Darum gehts
- US-Soldaten im Nahen Osten beklagen schlechte Verpflegung und knappe Vorräte
- Frisches Obst, Gemüse und Hygieneartikel auf Schiffen nicht mehr verfügbar
- 27 militärische Postleitzahlen für Lieferungen gesperrt, Postsendungen gelagert
Die Eltern der US-Soldaten, die derzeit auf Kriegsschiffen im Nahen Osten im Dienst sind, erhalten aktuell öfter Bilder von traurig aussehenden Mahlzeiten. Das berichtet «USA Today». Laut einer Nachricht, die eine Mutter erhalten hat, «werden die Vorräte bald aufgebraucht sein».
Was übrig ist, ist wenig appetitlich. Auf dem Bild kann man eine Tortilla und etwas, das wie Hackfleisch aussieht, erkennen. Der Soldat, der das Bild verschickte, macht sich vor allem darüber Sorgen, dass «die Moral sehr bald an einem Tiefpunkt ankommen wird».
Frisches Gemüse und Obst gibt es bereits nicht mehr auf den Schiffen. Auch Hygieneartikel werden immer knapper.
Zustellungen nicht möglich
Laut dem Bericht der «USA Today» versuchen viele Angehörige, ihren Liebsten Proviant und andere Dinge, die ihnen die Einsätze erleichtern sollen, zuzuschicken. Jedoch hat der US-Postdienst derzeit 27 militärische Postleitzahlen im Nahen Osten gesperrt. Zustellungen seien derzeit aufgrund von «Luftraumsperrungen und anderen logistischen Auswirkungen des Konflikts» nicht möglich.
Wie ein Sprecher des Militärs mitteilte, werde die Post, welche vor der Sperrung bereits auf dem Weg zu den Soldaten war, derzeit sicher aufbewahrt. Sobald die Post wieder liefern könne, würden die Sendungen zugestellt werden.
US-Kriegsminister schaltet sich ein
Admiral Daryl Caudle, Chef der Marineoperationen, dementierte die Vorwürfe über die miese Verpflegung. «Die jüngsten Berichte über angebliche Lebensmittelknappheit und schlechte Lebensmittelqualität an Bord unserer im Einsatz befindlichen Schiffe sind falsch», erklärte er. «Sowohl die USS Abraham Lincoln als auch die USS Tripoli verfügen über ausreichend Lebensmittel an Bord, um ihren Besatzungen gesunde Mahlzeiten anzubieten.»
Auch der US-Kriegsminister Pete Hegseth wies die Anschuldigungen scharf zurück. «Mein Team hat die Logistikdaten für die Lincoln und die Tripoli überprüft. Beide Schiffe verfügen über Vorräte, die für mehr als 30 Tage ausreichen. Unsere Matrosen verdienen – und erhalten – das Beste», schrieb Hegseth auf der Plattform X.