Tötung Chameneis bedeute, will der US-Präsident allerdings nicht beantworten. Wer der neue iranische Machthaber ist, liest du hier.
Weiter erklärt Trump, er sei sich sicher, dass der Krieg im Iran bald vorbei sei – vorausgesetzt, das Land stoppe seine Forschung an neuen Atomwaffen. Intensiver spricht der US-Präsident zudem über die Strasse von Hormus: «Wenn es sein muss, dann wird die Navy unsere Schiffe eskortieren. Sollte sich der Iran in den Weg stellen, werden wir sie bekämpfen, wie sie das noch nie gesehen haben.» Nichtsdestotrotz habe die Meerenge für die USA nicht eine so immense Bedeutung wie für China. Trump weiter: «Wir helfen China gerne.»
Im Anschluss an seine Pressekonferenz hat Donald Trump die Heimreise nach Washington, D.C. angetreten.
Trump spricht über sein Telefonat mit Putin
Von Laszlo Schneider, Nachtdienst
Kurz nach seiner Ansprache an die Republikaner in Miami gibt US-Präsident Donald Trump eine Medienkonferenz in seinem Golfclub. Wie erwartet geht er auch auf das Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ein.
Das Gespräch sei von Erfolg gekrönt gewesen, erklärt Trump. Und weiter: «Wir haben über den Krieg in der Ukraine gesprochen. Der Hass zwischen Selenski und Putin ist riesig und ich habe Putin gesagt: Du würdest mir sehr helfen, wenn du diesen Krieg beendest würdest, Buddy!» Der russische Präsident sei ausserdem beeindruckt gewesen über die militärische Stärke, die die USA im Iran gezeigt habe.